Much ignorance in this thread.
Muss ich wohl mal wieder den WoT-Hammer auspacken.
Dann wollen wir mal.
Vorab:
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Hast du jemals gearbeitet?
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Ja. Ich darf hier also auf die Kacke hauen :pimp:
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Originally Posted by Unick
Nein, du prägst deine eigene Zukunft. Wenn du willst kannst du auch versuchen dich selbst zu versorgen und von monetären Werten möglichst viel Abstand zu halten.
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Warum sollte man auf die Vorzüge der Zusammenarbeit/Arbeitsteilung verzichten, nur weil man die aktuelle Wirtschafts- und Politikform nicht gutheißt?
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Komm mal wieder auf dem Boden der Tatsachen und bilder dir nicht so viel ein. Erst recht, dass du die Welt verändern kannst.
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Na na, wir wollen hier mal keinen entmutigen. Jeder kann die Welt verändern :)
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Originally Posted by Carl Grimes
Ja, angehender Akademiker bin ich ebenfalls, allerdings ohne die Neigung zum Heucheln. Sie es doch ein, du hast das Geld für deine Anstrengung verdient und andere eben nicht, weil sie sich nicht genug angestrengt haben.
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Heucheln? Ich nenne das Realismus. Während du...sagen wir "der Realität nicht ganz so nah bist".
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Außerdem ist der Kapitalismus an sich ja gut, schließlich erschaffen wir durch Konsum (ja, auch durch Kauf von Billigware und Luxusgütern) Arbeitsplätze, die häufig in ärmeren Ländern outgesourct werden, und damit auch gleichzeitig einen Wirtschaftszweig, der die Staatskassen des jeweiligen Landes auffüllt.
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Oh ja, das kommt bei der Bevölkerung an, stimmt. Also bitte.
Wer sagt, dass dieser Geldtransfer, wenn man es denn so nennen möchte, nicht auch ohne Kapitalismus möglich wäre?
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Originally Posted by Carl Grimes
Wieso sollte ich mich dann eigentlich anstrengen, wenn ich eh nicht mehr Geld als so ein alter Afrikaner ohne Grundschulabschluss bekommen?
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Wer sagt denn überhaupt, dass das der Fall wäre? Du hast Sozialismus offenbar nicht verstanden (zugegeben: hier wird durchgängig Sozialismus und Kommunismus synonym verwendet, was das Verständnis nicht unbedingt erleichtert).
Und wer behauptet denn, dass uns deine Anstrengung etwas wert ist? Es gibt auch genügend Menschen, die aus anderen Gründen als purem Eigennutz Leistung erbringen.
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Wie kann der Staat Angebot und Nachfrage bestimmen?
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Muss er im Sozialismus nicht.
Muss er nicht einmal in einer Planwirtschaft (ja, da besteht ein Unterschied).
Du hast Planwirtschaft missverstanden. Nicht der Staat bestimmt Angebot und Nachfrage, er sieht sie vorher und plant die Wirtschaft entsprechend.
Die logische Konsequenz ist die, dass ein idealer Kommunismus nicht existieren kann, da der Staat nun einmal nicht perfekt im Voraus planen kann.
Das heißt übrigens nicht, dass ein reiner Kapitalismus besser ist. Dort geht es den Leuten mindestens genau so mies, wenn es mit der Wirtschaft bergab geht. Er benötigt lediglich einen kostengünstigeren Staatsapparat und funktioniert effizienter, weil eben der Markt an Stelle des Staates reguliert.
Die Effizienz kommt mit einem Nachteil: Dem Markt ist scheißegal, wer da gerade verhungert.
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Wie kann eine demokratische Wirtschaft funktionieren, wenn der Großteil einfach nicht weiß, wie Wirtschaft funktioniert und es auch nicht wissen will? Wird dann ein Komitee gegründet? Und wie wird dieses Komitee überprüft
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Das könnte man grundsätzlich auf jeden Fachbereich der Politik anwenden, also warum nicht gleich Anarchie?
In der Regel gibt es für jedes Fachgebiet zahlreiche voneinander unabhängige Organisationen und Experten, die sich gegenseitig auf die Finger schauen. Irgendwo muss man denen als Laie auch einfach vertrauen, sonst funktioniert nichts mehr.
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und wie will man es aufhalten, wenn es die Wirtschaft kontrolliert?
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Inwiefern? Einfach abwählen.
Momentan läuft es übrigens umgekehrt: Die Wirtschaft kontrolliert die Politik. Da kann man sich leider nicht so leicht raus befreien.
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Außerdem, wer will eigentlich in einem sozialistischen, nicht-materiellem Staat leben
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Dein Verständnis von Sozialismus ist fernab jeder Realität.
