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Originally Posted by Cyphernomic
Ich habe nie verstanden, wo die Verbindung von Meditation zu Psychedelika liegt.
Mehrmals "versucht" zu meditieren, jedoch immer ohne Erfolg - liegt vllt. an meiner Hyperaktivität.
Einmal jedoch saß ich im Sommer auf dem Balkon und war komplett ruhig im Kopf - habe "unabsichtlich" meditiert - bis ich völlig abgedriftet bin und mit offenen Augen mandalaförmige Muster gesehen habe und mir gar nicht bewusst war was abgeht. Erst als ich wieder aus dem traumartigen Zustand "aufgewacht" bin, habe ich gemerkt, dass ich vllt. meditiert habe. Vllt. war es aber auch nur Schlaf. Bin mir gar nicht so sicher. 
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Die Verbindung ist etwas tricky zu beschreiben. Es ist wie gesagt nicht das erklärte Ziel von Meditation, Trips zu erzeugen oder zu unterhalten, und das passiert auch im Allgemeinen nicht. Aber wer schon mal DMT erlebt hat, dem werden besonders intensive meditative Zustände verdächtig bekannt vorkommen — und umgekehrt. Der Headspace ist wie gesagt etwas, was bei beidem recht stark vertreten sein kann.
Und ja, Visuals können halt auch vorkommen. Ist tatsächlich dann auch ein ähnliches Gefühl wie das, was anfänglich bei Psychedelika hatte: Wenn man danach sucht oder sie erzwingen will, passiert nichts. Wenn man sich entspannt und die Gedanken wie Wolken ziehen lässt, tut die Fantasie gerne mal Dinge mit deinem Sichtfeld. Hängt natürlich auch davon ab, ob du generell eher visuell veranlagt bist — ich kenne welche, die haben selbst beim Trippen kaum Visuals. Was du da beschreibst, geht auf jeden Fall in die Richtung, was ich meine.
Nur noch mal: Bei sowas muss man aufpassen, sofern man Meditation ernst nimmt. Wenn man sich von Visuals ablenken lässt, ist das nichts anderes als sich von Gedanken ablenken zu lassen, und genau das will man bei Meditation eben nicht. Will nun hier keinen langen Vortrag über Meditation halten, daher nur noch mal kurz zurück zu der Wolken-Metapher: Wenn du dir deine Gedanken als Wolken vorstellst, hast du die Wahl, ob du ihnen hinterher guckst und dich immer tiefer in deine Gedanken verstrickst oder fest an eine Stelle im Himmel zu gucken und die Gedanken nur durchziehen zu lassen. „Sei nicht die Wolken, sei der Himmel, durch den sie ziehen“.
Und ja, das Bemerken (dass man gerade intensiv meditiert) hat nen Touch von Aufwachen. Auch hier wieder ne starke Schnittmenge zu Psychedelika. Wirkt auf viele anfangs auch einschüchternd, weil sie nicht einordnen können, was sie da gerade erlebt haben. Hat auch ein bisschen was von dem Gefühl, wenn du wieder aufschreckst, nachdem du am einnicken warst.
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Originally Posted by BlackOperations
Wie bist du denn zu Meditation gekommen und welche Tipps kannst du geben um am besten damit anzufangen?
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Nachdem ich mich mit Psychedelika auseinandergesetzt hab, bin ich unweigerlich auf Alan Watts gestoßen und so führte eins zum anderen. Seine Vorträge zu dem Thema sind imo auch ein ganz guter Einstieg, aber auch modernere, praktischere Quellen sind ganz gut. Actualized zum Beispiel, wenn man seine provokante Art verträgt.
Tipps:
Das wichtigste ist die Gewohnheit. Scheiß egal, ob du anfangs nur 5 Minuten kannst/willst, ob du total unkonzentriert bist, ob du dabei ständig an andere Dinge denkst und ob du in ner fancy Lotushaltung sitzen kannst. Das wichtigste ist, es zur täglichen Gewohnheit zu machen. Bei Meditation lernst du mehr als alles andere, dass du eigentlich keine wirkliche Kontrolle über deine Gedanken hast. Du kannst nicht steuern, wann du gerade besonders meditativ bist. Du kannst nicht einfach aufhören zu denken. Du hast bei all diesen Dingen, die bei Meditation relevant sind, kaum was mitzureden. Das einzige, was du verlässlich steuern kannst, ist die Häufigkeit. Und der Rest kommt mit größerer Wahrscheinlichkeit von alleine, wenn du es nur lange genug machst. Quasi Übung macht den Zen-Meister.
Dementsprechend lass dich auch nicht entmutigen, wenn es total scheiße läuft. „Hab gerade nur an die Arbeit gedacht, ich hab gar nicht richtig meditiert“ ist Unsinn. Wenn du dich hinsetzt und es versuchst, ist es Meditation. Der Versuch ist bereits der Erfolg. Wie gut es läuft, kannst du eh nicht steuern. Sich gar nicht erst hinzusetzen ist die einzige Möglichkeit, fehlzuschlagen. Klingt klischeehaft, ist aber so.
Und Geduld. Wenn du Wochen oder Monate keine wirkliche Veränderung merkst, heißt das nicht, dass du nicht meditieren kannst oder dass es nichts bringt. Jeder kann das, und es bringt enorm viel, selbst abseits von Selbstfindung, Trippen etc. (schöne Formulierung: „Meditation is a meta skill that improves everything else“). Die Vorteile sind es auch wert, Monate an Vertrauensvorschuss zu geben bis du erste Veränderungen merkst.
In meinem Fall waren es so etwa 2-3 Monate für leichte Veränderungen und eben besonders die wesentlich tiefgreifenderen Trips auf LSD danach (Meditation und Psychedelika sind die perfekte Combo, besonders gleichzeitig). Nach 6 Monaten ist es in vielerlei Hinsicht ein Vergleich wie Tag und Nacht. Man lernt einfach so viel über sich selbst und vor allem an welchen Stellen man noch alles an sich arbeiten kann und will.
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Originally Posted by schamon
interessant, werde ab heute auch wieder meditieren und es dieses mal länger als 2 wochen durch ziehen.
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Jo, siehe oben. 2 Wochen sind quasi nichts. Meditation ist Langzeittraining fürs Gehirn. 2 Wochen Pumpen bringt ja auch nichts.