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Leistungsdruck in unserer Gesellschaft?

Discussion on Leistungsdruck in unserer Gesellschaft? within the Off Topic forum part of the Off-Topics category.

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Old   #1

 
kovuus's Avatar
 
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Leistungsdruck in unserer Gesellschaft?

Da wir nun einen Politics and Society Bereich haben, fällt mir doch gleich ein kleines Diskussionsthema ein.
Seit längerer Zeit ist dieses Thema auch in den Medien präsent und viele junge Menschen klagen darüber: Leistungsdruck. Im Zuge einer Weiterbildung im Bereich Psychologie und Gesellschaftswissenschaften, habe ich mich mit einer kleinen Gruppe von Menschen mit dem Thema Leistungsdruck auseinandergesetzt. Viele Medien prangern an das unsere Gesellschaft so schnell voran schreitet, dass es jungen Menschen schwer möglich ist sich richtig auszuleben. Junge Erwachsene, die in der Oberstufe eines Gymnasiums auf die Frage nach ihrem Traumberuf einen Handwerksberuf angeben, werden oft etwas merkwürdig angesehen.
Wer von euch kennt den Satz nicht: "Ich muss schnell mein Abitur machen, am besten mit 2,0 oder besser, um Jura oder Medizin studieren zu können. In anderen Berufen kann man ja eh nicht genug Geld verdienen, um sich ein gutes Leben zu ermöglichen."
Oft haben diese Jungen Erwachsenen aber Begabungen im künstlerischen oder handwerklichen Bereich, welche dann oft nicht genutzt werden. In Deutschland gibt es heute so viele Akademiker, wie nie zuvor, dafür aber immer weniger Menschen die einen handwerklichen Beruf ergreifen.
Aber warum sehen sich Junge Erwachsene immer öfters dazu verpflichtet einen akademischen Abschluss zu erreichen und bestenfalls mit 30 die erste Millionen auf dem Konto zu haben?

Ein Mitglied der oben genannten kleinen Gruppe war eine Medizinerin im Alter von 28 Jahren. Während dieser Diskussion hat sie uns einen kleinen Einblick in ihr Leben gegeben. Für sie beginnt der Tag meist um 4 Uhr morgens und endet gegen 11- oder 12 Uhr abends. Sie sagte uns das es mittlerweile so viele Studenten, der Medizin gibt, dass sie, sofern sie nicht unglaubliches Talent/Glück hat oder eine hohe Summe an Überstunden arbeitet, schnell ihren Job verliert. Irgendwann während des Gespräches sagte sie uns dann, dass sie eigentlich gerne Grafik Design studiert hätte, aber ihre Eltern auf ein Medizin Studium bestanden hätten, um ihr später ein besseres Leben zu garantieren und ihr 1,0 Abitur nicht zu "verschwenden".

Im Verlauf unserer Arbeit ist uns dann aufgefallen das genau diese Menschen, oft unter dem Leistungsdruck zusammenbrechen. Aber nicht nur Medizin hat dieses "Problem", denn in Deutschland gibt es ca. 120.000 arbeitssuchende Juristen. Auch hier heißt es oft, vor 11 Uhr abends nach Hause gehen ist nicht drin.
Viele dieser Akademiker, aber auch die immer kleiner werdende Zahl von Arbeitnehmer im handwerklichen Bereich, fühlen sich von der Gesellschaft abgehängt. Der Leistungsdruck ist oft zu viel für sie und die niemals ruhende Gesellschaft macht ihnen das Leben nicht leicht.
Ewig kann dieser Leistungsdruck in unserer Gesellschaft doch nicht Bestand haben, oder doch?

Vor einiger Zeit hat mir mal ein Professor gesagt "Heute muss ein Mensch mit 1,0 Abitur auf die Welt kommen und bestenfalls mit 23 fertig mit dem Studium sein. Das alles klingt ja noch "einfach", aber wenn es dann darum geht einen Job zu finden, muss dieser 23 jährige Mensch bestenfalls schon 20 Jahre Berufserfahrung haben. Wer heute mit über 40 Arbeitslos wird, für den ist es oftmals ab diesem Punkt nahezu unmöglich einen Job zu finden."
Was denkt ihr zu diesem Thema und was sind eure Erfahrungen?


