Um allerdings von CD booten zu können, ist ein kleiner Eingriff ins BIOS notwendig.
Drücken Sie beim Start die Taste, die notwendig ist, um das BIOS aufzurufen. In den meisten Fällen ist das die Taste [Entf].
Anschließend erscheint ein blauer Bildschirm mit einigen englischsprachigen Einträgen. Im Normalfall findet sich die gewünschte Einstellung unter Advanced Options oder einem ähnlich klingenden Menüpunkt.
Suchen Sie in den Advanced Options nach dem Eintrag First Boot Device. Bewegen Sie den Cursor mit den Pfeiltasten auf diesen Eintrag. Meist erscheint er dann rot hinterlegt.
Schreiben Sie sich unbedingt den aktuellen Eintrag von First Boot Device auf, damit Sie ihn später wieder auf den alten Wert stellen können.
Dann stellen Sie den Eintrag für First Boot Device auf CD-ROM um. Achten Sie auf den Hinweistext in Ihrem BIOS. In vielen Fällen können Sie diese Werte mit den [+] und [-]-Tasten oder nach einem Tastendruck auf [Return] mit den Pfeiltasten umstellen.
Danach drücken Sie [Esc] und wählen die Option zum Speichern und verlassen des BIOS. Danach wird der Rechner neu gestartet und booted von der CD.
Nach der Installation sollten Sie wie beschrieben wieder auf den ursprünglichen Eintrag zurückschalten.
Das ist der Schritt damit du von der CD bootest
Festplatte partitionieren
Üblicherweise wird die Festplatte in mehrere 'Partitionen' unterteilt. Außer für spezielle Zwecke sollte normalerweise keine Partition kleiner als 4 GByte sein, besser sind mindestens 40 GByte. Bei größeren Festplatten empfiehlt es sich, für jedes Betriebssystem eine eigene Partition einzurichten und eine weitere Partition für Daten vorzusehen. Installieren Sie nur ein Betriebssystem, wird die Festplatte meistens in zwei ähnlich große Partitionen eingeteilt, die dann unter Windows zu den Laufwerken 'C:' und 'D:' werden.
Empfehlenswert ist, auf der Betriebssystempartition (meistens Laufwerk 'C:') die Programmdateien zu installieren und alle eigenen Dateien auf der Datenpartition (meistens Laufwerk 'D:') zu speichern. Diese Trennung von Programmdateien und eigenen Dateien (Dokumente, Daten, ...) bietet zwei wichtige Vorteile: Eine Datensicherung (siehe unten Backup) wird erheblich erleichtert, und ein Update, ein Wechsel auf eine neuere Windows-Version oder eine Neuinstallation des Betriebssystems kann wesentlich leichter und vor allem gründlicher erfolgen, da einfach die gesamte Betriebssystempartition komplett gelöscht und neu 'formatiert' werden kann, so dass mit Sicherheit keine übrig gebliebenen 'Reste' ungewollt Instabilitäten verursachen können. Das Installieren einer neueren Windows-Version über eine bereits bestehende Windows-Version führt oft zu Problemen und sollte vermieden werden.
Normalerweise wird während der Windows-XP-Installation auch die Festplatte partitioniert. Soll die Partitionseinteilung nachträglich geändert werden, empfiehlt sich die Benutzung anderer Partitionierungstools, wie z.B. Acronis Partition Expert.
Soll als zweites Betriebssystem Linux installiert werden, sollte der dafür vorgesehene Festplattenbereich nicht mit der Windows-XP-CD partitioniert und erst recht nicht formatiert werden. Dies sollte von der Linux-Installations-CD aus erfolgen.
Es gibt verschiedene Partitionstypen:
Primäre Partition Davon sollte es pro Festplatte höchstens eine geben, die meistens die erste Partition ist und auf der meistens das Hauptbetriebssystem installiert wird (meistens Laufwerk 'C:')
Erweiterte Partition Enhält keine Daten, sondern dient lediglich als Behälter für 'logische Laufwerke'
Logische Laufwerke Davon können innerhalb einer 'erweiterten Partition' beliebig viele angelegt werden
Das Ergebnis der Partitionierung wird übersichtlich angezeigt unter: 'Start' | rechter Mausklick auf 'Arbeitsplatz' | 'Verwalten' | 'Datenspeicher' | 'Datenträgerverwaltung'. Dort kann auch ein Laufwerksbuchstabe geändert werden unter: entsprechendes 'Volume' markieren | 'Aktion' | 'Alle Tasks' | 'Laufwerkbuchstaben und -pfade ändern...'.
Unter Umständen müssen Maximalgrößen beachtet werden. Die üblichen so genannten 'Basisdatenträger' mit 'primären' und 'erweiterten' Partitionen sowie 'logischen Laufwerken' erlauben theoretisch bis 2048 GByte pro Partition. Größere Partitionen sind erst mit dem neuen noch wenig verbreiteten Partitionierungsschema 'dynamischer Datenträger' möglich, welches dann auch mehrere Platten zu einem Dateisystem zusammenfassen kann ('Spanned Volumes').
Viele Partitionierungs- und Formatierungstools haben eigene Grenzen. FDisk.exe und Format.com kennen nur FAT16 und FAT32, können FAT16 bis zur Partitionsgröße von 2 GByte einrichten und haben bei FAT32 ab 64 GByte Berechnungprobleme. Bei den ersten Versionen des eigentlich neueren Windows XP ist die FAT32-Grenze sogar noch niedriger: 4 GByte für FAT16 und nur 32 GByte für FAT32. Aber unter Windows XP sollte ohnehin das stabilere Dateisystem NTFS bevorzugt werden, womit größere Partitionen angelegt werden können und einzelne Dateien größer als 4 GByte sein können. Allerdings kann Windows XP erst ab dem SP1 (Service Pack Version 1) mit Festplatten mit einer Gesamtgröße von mehr als 128 GByte korrekt umgehen.
Voraussetzung für den Einsatz großer Festplatten ist ein aktuelles Mainboard-BIOS, das damit umgehen kann, sonst können nur 8 GByte oder weniger genutzt werden.
Übrigens gibt es auch beim RAM-Speicherausbau Grenzen: Das Mainboard, der verwendete Controller-Chip und das BIOS begrenzen den maximal möglichen Ausbau (z.B. i815 auf 512 MByte und i865 auf 4 GByte). Unter Windows 9x und ME können nicht mehr als 512 MByte genutzt werden. Windows 2000 und die üblichen 32-bit-Versionen von Windows XP und Linux können nicht mehr als ca. 3,4 GByte nutzen, da darüber der PCI-Adressbereich eingeblendet ist. Lediglich die teuren 32-bit-Windows-Server-Varianten kommen per PAE (Physical Address Extension) auf 64 GByte. Aber selbst dann stehen pro Applikation höchstens 2 GByte zur Verfügung (ohne der schwierigen /3GB-Option). Erst mit 64-bit-CPU (z.B. AMD Athlon 64, Athlon 64 FX, Opteron oder Intel Itanium), 64-bit-Betriebssystem und 64-bit-Anwendungsprogrammen können theoretisch 1024 GByte genutzt werden. Allerdings ist Windows XP Professional 64-Bit Edition auf 16 GByte RAM beschränkt, erst einige der Server-Versionen erreichen höhere Grenzen.
Das ist jetzt ein wenig viel aber es sollte dir auf jeden Fall helfen
