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Deutschland, wirklich sozial?

Discussion on Deutschland, wirklich sozial? within the Off Topic forum part of the Off-Topics category.

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Old   #1


 
Al Kappaccino's Avatar
 
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Deutschland, wirklich sozial?

Hallo Nutzer dieser Internetplattform,

im Folgenden ein kurzer Gedankengang den ich euch präsentieren möchte und zu dem ich gerne eure Meinungen hören würde.


Deutschland ist per Definition ein sozialer Rechtsstaat.
Allerdings beschreibt das Adjektiv "sozial" eine hilfsbereite, barmherzige, gutmütige Tat oder Lebensweiße. Wenn ich einen Obdachlosen eine Unterkunft gebe oder einen Bettelnden Geld, dann tue ich dies freiwillig, rein des guten Willens wegen. Das Wort "freiwillig" habe ich markiert, da es hier eine wichtige Rolle spielt. Würde ich mit vorgehaltener Pistole gezwungen sein dem "Penner" Geld zu geben, wäre es keine Soziale Tat mehr, da ich es aus Angst und nicht aus Barmherzigkeit tue.

In diesem Zusammenhang, wie kann Deutschland ein sozialer Staat sein, wenn er das Geld, welches unter Anderem Hilfsbedürftigen zugute kommt, von anderen erzwingt? Es wird quasi Geld von dem einen "gestohlen" und dem anderen teils überreicht. De facto ist Deutschland ein asozialer Staat.

Wie seht ihr das?
Al Kappaccino is offline  
Old 05/08/2014, 00:24   #2
 
Shiva's Avatar
 
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Ein Sozialstaat ist ein Staat, der in seinem Handeln soziale Sicherheit und soziale Gerechtigkeit anstrebt, um die Teilhabe aller an den gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen zu gewährleisten.
Das ist die Definition eines Sozialstaates. Du bist doch nicht dazu verpflichtet Obdachlosen auf der Straße Geld zu zahlen sondern musst lediglich Steuern zahlen welche dann investiert werden in die Sicherstellung aller Leben in diesem Land, einschließlich Obdachloser. Außerdem ist dieses Prinzip im Grundgesetz verankert, so dass neben der Garantie der Menschenwürde und der Menschenrechte auch ein sozialer und gesellschaftlicher Ausgleich gesichert ist.
Shiva is offline  
Old 05/08/2014, 00:25   #3
 
TheMscEntertainment's Avatar
 
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Als deutscher Staatsbürger unterwirfst du dich den Gesetzen des deutschen Staates, somit hast du auch Pflichten und Rechte, die du beachten und folgen musst. Dazu gehört es auch dein Steuern zu zahlen, was du zwanghaftes Bezahlen bzw. Stehlen nennst.
TheMscEntertainment is offline  
Old 05/08/2014, 00:32   #4
 
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Ich sehe das anders. Woher soll eine politische Institution denn Geld für eine "freiwillige" Hilfestellung nehmen, wenn nicht von seinen eigenen Anhängern, niemand wird so besteuert, dass er danach selbst auf Hilfe angewiesen wäre, das wäre tatsächlich asozial. Solange die Besteuerung so von statten geht, dass sie sich an der eigenen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit bemisst und dabei dem Steuerzahler genügend Freiraum lässt ist auch so eine "Zwangsabgabe" durchaus sozial.

Eine rein freiwillige soziale Leistung seitens eines Staates wäre vollkommen entgegen dem Sinne eines sozialen Staates, denn dann kannst du "freiwillig" gleich gegen "willkürlich" tauschen. Eine Staatsform braucht in jedem Fall ein System, insbesondere ein Sozialstaat. Damit einher gehen natürlich gewisse Privilegien, andererseits Zwänge, die man in kauf nehmen muss. Das macht das System als solches aber keinesfalls asozial.
.StarSplash is offline  
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Old 05/08/2014, 00:34   #5


 
Al Kappaccino's Avatar
 
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Originally Posted by Lord Shiva View Post
Das ist die Definition eines Sozialstaates. Du bist doch nicht dazu verpflichtet Obdachlosen auf der Straße Geld zu zahlen sondern musst lediglich Steuern zahlen welche dann investiert werden in die Sicherstellung aller Leben in diesem Land, einschließlich Obdachloser. Außerdem ist dieses Prinzip im Grundgesetz verankert, so dass neben der Garantie der Menschenwürde und der Menschenrechte auch ein sozialer und gesellschaftlicher Ausgleich gesichert ist.
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Originally Posted by TheMscEntertainment View Post
Als deutscher Staatsbürger unterwirfst du dich den Gesetzen des deutschen Staates, somit hast du auch Pflichten und Rechte, die du beachten und folgen musst. Dazu gehört es auch dein Steuern zu zahlen, was du zwanghaftes Bezahlen bzw. Stehlen nennst.
Es geht aber um den sozialen Aspekt. Bevor der Staat sozial agiert, muss er erst einmal anderen etwas wegnehmen, ergo agiert er asozial. Er bringt also zwei gegensätzliche Dinge in einen Handlungsstrang und tituliert es als "sozial". Das ist paradox, oder etwa nicht?
Al Kappaccino is offline  
Old 05/08/2014, 00:34   #6
 