„Ich glaube, dass Kinder und Erwachsene etwas leisten wollen.
Ich glaube, dass das Wort Leistungsdruck aufkam, nicht weil
Leistung an sich gehasst wird, sondern fremd verlangte Leistung,
die nicht mit inneren Bedürfnissen vebunden ist.“ - Ruth C. Cohn
kovuus is offline  
Old 01/17/2017, 06:39   #2

 
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Meine Meinung zu der Aussage des Textes.
Subjektive Ansicht
Wer das Denken und fühlen nicht gelernt hat wird sich tot arbeiten ohne zu merken das er es in der Hand hat..
Hausgemachte Probleme.
Selbständig denken hilft.
nÂsty. is offline  
Old 01/17/2017, 07:05   #3

 
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Originally Posted by nÂsty. View Post
Meine Meinung zu der Aussage des Textes.
Subjektive Ansicht
Wer zu blöd ist um zu reflektieren soll sich tot arbeiten.
Hausgemachte Probleme.
Selbständig denken hilft.
Vorab danke für deine Antwort, freue mich, wenn wir eine Diskussion führen können
Nun zu deinem Beitrag. Natürlich ist der Beitrag subjektiv geschrieben, und wie erwähnt eine Zusammenstellung verschiedener Eindrücke die ich gesammelt habe. Trotz allem, wenn dieses Thema nicht existieren würden, sind ca. 766.000 verschiedene Suchergebnisse auf Google falsch. Außerdem sind nach deiner Aussage alle Menschen, die unter Leistungsdruck leiden, blöd und unfähig zu reflektieren. Diese Aussage halte ich für unsachlich, kritisch und schlicht nicht korrekt.

Sofern du dich innerhalb der letzten Jahre ab und an mal mit dem Thema beschäftigt hast, sollte dir auch aufgefallen sein das mittlerweile teilweise so viel Druck auf jungen Menschen herrscht, dass diese als Schüler schon einen Blackout haben. Ich würde mich freuen, wenn du sachlich über dieses Thema diskutieren willst.


Quote:
Originally Posted by nÂsty. View Post
Wer zu blöd ist um zu reflektieren soll sich tot arbeiten.

Diese Aussage halte ich für verwerflich. Halte diese Sichtweise für einschränkt, unpassend und werde mich auch nicht weiter mit dieser Aussage beschäftigen und verweise dich auf die Regeln dieser Sektion.


Sollte dir das Thema nicht ganz präsent sein, Google eine Runde dort findest du wie oben schon erwähnt Hunderttausende Artikel zu dem Thema.
kovuus is offline  
Old 01/17/2017, 07:20   #4

 
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Falls ich dich verletzt habe tut es mir leid.
Jeder hat seine eigene Empfindung und Wahrnehmung.
Wenn dir die Worte zu hart waren dann liegt es an dir.
Für mich sind es nur Worte.

Natürlich gebe ich dir recht bei meinem vorherigen Post das er viel zu wenig Aussagt.
Mein Post ist nicht in Stein gemeiselt, ich hab das Problem nur verallgemeinert. ( auf eine plumpe weiße)


Der Punkt ist das die Menschen nicht in sich gehen und sich selbst fragen was sie im Leben wollen.
Geld ist kein Glück weil wir dem Geld und dem Prestige nach jagen weil es uns eingeredet wurde.
Bevor wir uns selbst erforscht haben.
Wir fangen erst damit an wenn wir das Geld und den Prestige haben und merken das es uns nicht glücklich macht.
nÂsty. is offline  
Old 01/17/2017, 07:37   #5

 
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Du hast mich auf keinen Fall verletzt keine Sorge Ich selbst habe und hatte nie das Problem unter Leistungsdruck zu leiden, aber mir ist aufgefallen das viele Menschen um mich herum darunter leiden. Mittlerweile gibt es auch spezielle Ausbildungen für Psychologen für genau diesen Bereich um Menschen spezifischer zu helfen, da das Phänomen der Leistungsdruckgesellschaft ein völlig "neues" ist.Finde aber trotz allem das sich dieses Problem nicht in 3 Sätzen verallgemeinern lässt, sonst hätten nicht so viele Menschen diese Existenzängste, Blackouts usw.. Das Problem ist ein Teil unserer Gesellschaft und Wissenschaftlich anerkannt, nur die Frage wie es zu lösen ist nun zu betrachten.
kovuus is offline  
Old 01/17/2017, 07:49   #6

