Die Vorgehensweise funktioniert, dennoch würde ich davon abraten dem "Tutorial" hier zu folgen.
Spontan seinen Schlafrhythmus zu ändern, ist nicht gut für den Körper und Geist.
Wenn ihr tatsächlich mehr Energie und weniger Schlaf wollt, müssen einige weitere wichtige Faktoren hinzugezogen werden. Ich werde hier jetzt kein Tutorial schreiben, aber ein paar Stichpunkte müssen schon sein.
- Komplett ausgewogene und gesunde Ernährung
- Tägliche Fitness bestehend aus mindestens zwei 30min. Verdauungsspaziergängen
- Angewöhnung an kürzere Schlafphasen (kein direkter Wechsel zu 30min!!)
- Schlafphasen routinieren - immer gleiche Zeit/-raum - ggf. NLP Techniken nutzen
- Anfangs REM Rebound Schlafphasen miteinbeziehen (erhöhte Anzahl an REM Schlafphasen, wenn zu wenige stattfanden)
- Spontanität einbauen
Sehr wichtig ist die Regeneration während des Schlafs. In der REM-Schlafphase werden die meisten vegetativen Funktionen des Körpers eingeleitet und gleichzeitig die Skelett-Muskulatur maximal relaxiert.
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Die Stadien I bis IV mit anschließendem REM-Schlaf werden mehrere Male pro Nacht wiederholt (etwa fünf- bis siebenmal). Dabei nehmen die Tiefschlafphasen zeitlich ab und die REM-Phasen zu.
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Ein Schlafzyklus dauert etwa 90 Minuten.
... Quelle
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Also haben wir einen endogen gesteuerten ultradianen Rhythmus von 90min mit steigender REM-Phasendauer.
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Die Dauer der einzelnen REM-Phasen liegt zu Beginn des Nachtschlafs bei durchschnittlich fünf bis zehn Minuten und wird in den folgenden Phasen länger. Die durchschnittliche Gesamtdauer pro Nacht liegt beim Erwachsenen bei ca. 104 Minuten.
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Ihr kriegt also am Ende der 90min eine REM-Schlafphase die mit steigender Anzahl an Schlafzyklen zunimmt.
Wenn aber die REM-Schlafphase am Ende eines Zyklus beginnt wieso kann man dann bei 30min in die REM-Schlafphase kommen?
Das ist dem REM Rebound Effekt zugeschrieben.
Quote:
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REM rebound is the lengthening and increasing frequency and depth of rapid eye movement (REM) sleep which occurs after periods of sleep deprivation. When people have been prevented from experiencing REM, they take less time than usual to attain the REM state.[1] When people are unable to obtain an adequate amount of REM sleep, the pressure to obtain REM sleep builds up. When the subject is able to sleep, they will spend a higher percentage of the night in REM sleep.
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...dass man mit insgesamt 2 Stunden Schlaf eine zum normalen 8 stündigen Nachtschlaf äquivalente Gesamtdauer an REM-Schlaf erreicht. Hier spielt der sogenannte „REM-Rebound“-Effekt eine Rolle.
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Sprich euer Körper hat sowenig Schlaf bekommen, dass er direkt in die REM geht um das meiste aus dem Schlaf rauszuholen.
Der Körper kann einiges kompensieren, vor allem temporär, doch wie sieht es auf Dauer aus?
Mangelernährung über 1, 2, 5 oder 10 gar 20 Jahre? Gegebenenfalls kein Problem, doch dann mit 50... tja plötzlich tauchen alle möglichen Symptome auf und das willst du mit einer Packung Pillen kurieren? Viel Spaß. :P
Es spricht nichts dagegen seinen Körper zu konditionieren und routinieren, doch würde ich vom Uberman abraten, bevor hinreichende Studienergebnisse vorliegen.
Nichtsdestotrotz kann man, wenn man sich etwas tiefer informiert, seinen Schlafzeitraum verkürzen und seinen Energielevel steigern.
Zum Beispiel wie wär es mit einem täglichen 20-minütigen Schläfchen zwischendurch um eine REM zu bekommen und dadurch den effektiven Nachtschlaf zu reduzieren ohne dabei Müde zu werden? (
klappt nur nach Eingewöhnung oder Erholungsbedarf)
Quote:
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Tagschlaf ist möglich, weil die Hormonausschüttung erst nach dem Einleiten des Schlafs beginnt. Wird man kurz nach dem Beginn des Schlafs aufgeweckt, so hat man möglicherweise eine REM-Phase absolviert, besitzt aber noch nicht eine so hohe Hormonkonzentration, durch die man gleich wieder einschlafen würde.
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Und ein weiterer Bonus: Mit einem kürzeren Nachtschlaf ist eure Hormonenkonzentration niedriger und ihr seid morgens weniger Müde. (Abgeleitet. Aussage muss überprüft werden.)
Und wie wäre es den Biorhythmus mit einzubeziehen? Schon mal ne Stunde vor dem Wecker aufgewacht, vollkommen wach, wieder hingelegt und mies verkatert aufgewacht?
das gleiche Schlafmuster im Sommer und im Winter verwenden

Quote:
Zum anderen werden metabolische und physiologische
Vorgänge, geistige Leistungen oder
Verhaltensweisen an die tagesperiodische (oder
auch an die monatliche oder jahresperiodische)
Umwelt angepaßt. Es entstehen Muster zeitlicher
Ordnung, die den Stoffwechsel, physiologische
Vorgänge, Entwicklung und Fortpflanzung
an die Umwelt anpassen.
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