Spannend wie man immer wieder nur "schwarz" und "weiß" sieht. Entweder total vegane Ansichten oder total dagegen, weil schädlich, unethisch, usw.
Wie wäre es denn einfach mal mit einer "grauen" Ansicht?
Es ist einfach Fakt, dass der Mensch "ein Parasit" ist oder wenn man es "neutraler" ausdrücken will: Unser Überleben wird dadurch gesichert, dass wir unsere Umwelt so formen wie wir am einfachsten damit klar kommen (oder es zumindest versuchen).
Das sollte jedem halbwegs denkendem Menschen klar sein. Tiere machen das nicht anders. Biber bauen Dämme, Vögel bauen Nester, Füchsen jagen statt die Energie kostspielig aus Pflanzen zu gewinnen, etc.
Jedes Tier möchte sein Überleben sichern und dabei möglichst "wenig Energie" verbrauchen. Dass Fleisch so Mainstream geworden ist, ist also kein Wunder. Es nützt uns. Denn egal was man sagt. Es sollte sich jedem erschließen, dass Fleisch viele essentielle Bausteine, die wir für unseren Körper brauchen schon in passender Form beinhaltet.
Wenn Fleisch so "unnahrhaft/giftig/whatever" wäre, dann gäbe es wohl keine Fleischfresser. Die Evolution macht auf lange Sicht nichts, was keinen "Sinn" hat.
Damit möchte ich jetzt weder die Fleischfresser angreifen noch die Veganer. Ich möchte damit weder über Ökostrom urteilen noch über Atomenergie. Ich will damit weder Kriege gut heißen noch Hilfsorganisationen. Ich prangere weder Frauenrechte an noch Feminismus.
Bei allen diesen Debatten sollte man sich nur immer eines vor Augen halten:
Der Natur ist es scheiß egal was wir als Spezies machen, solange wir als Spezies überleben. Alles andere interessiert die Evolution null. Daher finde ich auch immer wieder das Argument ala "Wir machen die Natur kaputt" lustig. Die Natur ist nicht "kaputt machbar". Selbst wenn der Planet im Worst-Case unbewohnbar wird. Das juckt niemanden außer uns. Die "Natur" merkt davon wenig. Es wird weiterhin Berge, Täler, Flüsse, Vulkane, etc. geben. Die Sonne wird weiterhin aufgehen und unter gehen. Das Universum wird weiterhin expandieren.
Es juckt einfach niemanden außer uns was wir hier tun. Und genau hier möchte ich auch ansetzen und das versuche ich auch jedem immer wieder klar zu machen, wenn es um irgendwelche "subjektiven Fragen" geht:
Lebt so wie ihr es für richtig haltet, aber lebt dann auch mit den Konsequenzen.
Wenn ihr gerne ein Teil der Mafia seid, nur zu. Aber dann müsst ihr auch mit den Konsequenzen leben, dass euch jeder dritte nach dem Leben trachtet.
Wenn ihr gerne Fleisch futtert, nur zu. Aber dann müsst ihr auch mit den Bildern, Videos und Fakten rund um das Thema klar kommen.
Wenn ihr gerne auf Tiere verzichtet, nur zu. Aber dann müsst ihr auch damit klar kommen, dass die Nährstoffe, die ihr sonst durch tierische Produkte herbekommt woanders herkommen müssen und selten rein pflanzlich sind, sondern teilweise synthetisch hergestellt.
Und bevor mich jetzt wieder ein paar "tot diskutieren". Nein ich will immer noch niemanden anprangern. Ich will nur, dass die scheiß Menschheit endlich für das einsteht was sie tut. Wir (ich schließe mich dabei nicht aus) sind Meister darin die Konsequenzen zu ignorieren, auch wenn wir mit den Konsequenzen eigentlich gar nicht leben wollen.
Bestes Beispiel sind immer die Umfragen ala "Würdest du XYZ tun?" und das damit zu vergleichen wie viele es dann wirklich tun. Die Menschen sind nicht dumm oder naiv. Wir ignorieren nur gerne die Langzeitfolgen.
Daher egal wie dieses Thema wieder eskaliert. Alles was ich dazu los werden will, ist:
Tut was ihr für richtig haltet, aber tut es bewusst!