 
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Originally Posted by kovuus View Post
Du hast mich auf keinen Fall verletzt keine Sorge Ich selbst habe und hatte nie das Problem unter Leistungsdruck zu leiden, aber mir ist aufgefallen das viele Menschen um mich herum darunter leiden. Mittlerweile gibt es auch spezielle Ausbildungen für Psychologen für genau diesen Bereich um Menschen spezifischer zu helfen, da das Phänomen der Leistungsdruckgesellschaft ein völlig "neues" ist.Finde aber trotz allem das sich dieses Problem nicht in 3 Sätzen verallgemeinern lässt, sonst hätten nicht so viele Menschen diese Existenzängste, Blackouts usw.. Das Problem ist ein Teil unserer Gesellschaft und Wissenschaftlich anerkannt, nur die Frage wie es zu lösen ist nun zu betrachten.
Stimme ich größten teils zu.

Quote:
Leistungsdruckgesellschaft
Die Gesellschaft wächst und gedeiht viel zu schnell als das sich Systeme so schnell anpassen können.
Bevor man auf irgend etwas Reagieren kann muss erst mal ein Symptom identifiziert werden und die Ursache geklärt werden.
Da gehen schon mal 5 Jahre dahin.
Dann sind noch die Werte und Ideale unserer Eltern veraltet weil sie sich fast gar nicht ändern.
Was ich finde ist man beachtet sich selbst zu wenig als Lebewesen man ist ständig beschäftigt auf irgend etwas zu reagieren oder sich anzupassen nur um ins Muster zu passen.

Kurz gefasst so erkläre ich mir die Probleme und Ängste im Bezug zum Leistungszwang
nÂsty. is offline  
Old 01/17/2017, 14:09   #7
 
mrapc's Avatar
 
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Ich denke schon, das vielen Leuten sehr viel Druck gemacht wird.
Viele Stundenten gerade im Bereich Medizin müssen ja neben dem lernen auch Geld verdienen, was schon stark auslastet.

Ich habe das Glück zu Studieren was mir Spaß macht und glücklicherweise Finanziell abgesichert zu sein, doch daraus will ich nicht schließen das es jedem so leicht fallen kann.
Mein Studium ärgert mich natürlich auch ich denke aber auch das die Ablenkungen zu groß geworden sind, viele Leute stehen einfach auch unter Stress und Druck, weil sie zu viel Zeit verspielen/verzocken, meinen jedes Wochenende zu feiern und Dinge auf zu schieben, so entsteht natürlich auch Leistungsdruck.
Ein Abiturient oder gar Realschüler braucht mir finde ich nichts von seinem Leistungsdruck zu erzählen, das einem der Schulstoff schwer fällt ist normal, das man genervt ist, ist auch komplett normal, aber wirklich unter Leistungsdruck steht man als Schüler nicht.
Man versetze sich mal in die Lage einer Alleinerziehenden Mutter mit einem Job die auch noch alleine die Hausarbeit machen muss, das ist purer Leistungsdruck, nicht 5x die Woche in die Schule zu gehen, seine Hausaufgaben zu machen und hin und wieder eine Klausur zu schreiben, bei der man von 5 in einem Schuljahr 2-3 bestehen muss und den Rest durch ein bisschen einschleimen und rumjammern bekommt.
mrapc is offline  
Old 01/17/2017, 16:56   #8
 
Toshio Riko's Avatar
 
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Wenn ich mir ansehe, welche Anforderungen man in der Schule stellt, bis hin zum Abitur... Leistungsdruck? Naja.

Das ist auch natürlich abhängend vom Bundesland, Hamburg hat wohl eines der einfachsten Abiturprüfungen die ich kenne. Auf meiner alten Schule haben nur 2 von... lass mich Raten und nicht Lügen... 300-400 Schüler nicht bestanden. Einige auch einfach bekifft (Kannte diese Personen persönlich).

