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02/18/2016, 17:26
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#1
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elite*gold: 77
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Welches Thema als Bachelorarbeit?
Ich bin jetzt schon seit rund 3 Monaten auf der Suche nach einer Bachelorarbeit und seit ca 4 Wochen habe ich meine Suche intensiviert und auch aktuelle Forschungsgebiete u.ä. angeschaut.
Das Problem, welches ich mit den bei uns angebotenen Arbeiten habe ist, dass 50% der Arbeiten in die Richtung geht: "Jo wir brauchen da noch XYZ für unser Programm und deine Aufgabe ist es das zu implementieren, weil wir keinen Bock haben"
Bei diesen Aufgabentypen habe ich zwei enorm schwerwiegende Probleme:
1. Wer weiß ob ich das Programm auch nur annähernd verstehe/benutzerfreundlich/verwendbar finde oder ob es mich so abfuckt, dass die Bachelorarbeit eine Qual wird.
2. Fast immer kommt mir das wie eine Sklavenarbeit vor, "Die BA-Studenten brauchen eine Arbeit und wir brauchen jemand dummen, der das kostenlos macht"
Aus den 2 Gründen bin ich bei den ersten 50% der Arbeiten nicht fündig geworden.
Weitere 25% sind Sachen, die zwar an sich interessant klingen aber bei denen ich genau gar keine oder nur minimales Grundwissen habe (z.B. "Energie-Optimierung in einem Smart-Home; Sprich Wann Heizung an? Welcher Verbraucher verbraucht wann wie viel? etc.").
Da ich die Themen nicht sooo toll finde und mir großteil des Grundwissens fehlt, fühl ich mich von den Arbeiten auch nicht so angezogen.
Die restlichen 25% sind mir viel zu theoretisch oder werden ausschließlich für Master-Arbeiten angeboten.
Genau aus diesem Grund habe ich nach einem eigenen Thema gesucht, welches möglichst in Richtung KI/Mustererknnung gehen sollte und auf einer Seite fand ich dann einen Themen-Vorschlag, der mich auf DIE Idee brachte.
Meine Idee(n) sehen dabei wie folgt aus:
Grundidee:
Computer überwacht Spielfeld per Kamera (oder auch 2 je nach Bedarf) und gibt an, ob alle von Menschen ausgeführten Spielzüge valide sind/waren. Das heißt ganz billig stelle man sich das so vor:
Wir haben eine Art "Standgerät", welches über/seitlich am Spielfeld von einem relativ einfachen Brettspiel/Kartenspiel (z.B. Dame oder Uno) steht. An diesem Standgerät befindet sich eine (oder je nach Bedarf zwei Kameras), die durchgehend das Spielfeld filmen.
Jetzt wertet der Computer auf Basis von den Bildern der Kameras aus, welche Figur sich wo befindet und überwacht ob alle gespielten Züge valide sind/waren (also eine Art Schiedsrichter).
Variation #1:
Der Computer überwacht nicht nur das Spielfeld, sondern gibt selbst an welche Züge er machen will.
Das Problem daran ist, dass ich entweder das Spielfeld dann virtualisieren müsste (das heißt das Spielfeld existiert für den Menschen real und für den COmputer virtuell).
Daran ist aber scheiße, dass ich dann zwei Spielfelder habe, die so direkt etwas "ungewohnt" sind fürn Menschen.
Oder ich muss die Züge, die der Computer machen will real selbst ausführen. Dabei frage ich mich aber, ob man sich als Spieler nicht total affig vorkommt, so ne Art Schizophrenie zu "simulieren" (wobei danach könnte ich eine Psychologische Fallstudie machen  ).
Hauptproblem: Möglichkeit zur Schizophrenie-Entwicklung 
Variation #2:
Der Computer spielt wieder mit, ist aber in der Lage selbst seine Figuren/Karten/etc. zu bewegen.
Das Problem daran ist, dass ich ein verdammt einfaches Spiel finden müsste (vom mechanischen Ablauf her), weil sonst der Umfang der Arbeit zu groß wird.
Vor allem will ich mich ja weniger mit Maschinenbauer-Problemen beschäftigen sondern mehr mit der Software.
Hauptproblem: Großer Aufwand, wenn man kein sehr einfach zu automatisierendes Spiel findet
Variation #3:
Der Computer bekommt nicht die Hauptaufgabe über die Züge zu urteilen (zwecks valide/invalide), sondern soll versuchen einen Spieler zu verbessern.
