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Originally Posted by TonyM0ntana
Will man ein garantiert Virenfreies System bzw. eine Festplatte die keine Datensätze mehr enthält, dann ist das defintiv nicht unnötig.
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Schwachfug. Beim Formatieren werden die Metainformationen des Filesystems zerstört, dementsprechend sind die Bits und Bytes der Dateien noch da, aber sie heißen nichts mehr. Man kann sie mit einem dafür gedachten Tool, das die Platte blockweise ohne Verwendung des Filesystems ausliest, wiederherstellen, aber selbst da bekommst du meist nicht alles zurück und viel wichtiger ist, dass die Daten keine Gefahr mehr darstellen können. Damit Schadcode schädlich sein kann, muss er ausgeführt werden. Kein Betriebsystem der Welt führt einfach mal irgendwelche rohen Daten auf der Festplatte aus.
Wenn du eine SSD hast, sieht es noch einmal anders aus. Da kommst du meist sowieso nur noch mit fachmännischen Tools des Herstellers an die Dateien, wenn überhaupt. Denn SSDs schieben die Blöcke umher wie sie lustig sind und nur der SSD Controller weiß, wo was liegt.
Ohne valides Filesystem ist da idR Ende im Gelände, wenn du deine Daten verloren hast.
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Bei meiner Platte musste ich ebenfalls einen Jumper an der Hauptplatine entfernen, denn sonst wäre das Überschreiben der BIOS nicht möglich. Das war der Grund warum früher (in den 90er und um 2000) BIOS Viren exestiert haben, damals hatten die Hauptplatinen keinen Jumper und so konnte es sich in den Bios einschreiben.
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Das BIOS liegt im Flash-Speicher des Mainboards und nicht auf der Festplatte. Zudem musst du für ein Bios-Update keinerlei Jumper umsetzen. Zumindest nicht im Regelfall. Das läuft alles softwaregesteuert.
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Naja, man kann dennoch Datensätze widerherstellen, sogesehen können also Maleware auch das Überschreiben überleben.
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Jetzt verwechsele nicht 2 Paar Schuhe.
Überschrieben wird beim Formatieren nichts (das ist auch nicht der Sinn davon), außer vielleicht die Metadaten des Filesystems. Es bleiben alle Rohdaten erhalten. Die sind aber absolut ungefährlich, weil sie nicht ausgeführt werden können. Außerdem sieht sie das Betriebssystem als frei an - beim nächstbesten Schreibvorgang sind sie überschrieben.
Damit vor dem Formatieren existente Malware auch danach wieder ausgeführt werden kann, musst du es schon darauf anlegen und sie selbst wiederherstellen.
Überschrieben wird beim sogenannten "Sicheren Löschen", bei dem die Festplatte ein- bis mehrfach mit festen oder zufälligen Daten überschrieben wird. Das macht man, wenn man die Festplatte verkauft/entsorgt und nicht will, dass irgendwer irgendwann nochmal irgendwas davon auslesen kann. Zum "Plattmachen" des PCs ist es absolut unnötig und eine SSD schrottest du dir damit im Idealfall auch noch.