Der Leistungsdruck kommt, wenn überhaupt, aus dem Elternhaus. Kein Lehrer hat mir jemals erzählt "DU MUSST DEIN ABI MACHEN SONST DU NIX WERDEN".... auch nicht meine Eltern. Ich spüre keinen Leistungsdruck. Ich mache das, was ich will. Soweit es geht. Klar, manchmal muss man Jobs machen, um über die Runden zu kommen, gerade in meinem Alter, aber ich halte an meinen Zielen fest und bestrebe kein Studium, außer natürlich im kreativen Mediabereich oder im Journalistischem / Marketing. Ich habe das Glück, das ich auf vielen Ebenen viel Spaß habe und dort auch Leistungen abliefern kann, mit dem gewissen Fünkchen Willen. Auch wenn ich es mit der Grammatik nicht so habe wenn es um Journalismus geht, obgleich ich sie auch anwende... nur komm mir nicht mit Pronomen und den Fällen... Objekten, Subjekten etc.

Man muss einem jungen Menschen die Möglichkeit bieten, sich frei zu entwickeln, der Leistungsdruck fängt ja schon, und da kommen wir wieder zurück zur Schule, bei den Noten an. Eltern erwarten beste Noten, Schüler erwarten gute Noten, um sich zu vergleichen. Noten definieren aber nicht das Können eines Schülers, noch spiegeln diese seine Leistungen gerecht wieder. Zeugnisse werden von Jahr zu Jahr unpersönlicher und eine Anmerkung in der 10. Klasse... nur bei absolut schlechten Leistungen oder so herrausragenden Leistungen, die man nur erreichen kann, wenn du von der "Elite" erzogen wurdest, aber auf eine staatliche Schule gehst...

Dann gibt es natürlich noch die andere Schicht, die, die von überforderten Eltern erzogen werden, die nicht ihr Kind die Nutzung des Internets richtig beibringen können und die Kinder lieber Rapsongs zitieren im Unterricht als sich auf die Deutschstunde konzentrieren... nein, das war keine Kritik an Rapsongs, es war nur ein Beispiel, welches ich selber, sogar bei mir noch, erleben durfte. Aber darum dreht es sich hier ja nicht.

Toshio Riko is offline  
Old 01/18/2017, 16:05   #9


 
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Dass der Leistungsdruck aus dem Elternhaus kommt, halte ich für korrekt, allerdings nicht komplett. Es gibt durchaus einen Leistungsdruck, dass nicht jeder davon betroffen ist, sagt nicht aus, dass das Problem nicht existent ist. Ich kenne genügend Leute, bei denen auch die Lehrer einen extremen Druck aufbauen und die Schüler wirklich zur Verzweiflung treiben, mit den Aussagen, die sie tätigen. Wie stark sie die Schüler damit beeinflussen können, vor allem im negativen Sinne, scheint denen häufig gar nicht bewusst oder, im schlimmsten Fall, denn so einen Lehrer kenne ich auch, sogar egal zu sein.

Interessant finde ich z.B den folgenden Brief/ Text:



Sicherlich nicht komplett zutreffend, reicht aber definitiv als Denkanstoß.
Ich persönlich habe selber mitbekommen, wie Teenager in der Schule nen Nervenzusammenbruch hatten, weil sie nicht mehr damit zurecht gekommen sind. Gleichfalls denke ich auch, dass unser Schulsystem nicht so funktioniert, wie es eventuell sollte.

Ich erinnere mich noch gut an einen Freund aus dem Gymnasium, der vor dem Abi zu mir sagte:" Wenn ich nicht mindestens nen Schnitt von 1,5 oder besser habe, war das alles für die Katz". Inwiefern das nun zutrifft ist erst einmal nicht von Belang, interessant ist, dass überhaupt erst solche Gedankengänge entstehen.
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Old 01/23/2017, 20:26   #10
 
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Leistungsdruck wird oft extrem überspitzt dargestellt.

Gibt es ihn? Sicher. Aber in dieser extremen Form? Meiner Ansicht nach nicht.

Ein Blick in die Realität genügt doch. In der Oberstufe eines Gymnasiums sitzt keine Elite. Da sitzen ganz normale Menschen, die auch ein Handwerksberuf erlernen werden. Klar, viele von der Schule wollen nachher sehr viel Geld verdienen, um sich ein tolles Leben zu bereiten. Wollen das nicht so gut wie alle?
Aber wer tut etwas dafür? Die wenigsten.