Ganz konkret soll der Computer also dem Spieler Züge vorschlagen und davor warnen, wenn der Spieler wieder einmal in eine Falle tappt.
Dabei sollen die Fallen o.ä. aber nicht festprogrammiert sein, sondern auf Basis von Maschinellem Lernen soll der Computer dazu gebracht werden "sich in den Spieler hineinzuversetzen" und ihm dadurch konkrete Tipps geben ohne dabei seine Spielart und Weise grundlegend zu beeinflussen.
(Als Beispiel Dame: Man kann passiv spielen oder aggressiv, man kann versuchen schnellst möglich eien Dame zu bekommen oder versuchen alle Fallen zu stellen, etc.)
Hauptproblem: Es könnte wirklich schwer werden einen Betreuer dafür zu finden, weil es ziemlich Lehrstuhl übergreifend ist (Spieltheorie, Mustererkennung, KI) und wenns scheiße läuft klappt das nicht so wie ich es mir vorstelle und dann steh ich mit "nichts" da
Variation #4:
Die Hauptidee ist nicht, dass der Computer aktiv eingreift in ein Spiel (durch eigene Züge oder durch Regelüberwachung), sondern dass der PC versucht die Regeln für ein beliebiges Brettspiel (mit immer ähnlichem Aufbau, z.B. Dame, Schach und Variationen) an Hand von einigen Mensch vs Mensch-Runden zu erkennen und sie dann selbst in einer definierten Simulationsumgebung zu prüfen.
Hauptproblem: Ob das überhaupt machbar ist weiß ich nicht, könnte sehr schnell viel zu komplex werden. Und die Frage nach dem Betreuer besteht auch wieder.
Was haltet ihr von den Ideen, habt ihr vielleicht noch ähnlich lustige/coole/interessante Vorschläge oder eine Variation, die vielleicht noch besser geeignet ist?
Selbst wenn ihr keine Vorschläge habt wäre es zumindest cool euere Meinung dazu zu hören (einfach im Poll abstimmen reicht mir).
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02/18/2016, 19:29
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#2
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Ich find Variation 4 am interessantesten. Die Komplexität davon hast du ja angesprochen, andererseits trau ich dir das auch zu. Ein Arbeitskollege hat seinen Master in KI gemacht, wenn du willst kann ich mich dort ja mal umhören ob er noch Themenideen hätte falls du auch noch neue suchen würdest :P
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02/18/2016, 19:31
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#3
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elite*gold: 77
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Originally Posted by Serraniel
Ich find Variation 4 am interessantesten. Die Komplexität davon hast du ja angesprochen, andererseits trau ich dir das auch zu. Ein Arbeitskollege hat seinen Master in KI gemacht, wenn du willst kann ich mich dort ja mal umhören ob er noch Themenideen hätte falls du auch noch neue suchen würdest :P
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Na wenn du Lust hast sehr gerne. 
Bin für allerlei Ideen offen.
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02/18/2016, 19:34
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#4
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elite*gold: 25
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Wichtigste Frage: Wieviel Zeit hast du dafür?
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02/18/2016, 19:38
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#5
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elite*gold: 77
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Originally Posted by Ich 123
Wichtigste Frage: Wieviel Zeit hast du dafür?
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Standardmäßig 4-5 Monate, da ich aber (wenn ich das Thema bzw. Die grobe Richtung jetzt schon weiß) jetzt schon damit anfangen kann, könnte ich die Semesterferien jetzt schon anfangen und käm auf rund 6-7 Monate.
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02/18/2016, 19:46
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#6
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elite*gold: 25
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Gut, du musst erstmal wissen ob das schaffbar ist in der Zeit. Da wäre eine Expertenmeinung wirklich wichtig denke ich.
An sich fänd ichs gut, wenn er Überwacht, Spielfeld oder System erkennt und sich dann durch die Beobachtung die Regeln merkt. Könntest ja anhand von Dame testen wie weit er kommt - quasi das knüpfen eines neuronalen Netzes nachstellen. (4.)