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wenn Materialismus den Menschen schon immer viel bedeutet hat? Ich kann es beispielsweise nicht und Milliarden anderen können es ebenfalls nicht. Was ist dann mit denen? Sollen diese Menschen leiden, nur weil man der armen Mehrheit recht machen möchte?
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Moooooment mal. Du beschwerst dich gerade, dass man es der Mehrheit recht machen möchte? Zum Teufel mit dieser Demokratie! Lieber wieder eine Monarchie, da hat die breite Unterschicht nichts mehr zu sagen :mad:
Ach wie war das nochmal? Stimmt ja, in der Zeit der Monarchie war nicht so viel mit freiem Markt :(
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Und wird diese arme Mehrheit auch zufrieden sein mit den Zuständen, die erreicht werden? Oder wird sie sich immer noch ungerecht behandelt fühlen?
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Warum sollte sie?
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Wie legitimiert der Sozialismus sich eigentlich, wenn Leute gegen diesen vorgehen?
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Wie legitimiert sich der Kapitalismus?
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Schlussendlich wird es darauf hinauslaufen, dass Menschen sterben müssen, damit diese Gesellschaft noch funktioniert
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Mir ist irgendwie entgangen, wann du angefangen hast, vom Kapitalismus zu sprechen ;)
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allerdings arbeitet der Sozialismus in Richtung Dystopie
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Begründung?
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während der Kapitalismus jeden glücklich macht, der Geld will, und so gut wie alle Menschen dieser Welt gieren nach Geld, auch wenn es nicht zum guten Ton gehört, dies zuzugeben.
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=DDD
FDP Wähler detected
Stimmt, die Menschen in Afrika wollen kein Geld, deshalb geht es denen so dreckig.
So verträumt kann doch nur ein BWL Student sein.
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Originally Posted by Unick
Wie kannst du überhaupt sagen, dass du auf dem Boden der Tatsachen bist wenn du dich mit Obama vergleichst? Die Unterschiede fangen doch beim Alter und der Lebenserfahrung an und gehen über Karriere, Abstammung und Bekanntenkreise weiter. Du hast doch fast schon ein Diplom. Kannst du keine zwei Schritte denken?
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Letztendlich sind wir alle nur Menschen.
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Aber Spaß beiseite. Warum glaubst du an die Lüge dass Vollbeschäftigung möglich und auch wünschenswert ist?
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Beides trifft nicht zu. Und da haben wir das Problem.
Wenn nicht alle Arbeit haben, dann gibt es zwei Möglichkeiten.
1. Diejenigen, die keine haben, verrecken
2. Diejenigen, die welche haben, finanzieren die anderen mit
Eine davon ist menschenverachtend, die andere ist der Sozialismus bzw. Mischformen ;)
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Originally Posted by esportiler
Wir haben keine Früher, sondern Volksvertreter... die ironischerweise das Volk nicht vertreten.
Das politische System ist eine Katastrophe doch überleg dir ein besseres und versuch es durchzubringen? Deine kindliche Vorstellungen von der Welt sind Teil des Problems und keine Lösung. Eine direkte Demokratie ist nicht umsetzbar und frei würde dadurch nicht jeder werden, weil: Demokratie ist die Herrschaft der Mehrheit über die Minderheit.
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Da liegst du falsch. Auch in einer Demokratie muss die Freiheit der Minderheit geschützt sein. Absolute Freiheit ist ohnehin realitätsfern und dystopisch zugleich.
Seine Vorstellungen sind gar nicht mal all zu kindisch und eine Weltwährung wäre in der Tat ein Fortschritt. Davor müssen aber noch zahlreiche andere Dinge geschehen.
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Originally Posted by TonyM0ntana
Nur wird sowas NIE möglich sein. Dadurch müsste man alle Staaten abschaffen, viel Spaß dabei. Außerdem würde das allein aus Logistischen Gründen nicht möglich sein.
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Wo wären die logistischen Probleme?
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Alle prangern hier den Kapitalismus an, was wäre denn eine Alternative?
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Sozialismus.
Nein, das ist keine Planwirtschaft, es bedeutet lediglich, dass man Menschenleben nicht von der Willkür des Marktes abhängig macht.
Im Grunde kann man das schon mit einer sozialen Marktwirtschaft erreichen, die durchaus im Bereich des Möglichen liegt.
Nein, in DE haben wir atm keine.
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Originally Posted by xtr3mb0b
1. Kommunismus führt praktisch immer zu einer Diktatur, zudem sorgt er für den kompletten wirtschaftlichen Ruin eines Landes.
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Tut er nicht und tut er nicht. Belege?
