
Seit einigen Tage geht Facebook mit neuen Mechanismen gegen sogenannte Fake Accounts vor, dies begründet der US Konzern durch das verstärkt auftretende Problem der ergaunerten „Like“ Angaben auf Produkt- sowie Firmenseiten. Nicht nur die Verfälschung der Nutzerzahlen sowie der Statistiken ist Facebook ein Dorn im Auge, sondern vielmehr der Rückgang der Werbetreibenden.
Facebook wurde bis zum Börsengang am 18. Mai ausschließlich durch die Einnahmen der Werbesparte finanziert. Seit der Notierung an der US Börse kam zu den Finanzierungsquellen auch noch der Aktienhandel hinzu. Trotz alle dem, ist die Einnahmequelle Werbung unabdingbar für Facebook.
Aufgrund der Verfälschung und den günstigen Einkauf von „Likes“ für eine Facebook Präsenz verliert die Werbesparte immer mehr an Kunden.
Durch die Fake-Accounts steigt die Zahl der Nutzer, welche nicht auf Werbung klicken imens an, was für Facebook ein großes Problem darstellt, da die Werbetreibenden pro Klick auf ihre Anzeige bezahlen müssen. Die Bots achten jedoch nicht auf diese Anzeigen geschweige denn klicken sie darauf. Dennoch verursachen sie ähnliche Kosten wie ein "normaler" Nutzer, der im Gegensatz zu den Bots auf Werbung klickt und Facebook somit Geld einspielt.
Um gegen diese Entwicklung vorzugehen, implementierte der Konzern vor wenigen Tagen ein neues System, welches automatisiert gefälschte Accounts sowie deren „Gefällt Mir“ Angaben auf Seiten löscht. Die Analysen Website „PageData“ hat den immensen Rückgang der Like Angaben auf den Facebook Seiten von FarmVille und Texas HoldEm Poker dokumentiert und festgestellt, dass FarmVille 46.000 „Likes“ und Texas HoldEm Poker ganze 96.000 Fans verloren hat.
Die Verantwortlichen dieses neuen Systems gaben jedoch bekannt, dass gegen Seiteninhaber mit gefälschten „Like“ angaben nicht weiter vorgegangen wird. Dies begründet sich höchstwahrscheinlich aus wirtschaftlichen Vorwänden, da man mit Sicherheit keine größeren Kunden verärgern geschweige denn ausschließen will. Zudem kann man die gefälschten „Likes“ nur schwer auf die Seiteninhaber zurückführen, da diese meist von Drittanbietern mit sogenannten „Bots“ ergaunert werden.