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Ich denke die penner wissen schon was die machen sie habens sich immerhin selbst ausgesucht und die meisten sind eh nur von irgendwelchen groß gängs um für ihre bosse geld einzutreiben...
Xionri is offline  
Old 05/08/2014, 00:39   #7
 
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Originally Posted by Shodani View Post
Es geht aber um den sozialen Aspekt. Bevor der Staat sozial agiert, muss er erst einmal anderen etwas wegnehmen, ergo agiert er asozial. Er bringt also zwei gegensätzliche Dinge in einen Handlungsstrang und tituliert es als "sozial". Das ist paradox, oder etwa nicht?
"Sozial" ist nicht mit "geben" und "asozial" nicht mit nehmen zu assoziieren, im Sinne eines sozialen Staates geht es um die Umverteilung, eine Angleichung. Jeder wird bemessen an seiner Leistungsfähigkeit belastet und ihm werden Zugeständnisse gemacht um Unterschiede auszugleichen, soweit die Theorie, dass das in der Praxis nicht klappt ist eine andere Sache.
.StarSplash is offline  
Old 05/08/2014, 02:11   #8
 
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Gibt n' Unterschied zwischen sozial und sozialistisch... Und der Begriff "Sozialstaat" spaltet sich bissl am von nem "sozialen Staat".
ZeroShout is offline  
Old 05/08/2014, 02:12   #9
 
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Ist ja Demokratie hättest ja eine Anarchistisch veranlagte Partei wählen können oder eine Gründen dadurch ist es ein Mehrheitsentscheid .

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Originally Posted by ZeroShout View Post
Gibt n' Unterschied zwischen sozial und sozialistisch... Und der Begriff "Sozialstaat" spaltet sich bissl am von nem "sozialen Staat".
Ist doch immer so bei Politischen begriffen die Grünen sind auch nicht grün.
elegant13 is offline  
Old 05/08/2014, 02:16   #10
 
ZeroShout's Avatar
 
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Originally Posted by elegant13 View Post
Ist ja Demokratie hättest ja eine Anarchistisch veranlagte Partei wählen können oder eine Gründen dadurch ist es ein Mehrheitsentscheid .
Ne anarchistische Partei würde doch nicht zur Wahl zugelassen werden, oder?
ZeroShout is offline  
Old 05/08/2014, 02:17   #11
 
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Originally Posted by .StarSplash View Post
Ich sehe das anders. Woher soll eine politische Institution denn Geld für eine "freiwillige" Hilfestellung nehmen, wenn nicht von seinen eigenen Anhängern, niemand wird so besteuert, dass er danach selbst auf Hilfe angewiesen wäre, das wäre tatsächlich asozial. Solange die Besteuerung so von statten geht, dass sie sich an der eigenen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit bemisst und dabei dem Steuerzahler genügend Freiraum lässt ist auch so eine "Zwangsabgabe" durchaus sozial.

Eine rein freiwillige soziale Leistung seitens eines Staates wäre vollkommen entgegen dem Sinne eines sozialen Staates, denn dann kannst du "freiwillig" gleich gegen "willkürlich" tauschen. Eine Staatsform braucht in jedem Fall ein System, insbesondere ein Sozialstaat. Damit einher gehen natürlich gewisse Privilegien, andererseits Zwänge, die man in kauf nehmen muss. Das macht das System als solches aber keinesfalls asozial.
Ich finde den Beitrag gut und wie ich bereits gesagt hab könnte er auch NPD wählen die haben doch den tollen Wahlslogan: Mehr Geld für die Oma statt für Sinti und Roma. Ist das den sozial?

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Originally Posted by ZeroShout View Post
Ne anarchistische Partei würde doch nicht zur Wahl zugelassen werden, oder?
Mhh Anarchismus ist doch die Ablehnung gegen Ungerechtfertigte Autorität
somit sehe ich da kein Problem da es durchaus einen autoritären Führungsstab geben kann diese muss nur eine Rechtfertigung für sein verhalten/posten haben.
elegant13 is offline  
Old 05/08/2014, 02:31   #12
 
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Originally Posted by elegant13 View Post
Ich finde den Beitrag gut und wie ich bereits gesagt hab könnte er auch NPD wählen die haben doch den tollen Wahlslogan: Mehr Geld für die Oma statt für Sinti und Roma. Ist das den sozial?



