Eine abschließende und umfassende Beschreibung des Ninjutsu ist schwierig, da es ein sehr komplexes System von Selbstverteidigungs- und Kampftechniken sowohl mit als auch ohne Waffen beinhaltet, und da das heutige Ninjutsu eine Kampfkunst ist, die sich aus drei verschiedenen Ninja- und sechs verschiedenen Samuraischulen zusammensetzt. Die 18 Ebenen des Trainings im Togakure-Ryu sind:
Seishin Teki Kyoyo: spirituelle Verfeinerung
Tai Jutsu: waffenloser Nahkampf
Ken Jutsu: Schwertkampf
Bo Jutsu: Stock- und Stabkampf (mit Bō und Hanbō)
Shuriken Jutsu: Wurfklingen
Yari Jutsu: Speerkampf
Naginata Jutsu: Hellebardenkampf (Der Begriff "Hellebarde" ist eher unzutreffend, da die Naginata wie ein Schwert mit einem langen Griff verwendet wurde)
Kusari Gama: Umgang mit der Schwert- und Sichelwaffe
Kayaku Jutsu: Verwendung von Feuer und Explosivstoffen
Henso Jutsu: Verkleidung, Darstellung
Shinobi-iri: Methoden zum Tarnen und Eindringen
Ba Jutsu: Reiten
Sui-ren: Wassertraining
Bo-ryaku: Strategie
Cho Ho: Spionage
Inton Jutsu: Flucht und Verstecken
Ten-mon: Meteorologie
Chi-mon: Geografie
Tio Nashidua Jutsu: Kunst, mit verschiedenen einzelnen leichten Schlägen zu töten
Die Grundlage aller Techniken bildet dabei das Tai Jutsu, der unbewaffnete Nahkampf. Es basiert auf natürlichen Körperbewegungen und Instinkten, wodurch auch körperlich stärkere Gegner besiegt werden können. Zum Tai Jutsu gehören:
Ukemi (Rollen, Falltechniken, Sprünge)
Taihenjutsu (Kamae, Gleichgewicht, Dehnung, Ausdauer, Kraft, Eigenbehandlung, Meditation)
Dakentaijutsu (Schlag- und Trittechniken)
Koppojutsu (Schläge und Stöße auf Knochen und harte Körperteile)
Kosshijutsu (Finger- und Zehenstiche auf Muskeln und Weichteile)
Jutaijutsu (Hebel, Würfe, Festlegetechniken)
Dennoch ist das Wort Tai Jutsu in keiner historischen Schrift zu finden, was sehr stark dessen synthetischen Ursprung vermuten lässt. Eine schriftliche Dokumentation fand nicht statt, da es sich um geheime Techniken handelte. Im Gegensatz zum Bushi war der Ninja nicht darauf angewiesen, einer Etikette zu folgen und Ansehen zu wahren. Daher neigte man nicht zur Dokumentation.
Im Ninpo wird ebenfalls eine Form von Gedankenlesen und Absichtenerkennen trainiert. Stephen K. Hayes erklärt in seinem Buch Serie Ninja 3 „Gedankenlesen und Absichten erkennen“ die Trainingsmethoden. Der Sakki Test (Schwert Test) attestiert den Schülern die Fähigkeiten und führt sie in den 5. Dan. Im Ninpo werden verschiedenen Formen von Hypnose verwendet um geistige Vervollkommnung und Stärke zu erlangen. Hayes erklärt in seiner Buchserie eine Form der Auto-Hypnose für eine Angstverbrennung, die sehr dem modernen NLP ähnelt. Im Ninpo ist hohe Sinneswahrnehmung notwendig. Diese wird latent trainiert.
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Quelle:
Ninjutsu