Informationen wie du 100% sicher deine Ausmusterung erreichst, bekommst du unter

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- Infos ^^
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- die Anlaufstelle rund um das Thema Musterung
(aktualisiert: 23.4.2003)
Du willst Wehrdienst leisten:
Die Musterung dient der Feststellung deiner Tauglichkeit, das heisst es soll im
Rahmen einer Reihenuntersuchung überprüft werden, ob bei dir evtl. gesundheitliche
Gründe vorliegen, welche das Ableisten des Wehr- oder Zivildienstes unmöglich
machen. Obwohl die Musterung nach den streng gefassten Richtlinien der "Zentralen
Dienstvorschrift 46/1", der sogenannten "Bibel der Wehrmediziner" durchgeführt wird,
lässt es sich durch Statistiken beweisen, dass der Personalbedarf der Bundeswehr
das Untersuchungsergebnis massgeblich beeinflusst. So ist z. B. die Quote der für
tauglich befunden in Zeiten erhöhten Personalbedarfs (geburtenschwache
Jahrgänge) meist höher, als in den Zeiten, in denen die Bundeswehr genügend
Leute zu Verfügung hat. Durchschnittlich werden ca. 12 Prozent aller zu musternden
ausgemustert.
Bevor der medizinische Teil der Untersuchung beginnt, wird dich ein Sachbearbeiter
auf dem Kreiswehrersatzamt fragen, ob du zur Bundeswehr oder zum Zivildienst
möchtest. Da du ja Wehrdienst leisten möchtest, dürfte deine Antwort wohl "zur
Bundeswehr" lauten.
Nun beginnt der medizinische Teil. Zuerst kommst du zum voruntersuchenden Arzt.
Das was hier stattfindet, wird im Volksmund auch "messen, wiegen, pinkeln"
genannt, ist in der Realität aber noch etwas mehr. Original-Arbeitsanweisung der
Bundeswehr:
"der voruntersuchende Musterungsarzt überwacht das Assistenzpersonal beim
Messen, wiegen und bei den Urinuntersuchungen. Er erhebt die gesundheitliche
Vorgeschichte, untersucht Sinnesorgane, Mundhöhle, Kiefer, Gebiss sowie Haut und
sichtbare Schleimhäute, Kopf, Hals, Geschlechtsorgane, Extremitäten, Wirbelsäule
und Zentralnervensystem und dokumentiert die Befunde unter Vergabe der
entsprechenden Fehlerziffern. Lässt sich bei Vorliegen einer Gesundheitsstörung der
oben genannten Körperabschnitte und Organe kein eindeutiger Befund erheben, so
ist vom Musterungsarzt eine gebietsärztliche/zahnärztliche Untersuchung und/oder
Befundanforderung zu veranlassen."
Dies sind alles mehr oder weniger ganz normale Untersuchungen. Das Wichtigste
dabei ist die Erhebung der gesundheitlichen Vorgeschichte. Dies bedeutet, er befragt
Dich nach früheren Krankheiten. Hierbei kannst du natürlich nicht allzu dick
auftragen, schliesslich willst du ja hin. Bedenke: je schlechter dein
Musterungsergebnis ist, desto schlechter ist auch die Auswahl beziehungsweise
deine Auswahlmöglichkeit der bei der Bundeswehr zu Verfügung stehenden Jobs.
Jetzt geht es weiter zum Hauptmusterungsarzt. Hier wieder die Original-
Arbeitsanweisung der Bundeswehr:
"Der Hautmusterungsarzt untersucht Brustorgane, Herz, Kreislaufsystem und
Bauchorgane. Er übernimmt die bereits in der Voruntersuchung eingetragenen
Fehlerziffern. Nach völliger Abklärung des Gesundheitszustandes prüft der
Hauptmusterungsarzt alle eingetragenen Fehlerziffern auf Vollständigkeit und
Richtigkeit. Er stellt den Tauglichkeitsgrad, bei Wehrdienstfähigkeit auch den
Verwendungsgrad fest."

- die Anlaufstelle rund um das Thema Musterung
Im einzelnen bedeutet dies Fahrradfahren auf dem Ergometer sofern verfügbar,
alternativ auch Kniebeugen, dabei Puls und Blutdruckkontrolle, Abhören des
Brustkorbes mit dem Stethoskop, Abklopfen des Brustkorbes und Abtasten des
Bauchraumes.
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