Mhh Anarchismus ist doch die Ablehnung gegen Ungerechtfertigte Autorität
somit sehe ich da kein Problem da es durchaus einen autoritären Führungsstab geben kann diese muss nur eine Rechtfertigung für sein verhalten/posten haben.
Eine Partei, die mit so einem Slogen wirbt, ist ganz sicher nicht sozial. Hier findet sich wieder die eben angesprochene Willkür.

Anarchismus ist die Ablehnung einer Herrschaft von Menschen über Menschen, also einer Hierarchie. Eine "anarchistische Partei" widerspricht sich schon in sich, da es in einer Anarchie nun mal keine Regierung gibt.
Eine "autoritäre" Führung ist mit dem Anarchismus in keinster Weise vereinbar.
.StarSplash is offline  
Old 05/08/2014, 02:33   #13
 
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Originally Posted by .StarSplash View Post
Eine Partei, die mit so einem Slogen wirbt, ist ganz sicher nicht sozial. Hier findet sich wieder die eben angesprochene Willkür.

Anarchismus ist die Ablehnung einer Herrschaft von Menschen über Menschen, also einer Hierarchie. Eine "anarchistische Partei" widerspricht sich schon in sich, da es in einer Anarchie nun mal keine Regierung gibt.
Eine "autoritäre" Führung ist mit dem Anarchismus in keinster Weise vereinbar.
Ich bin mir sicher mal gelesen zu haben das es gegen ungerechtfertigte Herrschaft ist. Kann aber auch sein das die Quelle falsch war. War glaube ich ein Buch.
Edit: Das ist ja eh egal auf jeden Fall kann man eine Partei wählen die nicht für Hilfsmaßnahmen von bedürftigen ist gibt es ja ganz bestimm und somit tut es die Mehrheit freiwiliig.
elegant13 is offline  
Old 05/08/2014, 04:13   #14
 
♊ ᏤᏆᏢᎬᏒ ♊'s Avatar
 
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Wieso ist es Asozial wenn der Staat von den einen etwas wegnimmt
und es den Ärmeren Menschen gibt ?

Steuern sind gut auch wenn es meiner Meinung nach
zu etwas zuviel ist.

Die Steuereinnahmen sind so hoch das der Staat sich
nicht sicher ist wofür er es einsetzen soll.

Auf jeden fall werden sehr viele alte Schulden beglichen
hoffentlich wird der rest Investiert oder gespart für Düstere Zeiten
und nicht in irgendwelche Amateur Projekte gesteckt wie BER
welcher übrigens täglich 1 Mio. € kostet weil kein Betrieb stattfindet.

Ich weiß nicht was du eigentlich für ein Problem
hast ..
Bist du angepisst das du Steuern zahlen musst ?

Dann geh einfach in ein 3te Welt land wo es sowas nicht
gibt aber dann brauchst du eine 3 Meter hohe Mauer um dein Haus weil es
gibt dort kaum Polizei und Armee ach ja du musst aufpassen
vor Terroristischen Gruppierungen die verschleppen oft
Menschen und Verkaufen dann deren Organe oder Versklaven sie.

Lg
♊ ᏤᏆᏢᎬᏒ ♊ is offline  
Old 05/08/2014, 05:34   #15
 
Pesix's Avatar
 
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Originally Posted by Shodani View Post
Es geht aber um den sozialen Aspekt. Bevor der Staat sozial agiert, muss er erst einmal anderen etwas wegnehmen, ergo agiert er asozial. Er bringt also zwei gegensätzliche Dinge in einen Handlungsstrang und tituliert es als "sozial". Das ist paradox, oder etwa nicht?
Nein, ist es nicht.

Die Bürger (sollten es zumindest) zahlen Steuern und diese kommen dem gesamten Volke zu Gute. Wäre ein jahrelanger Steuerzahler auf einmal obdachlos, dann würde er auch Sozialhilfen bekommen, das ist das Prinzip in Deutschland.
Pesix is offline  
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Tags
asozial, deutschland, paradoxon, sozial


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01/16/2011 - elite*gold Trading - 52 Replies
Huhu Com :) , wie der Titel schon sagt will ich auch Sozial sein :( Deswegen klaue ich die Idee von Epic Fail :D _________________________________________________ _____________ Die ersten 10 bekommen 3 E*Gold ! Die nächsten 10 bekommen 2 E*Gold ! Die Letzten bekommen je 1 E*Gold !



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