Würden wir in einer wahrlich extremen Leistungsgesellschaft leben, würde sich dies bemerkbar machen. Davon fühle ich nichts. An einem Gymnasium sind die Gespräche Montagmorgens sowie auch später im Studium stets über die diversen Saufgelage die man hatte. Von denen möchte jeder später einen guten Job, einen gut bezahlten. Aber trotzdem sitzt sich da keiner hin und lernt etwas, oder allgemein: tut etwas. Man hört immer wieder von gewissem Klientel "das ist doch unmöglich zu lernen", "viel zu viel", "denken die ich hab kein leben".... Aber wenn man mal ehrlich ist, liegt es doch einfach an der fehlenden Motivation und Organisation und nicht am vermeintlich exorbitanten Niveau, das man an den Tag legen muss.

Auch den Druck seitens der Eltern gibt es sicherlich, aber dieser wird immer seltener. Wer lässt sich heutzutage noch von seinen Eltern etwas sagen? Diese Autorität lässt immer weiter nach, dies sieht man an ganz vielen Aspekten.

Etliche 1,0er Abiturienten werden bestätigen, dass dieser Schnitt keineswegs mit einer Aufopferung verbunden ist. Es ist immer eine Frage der Motivation und vor allem der Disziplin.
@
Leistungsdruck kann man sich auch selbst machen. Du machst, was du willst, aber deine eigenen Ambitionen stellen schließlich den Druck her.

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Originally Posted by Status View Post
Ich erinnere mich noch gut an einen Freund aus dem Gymnasium, der vor dem Abi zu mir sagte:" Wenn ich nicht mindestens nen Schnitt von 1,5 oder besser habe, war das alles für die Katz". Inwiefern das nun zutrifft ist erst einmal nicht von Belang, interessant ist, dass überhaupt erst solche Gedankengänge entstehen.
Sind halt auch eigene Ansprüche, was ich zum Teil extrem vermisse in unserer Gesellschaft. Alle vegetieren sie nur vor sich hin, alle wollen sie so viel, machen dafür aber nichts...

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Originally Posted by mrapc View Post
Mein Studium ärgert mich natürlich auch ich denke aber auch das die Ablenkungen zu groß geworden sind, viele Leute stehen einfach auch unter Stress und Druck, weil sie zu viel Zeit verspielen/verzocken, meinen jedes Wochenende zu feiern und Dinge auf zu schieben, so entsteht natürlich auch Leistungsdruck.
^Trifft es auch sehr gut.
Odang is offline  
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Old 01/23/2017, 23:36   #11
 
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Originally Posted by Status View Post

Gleichfalls denke ich auch, dass unser Schulsystem nicht so funktioniert, wie es eventuell sollte.
Da bin ich ganz und gar deiner Meinung. Unser aktuelles Schulsystem versagt bezüglich der Methodik und der Kompetenz vieler Lehrkräfte. Das Problem bleibt aber weiterhin: wie sieht die Alternative aus?

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Originally Posted by Status View Post

Ich erinnere mich noch gut an einen Freund aus dem Gymnasium, der vor dem Abi zu mir sagte:" Wenn ich nicht mindestens nen Schnitt von 1,5 oder besser habe, war das alles für die Katz". Inwiefern das nun zutrifft ist erst einmal nicht von Belang, interessant ist, dass überhaupt erst solche Gedankengänge entstehen.
Wenn der- oder diejenige ihr Ziel entsprechend hoch gesteckt hat, kann das durchaus zutreffen. Das hört sich aber eher nach selbstverschuldetem Leistungsdruck an, ist aber in der heutigen Gesellschaft durchaus angebracht. Wer heutzutage erfolgreich sein will, für den heißt es "Friss oder stirb".
NotThatBad is offline  
Old 01/25/2017, 16:51   #12
 
.TanZo's Avatar
 
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Originally Posted by Odang View Post
Klar, viele von der Schule wollen nachher sehr viel Geld verdienen, um sich ein tolles Leben zu bereiten. Wollen das nicht so gut wie alle?
Es geht doch genau darum, dass ein völlig falsches Bild übermittelt wird. Die meisten Kinder und Jugendlichen kommen nicht selbst auf den Gedanken, dass sie viel Geld verdienen möchten, um ein tolles Leben zu führen. Es wird ihnen sozusagen eingeredet, dass es lediglich mit Geld möglich ist ein gutes Leben zu führen. Meistens sieht es dann aber anders aus...


