
"Projekt Loon" soll es nun ermöglichen, Internetzugänge auch in schwer erreichbaren Gebieten zugänglich zu machen. In Neuseeland hat der US-Konzern 30 Gasballons zu Testzwecken in die Luft geschickt, genauer gesagt in die Statrosphäre, 20 Kilometer über uns. Auf dem Boden konnten sich dann 50 Tester über stabiles Internet erfreuen.
"Wir hatten daran geglaubt, dass es funktionieren kann. Nun wissen wir es", sagte Projektleiter Mike Cassidy gegenüber der Deutsche Presse-Agentur. In einem
Blogeintrag versprach er außerdem, dass die Internetzugängen in UMTS-Geschwindigkeit versorgt werden. Als großen Vorteil nannte er die Erreichbarkeit, denn nach Katastrophen kann so wieder schneller Internetzugang gewährleistet werden. Allerdings sei es auch schwer, eine ganze Horde Ballons verteilt über der Erde zu steuern.
"Wir halten einen Ring von tausend Ballons und mehr für möglich, die, von stratosphärischen Winden vorwärts getrieben, den Erdball umrunden und den Menschen auf der Erde eine Verbindung zum Internet ermöglichen. Wir befinden uns aber noch in einer sehr frühen Phase", heißt es außerdem.
Die Ballons sind mit Antenne, Batterien, Computer, Solarzellen und Navigationseinheit ausgestattet, die drahtloses Internet übertragen sollen. Der Stratosphärenwinden soll mit passender Windrichtung und Geschwindigkeit für den perfekten Standpunkt der Ballons verantwortlich sein. Später sollen die vielen Ballons ein Netzwerk bilden.
Was sagt ihr zu dem neuen Projekt von Google? Haltet ihr es für möglich, später Internet aus einem Ballon zu bekommen?