Register for your free account! | Forgot your password?

 

Zelda: Breath of the Wild - Morddrohung und DDOS für schlechtere Kritik

1 Comment - Tag: KOMMENTAR, KRITIK, ZELDA
Mar 19 - 12:15, by Toshio Riko


Zelda: Breath of the Wild - Morddrohung und DDOS für schlechtere Kritik
Dass Zelda: Breath of the Wild ein gutes Spiel ist, lässt sich kaum abstreiten. Wie gut es ist, das wird jeder für sich selbst entscheiden müssen. Wer vor dem Kauf unentschlossen ist, der verlässt sich nur allzu gerne auf die Kritiken der großen Redaktionen, um mehr über ein Spiel im Detail zu erfahren. Auch wenn beim aktuellen Ableger der Metascore bei über 96 liegt, heißt das noch lange nicht, dass jeder dieser Meinung sein muss. Sollte auch nicht so sein. So sah es auch der freie Redakteur Jim Sterling, der auf seiner Seite thejimquisition.com ein Review zu Breath of the Wild veröffentlichte. Dieses fiel nicht so positiv aus wie die anderen. Dies hat er auch durchaus gut begründet. Und dennoch sieht sich ein riesiger Teil der Fangemeinde von Zelda persönlich angegriffen, so sehr, dass Jim nicht nur wüste Beleidigungen und Morddrohungen hinnehmen musste, sondern seine Seite wurde gleich mit geddost. Ziemlich viel Wirbel für ein Spiel, welches ruhig ein paar kritischere und weniger positive Meinungen gut verkraften kann. Dank der marginal schlechteren Rezension, so die Fans, sei Breath of the Wild nun auf einen Metascore von 96 gefallen (vorher wohl 97), obwohl die Bewertung von Jim im aktuellen Ranking nicht einmal berücksichtigt wird. Dennoch wird ihm vorgeworfen, dass das Review eher von einem wütenden Ex-Mitarbeiter stammen muss als von Jim selbst. „Oder was auch immer Nintendo dir angetan hat“.


Aber, als kleines Appell an alle Zelda-Fans: Bei einer Kritik geht es immer noch um die Vermischung von objektiver und subjektiver Meinung. Um genauer zu sein handelt es sich bei der Kritik um einen Bericht, Kommentar, Interpretation und Reportage zusammen. Der Sinn der Kritik besteht nicht darin, etwas, was von der Masse als „Überragend“ empfunden wird, auch als überragend zu empfinden. Es geht darum, seine Meinung basierend auf Fakten darzustellen, missfallen an etwas zu argumentieren und gutes anzumerken. Eine Kritik also ohne subjektive Meinung wiederzugeben ist schier unmöglich, es sei denn, die Meinung ist nicht die eigene, sondern eine gekaufte oder bereits im Vorfeld manipulierte.


Irrelevant ob man ein Buch, Film, Konzert, Show oder eben ein Spiel kritisiert, kann kein Mensch auf der Welt die gleiche Meinung, den gleichen Geschmack oder Wahrnehmung teilen wie ein anderer. Jeder fühlt und erlebt Ereignisse, Taten und Reize etwas anders. Wäre dem nicht so, gäbe es nichts zum Differenzieren, alle würden das gleiche glauben, denken, sehen, wollen, spüren… Wenn man denn dann überhaupt noch von einem Gefühl reden könnte. Meinungen und Gegenmeinungen sind in unserer Gesellschaft wichtiger denn je. Und gerade bei einem Spiel, das eine so derart, fast ausschließlich positive Rückmeldung seitens der Presse erhält, ist es nicht nur erfrischend, sondern auch durchaus wichtig und mutig, einen anderen Standpunkt einzunehmen. Denn die Kritik erfüllt hier in erster Linie die Aufgabe, den Interessenten die verschiedensten Aspekte eines Spieles aufzuzeigen, um ihm ein möglich breites Spektrum an Pros und Contras zu bieten, wodurch er sich ein eigenes Bild machen kann, bevor er das Spiel selbst kauft. Und dennoch kann es passieren, dass eben dieser Spieler eine wieder völlig andere Wahrnehmung von dem Spiel vermittelt bekommt, als von den Kritiken, die er gelesen hat.

Wichtig bei einer Kritik ist es natürlich, wie bei Kommentaren und vor allem bei Artikeln, nicht falsche Aussagen zu tätigen, zu verzerren oder gar gänzlich etwas fälschen. Wichtig ist es auch zu beachten, dass eine Kritik nicht dazu dient, jemand oder etwas „bloßzustellen“, sondern, bei einer guten Kritik, auch Urteile, die helfen, sich oder etwas zu verbessern. Somit ist auch eine negative Kritik, so paradox es klingt, fast immer positiv gemeint. Man soll schließlich auch als Kritisierter für sich selbst Schlüsse daraus ziehen können, was ich beim nächsten Mal besser machen kann.

Und genau das ist es, was anscheinend einige Fans von Zelda außer Acht lassen. Und wir reden hier nicht von einer Handvoll, sondern von einer unfassbar großen Masse, die auf Jim Sterling "los ging". Sobald etwas nicht in ihr Meinungsbild passt, ist es falsch, abwertend, beleidigend, unnötig, nicht von Bedeutung. Dieses Problem kommt natürlich nicht nur bei Kritiken vor, sondern auch in der realen Welt. Politik, Wirtschaft, das allgemeine Leben. Im Beruf, unter Freunden.

Und dennoch muss ich sagen, dass ich es in diesem Ausmaß bei einer Spielkritik noch nie erlebt habe. Deswegen, an alle, die das hier lesen sollten und auch vielleicht denken, dass so eine Kritik „nicht von Bedeutung ist und man sich die besser hätte sparen sollen“, bedenkt bitte, dass unterschiedliche Meinungen nicht nur wichtig, sondern auch förderlich in unserer Welt sind. Das gilt auch bei Spielen. Abgesehen davon kann man es nie jedem recht machen. Weder die Entwickler den Spielern noch der Kritiker seiner Leserschaft. Aber wenn euch etwas nicht passt, haltet eure eigene Kritik konstruktiv. Nur so kann etwas verändert werden.


Was haltet ihr davon? Wie steht eure Meinung zu dem aktuellen Geschehen um die schlechtere Kritik über Zelda: Breath of the Wild? Lasst es mich wissen.



Forum Categories

News & More
General
General Gaming
Popular Games
The Black Market
Shooter
MMORPGs
Other Online Games
Coders Den
Artists Den
Hardware
Off-Topics

Bitcoin Ethereum Litecoin Ripple Bitcoin Cash Paymentwall

Support | Contact | FAQ | Advertising | Privacy Policy | Terms of Service | Abuse
Copyright ©2026 elitepvpers All Rights Reserved.