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Originally Posted by Odang View Post
Würden wir in einer wahrlich extremen Leistungsgesellschaft leben, würde sich dies bemerkbar machen. Davon fühle ich nichts. An einem Gymnasium sind die Gespräche Montagmorgens sowie auch später im Studium stets über die diversen Saufgelage die man hatte. Von denen möchte jeder später einen guten Job, einen gut bezahlten. Aber trotzdem sitzt sich da keiner hin und lernt etwas, oder allgemein: tut etwas. Man hört immer wieder von gewissem Klientel "das ist doch unmöglich zu lernen", "viel zu viel", "denken die ich hab kein leben".... Aber wenn man mal ehrlich ist, liegt es doch einfach an der fehlenden Motivation und Organisation und nicht am vermeintlich exorbitanten Niveau, das man an den Tag legen muss.
Du hast zwar teilweise Recht, aber du kennst nur einen winzigen Teil deiner Mitschüler an deiner Schule. Mein Freundeskreis ,während dem Abitur, bestand auch fast ausschließlich nur aus welchen, die oft feiern gegangen sind und wenig für die Schule gemacht haben. Das Problem hierbei ist, dass du aber nicht die anderen berücksichtigst. Es gab auch viele, die daran zerbrochen sind, meist Mädchen.

Du leidest höchstwahrscheinlich nicht darunter, das heißt aber nicht, dass es für alle gilt. Es gibt immer zwei Seiten
.TanZo is offline  
Old 01/25/2017, 17:12   #13
 
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Originally Posted by .TanZo View Post
Es geht doch genau darum, dass ein völlig falsches Bild übermittelt wird. Die meisten Kinder und Jugendlichen kommen nicht selbst auf den Gedanken, dass sie viel Geld verdienen möchten, um ein tolles Leben zu führen. Es wird ihnen sozusagen eingeredet, dass es lediglich mit Geld möglich ist ein gutes Leben zu führen. Meistens sieht es dann aber anders aus...


Ja. Das kann man nun durchaus ebenfalls diskutieren. Aber wie sieht heute der Alltag bei den meisten Jugendlichen aus? An ihrem Smartphone hängen, was möglicherweise schon veraltet ist, aber die Eltern wollen kein neues kaufen, da es schließlich nur ein Jahr her ist, seit sie es angeschafft haben? Was merkt der Jugendliche? Money rules.

Genau so an Wochenenden. Kenne 4-5 Leute, die nur neben dem Abi arbeiten gehen, um ihren Alkoholkonsum zu decken. Money rules.

Ich würde weniger sagen, dass man diesen Gedanken vom Geld so rasch eingepflanzt bekommt. Nur Geld ist omnipresent. Wir benötigen es für alles. Wieso darf ein Kind nicht das super tolle Spielzeug haben? Meisten wegen fehlendem Geld. Klar, es gibt immer andere Gründe, aber du verstehst worauf ich hinaus möchte. Der Gedanke des Geldes muss gar nicht ideologisch gepflanzt werden. Die Gesellschaft, in der wir drin stecken, impliziert dies durch nahezu jeden Aspekt, welcher darin enthalten ist.


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Du hast zwar teilweise Recht, aber du kennst nur einen winzigen Teil deiner Mitschüler an deiner Schule. Mein Freundeskreis ,während dem Abitur, bestand auch fast ausschließlich nur aus welchen, die oft feiern gegangen sind und wenig für die Schule gemacht haben. Das Problem hierbei ist, dass du aber nicht die anderen berücksichtigst. Es gab auch viele, die daran zerbrochen sind, meist Mädchen.

Du leidest höchstwahrscheinlich nicht darunter, das heißt aber nicht, dass es für alle gilt. Es gibt immer zwei Seiten
Selbst wenn ich alle kennen würde, ist es trotzdem nicht repräsentativ. Da hast du recht. Aber es ist nun mal eine klare Tendenz und man hört doch eigentlich immer und immer wieder von solchen Verhältnissen. Deutschland weit.