Ach ja, kann man ja gar nicht erbringen, dafür müsste man empirische Quellen haben. Zu schade, dass es noch nie wirklichen Sozialismus auf der Erde gab.
Und selbst die
nicht-sozialistischen Planwirtschaften der Vergangenheit wie die DDR haben
nicht unbedingt fehlgewirtschaftet. In direkter Konkurrenz zum Kapitalismus wird der Sozialismus und alles, was dessen Ideologie als Vorwand missbraucht, immer verlieren, das ist klar. Der Markt ist nun einmal effizienter, besonders, wenn einem Menschenleben nichts wert sind.
Das heißt aber nicht, dass er wünschenswerter ist.
Mal als kleiner Vergleich: In der DDR war es sicher nicht die beste Atmosphäre und man hatte nicht viel Kaffee und Bananen, das stimmt wohl. Aber anders als in den USA musste dort niemand hungern.
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2. Wo gibt es im Kapitalismus Überangebote oder Übernachfragen?? Das sind Hauptmerkmale der Planwirtschaft, niemals aufgepasst im unterricht?
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Wir haben ein massives Überangebot. Es landet halt nur im Müll, anstatt an die Orte geschickt zu werden, wo es benötigt wird.
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Allerdings ist das einfach ein Witz, wie manche hier Deutschland und Amerika so darstellen als wären es die reinsten Schurkenstaaten, die die Meinungsfreiheit unterdrücken und im Grunde nicht mal mehr demokratisch und obendrein unsozial sind.
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Du willst die USA ja wohl kaum als sozial bezeichnen?!
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Originally Posted by Humfrick
Wenn es im Kommunismus "Obere Leute" gibt, die Kapitalismus betreiben, ist es kein Kommunismus mehr.
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Richtig. "Obere Leute" widerspricht einer klassenlosen Gesellschaft schon im Ansatz.
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Originally Posted by pioder
1.Leider sind alle Kommunistischen Staaten gescheitert, gebe ich dir Recht, aber man hat sie einfach falsch umgesetzt.
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Man hat sie gar nicht umgesetzt.
Es waren grausame Regimes, nichts weiter. Der Sozialismus (bzw. die Planwirtschaft wohl eher) lässt sich nun einmal super missbrauchen, um eine Diktatur aufzubauen, das ist Fakt.
Die freie Wirtschaft hat, wie man heutzutage sehr gut sehen kann, die Politik absolut im Würgegriff. Fehlt dieser externe Einfluss, hat die Politik natürlich umso mehr Macht. Das heißt nicht unbedingt, dass aus einem sozialistischen Staat zwangsläufig eine Diktatur folgt. Es ist lediglich leichter, eine zu errichten, wenn einem die Wirtschaft nicht einfach dazwischen funken kann.
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Merkmal: es gibt keinen Wettbewerb. und ohne wettbewerb gibt es keine innovation, kein wirtschaftswachstum und das gesamte Land geht vor die Hunde.
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Erstmal ist natürlich wichtig, dass du hier von Kommunismus, Planwirtschaft redest. Nicht, dass das hier einer mit Sozialismus verwechselt, der nicht zwingend mit dem Fehlen von Wettbewerb einhergeht.
Außerdem ist deine Prämisse falsch: Wettbewerb ist nicht der einzige Grund für Wachstum, Fortschritt und Innovation.
Auch in der DDR gab es ein positives Wirtschaftswachstum von 4%.
Zu vergessen wäre auch nicht, dass im Kapitalismus jeglicher Innovation, die nicht gewinnbringend ist, nahezu alle Chancen genommen werden.
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Alles in der Natur ist ein stehter Wettbewerb, die Evolution existiert nur wegen dem Wettbewerb der einzelnen Tierarten. Den Wettbewerb wegzunehmen ist mit Abstand das Dümmste was man tun kann
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Ach, ist es das?
Falls es dir nicht aufgefallen ist: Wir haben keinen Wettbewerb mehr, wir sind die dominante Spezies. Und hier oben gefällt es mir ganz gut.
Ja, in der Natur herrscht Wettbewerb. Und die Natur ist grausam. Ich möchte nicht verhungern, weil jemand anderes mit weniger Schlaf und Geld auskommt als ich.
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2. Freie Marktwirtschaft gleicht jegliches Überangebot durch automatische Senkung des Marktpreises aus.
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Der niedrigere Preis sorgt nicht für ein geringeres Angebot, er erhöht die Nachfrage, sodass das Gleichgewicht wiederhergestellt wird.
Das bedeutet nicht, dass damit eine Überproduktion beseitigt wurde. Es wurde lediglich eine Konsumgesellschaft geschaffen, die mehr verbraucht, als sie braucht.
Ich habe fertig.