Also als erstes sozusagen erkennen was spielsteine sind und was die unter welchen bedingungen machen können (wenn sich weiß dahin bewegt und schwarze steine dort und dort stehen, was passiert dann) - Die Komplexität steigt ja mit einer Dame dann an
Bei Schachfiguren (farblich markierte Dame Steine sind gut geeignet denke ich um die Figuren erstmal auseinander zu halten) könntest du dann die Komplexität erhöhen. Erst Spielzugmöglichkeiten erkennen und dann später mit den erkannten Regeln Simulationen durchführen.
Fänd es interessant wenn man Dame spielen würde und es immer schwerer werden würde - gerade wenn man ein neues Spiel starten kann und mögliche Erkenntnisse schon genutzt werden)
Bau dir mal nen groben Projektplan auf und schau ob du denkst, ob das machbar ist!
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02/18/2016, 19:54
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#7
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elite*gold: 77
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Originally Posted by Ich 123
Gut, du musst erstmal wissen ob das schaffbar ist in der Zeit. Da wäre eine Expertenmeinung wirklich wichtig denke ich.
An sich fänd ichs gut, wenn er Überwacht, Spielfeld oder System erkennt und sich dann durch die Beobachtung die Regeln merkt. Könntest ja anhand von Dame testen wie weit er kommt - quasi das knüpfen eines neuronalen Netzes nachstellen. (4.)
Bei Schachfiguren (farblich markierte Dame Steine sind gut geeignet denke ich um die Figuren erstmal auseinander zu halten) könntest du dann die Komplexität erhöhen. Erst Spielzugmöglichkeiten erkennen und dann später mit den erkannten Regeln Simulationen durchführen.
Fänd es interessant wenn man Dame spielen würde und es immer schwerer werden würde - gerade wenn man ein neues Spiel starten kann und mögliche Erkenntnisse schon genutzt werden)
Bau dir mal nen groben Projektplan auf und schau ob du denkst, ob das machbar ist!
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Ich denke auch, dass das ziemlich spannend werden könnte. Aber tatsächlich stellt schon alleine die Mustererkennung an sich einen verdammt großen Teil der Bachelorarbeit dar.
Vielleicht kann ich das aber als Master-Arbeit machen auf Basis von meinem "einfacheren Projekt" in der Bachelor-Arbeit. Ich mein die Vorstellung hat schon was:
Wenn man Bock auf Dame oder Schach hat und grad keiner Lust zum Spielen hat, packt man einfach sein Handy aus, stellt es nebens Spielfeld und spielt einfach ein paar Runden gegen sich selbst und dann hat man ein paar Runden später einen Gegner, der praktisch (fast) jedes beliebige Spiel lernen kann und sich auch verbessern kann.
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02/19/2016, 18:19
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#8
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Originally Posted by Shadow992
Variation #1:
Der Computer überwacht nicht nur das Spielfeld, sondern gibt selbst an welche Züge er machen will.
Das Problem daran ist, dass ich entweder das Spielfeld dann virtualisieren müsste (das heißt das Spielfeld existiert für den Menschen real und für den COmputer virtuell).
Daran ist aber scheiße, dass ich dann zwei Spielfelder habe, die so direkt etwas "ungewohnt" sind fürn Menschen.
Oder ich muss die Züge, die der Computer machen will real selbst ausführen. Dabei frage ich mich aber, ob man sich als Spieler nicht total affig vorkommt, so ne Art Schizophrenie zu "simulieren" (wobei danach könnte ich eine Psychologische Fallstudie machen  ).
Hauptproblem: Möglichkeit zur Schizophrenie-Entwicklung 
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Vielleicht kannst du das ja so variieren, dass der Computer einen Spielzug vorschlägt, aber der Spieler ihn nicht befolgen muss und dem Computer einen eigenen Spielzug "mitteilt". Und am Ende vom Spiel wird analysiert, ob das Spiel anders ausgegangen wäre, wenn ausschließlich auf die Computer Vorschläge gehört worden wäre.
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03/01/2016, 11:31
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#9
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Hab mal meinen Kollegen gefragt (er war leider krank als ich wieder im Büro war).
Das was ihm so eingefallen ist wären intelligente Suchalgorithmen, die nicht einfach nur schnell und effizient sind sondern auch Daten halten zu den Suchabfragen, sich selber durch lernen weiterentwickeln und Suchanfragen vorhersehen; wie ein Mini Google quasi.
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03/10/2016, 16:05
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#10
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Die Zukunft in Counter Strike sehen !
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03/17/2016, 15:00
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#11
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