Worum geht?s?
Jeder Spieler kontrolliert ein Ameisenvolk, das in einem virtuellen Wald auf Nahrungssuche geht. Wie im echten Leben ist die Menge an Futter begrenzt und überall lauern Feinde in Form von ameisenvertilgenden Käfern.
Der Clou: Das Verhalten der eigenen Ameisen wird durch ein kleines Programm gesteuert, das jeder Spieler vor Spielbeginn selbst schreibt. Dabei kann er durch Programmcode auf unterschiedliche Ereignisse reagieren, beispielsweise darauf, dass die Ameise gerade einen Gegner sieht oder soeben Nahrung erspäht hat. Im Code wird dann festgelegt, wie die Ameise auf diese Ereignisse reagiert ? soll sie einen Gegner attackieren oder lieber wegrennen? Soll sie andere Ameisen in der Nähe um Hilfe rufen? Und was, wenn nicht genug Kollegen in Reichweite sind? Durch clevere Programmierung und ausgefeilte Strategie-Routinen kann jeder Spieler seinem Volk zu einem Vorteil verhelfen.
Das eigentliche Spiel lässt sich dann live am Bildschirm verfolgen: Zunächst werden die einzelnen Ameisenprogramme von der Simulations-Software geladen. Nach dem Start der Simulation schwärmen die Ameisen dann von ihrem Ameisenhaufen aus, um Futter zu suchen. Das alles könnt Ihr direkt mitverfolgen: Wie die Ameisen umher wuseln, wie sie Futter sammeln, Kämpfe wagen oder sinnlos herumstehen ? jeweils gesteuert von der zuvor programmierten Ameisenlogik. Wer am Schluss das meiste Futter gesichert hat, gewinnt.
Für Einsteiger und Profis
Wer loslegen will, braucht eigentlich nur drei Dinge: Einen Rechner mit 3D-Grafikarte und mindestens Windows XP, eine der frei erhältlichen Visual Studio Express-Editionen zum Programmieren (wahlweise in der Geschmacksrichtung Visual Basic, C# oder C++) und die eigentliche
AntMe!-Simulations-Software, welche ebenfalls gratis ist. Beides gibt?s zum Download auf
.Mit Hilfe der ausführlichen Tutorials und Schnellstart-Videos und den frei erhältlichen Express-Entwicklungsumgebungen haben selbst absolute Einsteiger schnell das erste Ameisenvolk programmiert. Die nötigen Befehle sind einfach zu lernen ? es gibt sogar eine Referenzkarte mit den wichtigsten Infos, die man ausdrucken und neben die Tastatur legen kann.
Aber Vorsicht: AntMe! macht süchtig. Nach den ersten Erfolgserlebnissen verspürt man unweigerlich den Drang, das eigene Ameisenvolk mit immer ausgefeilteren Methoden zum Erfolg zu führen. Von einfachen Tricks bis zu genetischen Algorhythmen ist alles möglich, so daß auch für Profis die Herausforderung nicht nachläßt.
Natürlich ist das gesamte Ameisenprojekt Open Source und bietet deshalb auch etwas für Leute, die schon Programmier-Profis sind aber gerne wissen wollen, wie man 3D-Welten mit DirectX bzw. XNA unter .NET programmiert oder wie eine komplexe Simulation aufgebaut ist: Einfach Quelltext studieren und nachbauen!
Sollte es mal klemmen, ist das auch kein Problem: Im AntMe!-Webforum auf Developia gibt?s Hilfe, Tipps & Tricks und natürlich kann man dort wunderbar mit den Heldentaten des eigenen Ameisenvolks angeben.
Darf?s etwas mehr sein?
Übrigens: Die Spielidee ?Programme kämpfen gegeneinander? ist natürlich nicht neu (man denke nur an den Klassiker ?Core Wars?), aber trotzdem nach wie vor sehr cool. Wer Geschmack an dieser Art Gaming gefunden hat, sollte sich unbedingt ?Project Hoshimi? anschauen. Im Rahmen des Microsoft Imagine Cup kämpfen hier KI-Fans aus der ganzen Welt um wertvolle Preise.
Aber auch das AntMe!-Team arbeitet wie die - äh ja - Ameisen und entwickelt schon an spannenden neuen Erweiterungen, wie der lang erwarteten Multiplayer-Version oder der Luxus-3D-Version für Besitzer nagelneuer Grafikkarten. Es lohnt sich also, immer mal wieder bei den Ameisen vorbeizuschauen ? viel Spaß!
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Finde ich persöhnlich eine gute sache, besonders für Anfänger die Visual Basic bzw. C# lernen möchten.