Jedenfalls zweifele ich stark die Ausdauer der Schüler an. Es heißt einfach immer, dass das "unmöglich zu bewältigen" ist, "dieses Pensum kann man nicht stemmen". Nein. Ich sehe es an mir, ich sehe es an anderen. Alle wollen viel, aber die wenigstens tun etwas dafür. Von einer Leistungsgesellschaft, die den einzelnen überfordert, sind wir ganz weit weg. Klar, wer sich höhere Ziele steckt, der muss diese auch irgendwie erreichen. Aber dies ist nicht der Regelfall.
Odang is offline  
Old 01/25/2017, 17:49   #14
 
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Originally Posted by Odang View Post
Selbst wenn ich alle kennen würde, ist es trotzdem nicht repräsentativ. Da hast du recht. Aber es ist nun mal eine klare Tendenz und man hört doch eigentlich immer und immer wieder von solchen Verhältnissen. Deutschland weit.

Jedenfalls zweifele ich stark die Ausdauer der Schüler an. Es heißt einfach immer, dass das "unmöglich zu bewältigen" ist, "dieses Pensum kann man nicht stemmen". Nein. Ich sehe es an mir, ich sehe es an anderen. Alle wollen viel, aber die wenigstens tun etwas dafür. Von einer Leistungsgesellschaft, die den einzelnen überfordert, sind wir ganz weit weg. Klar, wer sich höhere Ziele steckt, der muss diese auch irgendwie erreichen. Aber dies ist nicht der Regelfall.
Aber denkst du nicht, dass es mehr Schüler gibt, die dran kaputt gehen? Ich gebe dir Recht, dass wirklich sehr viele einfach keine Motivation haben, um irgendetwas für die Schule zu machen. Ich glaube nur, dass diese Stimmen einfach lauter sind, es aber viel zu viele gibt, die tagelang da hocken und es wegen dem Druck der Eltern einfach nicht gebacken kriegen. Mein Ziel war es früher nie das Abitur mit 1, zu schaffen, deswegen war es auch keineswegs erdrückend und zu viel verlangt. Ich hab während meiner ganzen Schullaufbahn gechillt bis zum geht nicht mehr. Was aber wäre mit mir passiert, wenn ich ein Medizinstudium als Ziel gehabt hätte? Oder meine Eltern es von mir verlangt hätten?
Ein Kumpel hat 1,0 gehabt und kam in KEINEN Medizin Studiengang , erst nach 2 Wartesemestern... wo soll das hinführen?
.TanZo is offline  
Old 01/25/2017, 18:02   #15
 
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Originally Posted by .TanZo View Post
Aber denkst du nicht, dass es mehr Schüler gibt, die dran kaputt gehen? Ich gebe dir Recht, dass wirklich sehr viele einfach keine Motivation haben, um irgendetwas für die Schule zu machen. Ich glaube nur, dass diese Stimmen einfach lauter sind, es aber viel zu viele gibt, die tagelang da hocken und es wegen dem Druck der Eltern einfach nicht gebacken kriegen. Mein Ziel war es früher nie das Abitur mit 1, zu schaffen, deswegen war es auch keineswegs erdrückend und zu viel verlangt. Ich hab während meiner ganzen Schullaufbahn gechillt bis zum geht nicht mehr. Was aber wäre mit mir passiert, wenn ich ein Medizinstudium als Ziel gehabt hätte? Oder meine Eltern es von mir verlangt hätten?
Ein Kumpel hat 1,0 gehabt und kam in KEINEN Medizin Studiengang , erst nach 2 Wartesemestern... wo soll das hinführen?
Dazu das wir die besten Mediziner überhaupt haben?
Aber anders rum wie viele sind es denn die wirklich große Ziele haben und sagen sie packen den Druck nicht?
Die meisten die rumheulen Leistungsdruck etc. sind meist die, die in der letzten Reihe sitzen und auf den Tisch malen und denken es ist lustig wenn sie irgend ein Scheiß in die Klausur schreiben.

Die meisten Experten etc.sagen doch, wer etwas mit Leidenschaft macht wird irgendwann entdeckt, was bedeutet wenn du etwas besonders gut kannst und wirklich willst, ist es bestimmt Möglich.
Ein Medizinstudium ist da natürlich die absolut höchste Liga, nur darf man nicht vergessen wie wichtig es ist das Mediziner gut ausgebildet sind oder willst du von dem größten Rabauken aus deiner Klasse irgend wann mal behandelt werden?

Natürlich ist die Schule langweilig, anstrengend und und und, aber wer schnell merkt was ihm liegt kann immer die richtigen und leichtesten Wege einschlagen, für mich war das mein Schwerpunkt auf Mathe und Informatik zu legen.
mrapc is offline  
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