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Gibt es Geister?
Discussion on Gibt es Geister? within the Off Topic forum part of the Off-Topics category.
02/25/2013, 17:57
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#91
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elite*gold: 25
Join Date: Mar 2010
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Received Thanks: 1,652
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Originally Posted by MrSm!th
Falsch.
Nein. Bilde dich etwas, bevor du pseudophilosophischen Unsinn schreibst.
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1. Was ist an dieser Aussage falsch? Es gibt sehr viele Theorien, die sich darauf berufen.
2. Du nennst mich pseudophilosophisch? Mr.Sm!th, denkst du etwa, du wüsstest, was in Wahrheit passiert ist? Was gibt dir das Recht, mich nieder zu machen? Du bist nicht Gott, und daher kannst du es gar nicht besser wissen. Gib mir Quellen und ich bilde mich dementsprechend weiter. Du bist allerdings nicht das Maß aller Dinge !
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02/25/2013, 18:33
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#92
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elite*gold: 7110
Join Date: Jun 2009
Posts: 28,902
Received Thanks: 25,407
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Originally Posted by Makoto Itou
1. Was ist an dieser Aussage falsch? Es gibt sehr viele Theorien, die sich darauf berufen.
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Keine seriöse.
Und wenn du nun mit dem Urknall kommst, schlag ich dich durch meinen Bildschirm :f
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2. Du nennst mich pseudophilosophisch? Mr.Sm!th, denkst du etwa, du wüsstest, was in Wahrheit passiert ist?
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"Wissen" ja, den Begriff "Wahrheit" lehne ich ab.
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Was gibt dir das Recht, mich nieder zu machen?
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Vielleicht weil du irgendwelche Dinge aufschnappst und mit Halbwissen den gleichen Blödsinn bringst, der immer wieder gebracht und widerlegt wird.
Ich verweise da auch nochmal auf die Diskussion zu Staatsschulden, bei der du elegant verschwunden bist.
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Du bist nicht Gott, und daher kannst du es gar nicht besser wissen.
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Willst du damit sagen, dass du Gott bist? Ich muss nicht Gott sein, um es besser zu wissen als du.
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Gib mir Quellen und ich bilde mich dementsprechend weiter. Du bist allerdings nicht das Maß aller Dinge !
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Ockhams Rasiermesser wäre ein Anfang.
Dann überdenke nochmal deine Aussage. Danach kann ich dir ggf. nochmal auf die Sprünge helfen.
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02/25/2013, 18:50
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#93
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elite*gold: 538
Join Date: Nov 2012
Posts: 1,899
Received Thanks: 176
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Ich glaube an Geister, allerdings nicht das zeuch à la Schlossgespenst. Ich glaube das man geister nicht sehen kann, und auch fast niemand mit ihnen komunizieren kann. ist nur meine meinung  es glauben auch sehr viele menschen an gott, und haben keine beweise
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02/25/2013, 19:00
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#94
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elite*gold: 25
Join Date: Mar 2010
Posts: 2,463
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Quote:
Originally Posted by MrSm!th
Keine seriöse.
Und wenn du nun mit dem Urknall kommst, schlag ich dich durch meinen Bildschirm :f
"Wissen" ja, den Begriff "Wahrheit" lehne ich ab.
Vielleicht weil du irgendwelche Dinge aufschnappst und mit Halbwissen den gleichen Blödsinn bringst, der immer wieder gebracht und widerlegt wird.
Ich verweise da auch nochmal auf die Diskussion zu Staatsschulden, bei der du elegant verschwunden bist.
Willst du damit sagen, dass du Gott bist? Ich muss nicht Gott sein, um es besser zu wissen als du.
Ockhams Rasiermesser wäre ein Anfang.
Dann überdenke nochmal deine Aussage. Danach kann ich dir ggf. nochmal auf die Sprünge helfen.
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1. Die Urknall-Theorie ist momentan die einzig weltweit anerkannte und seriöse Theorie. Und deren Ursprung lässt sich eben nur durch Gott oder einer spontanen Energieentstehung im leeren Raum beantworten. Andere Theorien beantworten dagegen erst gar nicht die Frage nach dem "Woher" (z.B. die Stringtheorie).
2. Ok, ich weiß es auch, und besser als jeder andere.
3. Ich habe mir extra dafür mehrere literarische Werke gekauft und gelesen, jedoch scheint dir dies egal zu sein. Aber ich habe schon bemerkt, dass du jeden angreifst, der nicht deiner Meinung ist.
4. Ja, weil du diesen "Experten" angeführt hast und man schlussendlich nicht mehr mit dir diskutieren konnte, weil du dessen Meinung bis zum Tode verteidigt hast.
5. Und ich muss nicht Gott sein um zu wissen, dass ich es besser wissen könnte als du, schließlich besteht dein Wissen aus den Theorien von verschiedenen Menschen, genauso wie meines. Und Menschen sind nicht perfekt, sie wissen nicht alles.
6. Prinzip der Einfachheit: Nichts -> Etwas , einfacher geht es doch nicht :P
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02/25/2013, 19:12
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#95
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elite*gold: 312
Join Date: Aug 2012
Posts: 11,894
Received Thanks: 1,047
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Ja überall.
Gruß,
vobs
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02/25/2013, 19:57
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#96
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elite*gold: 7110
Join Date: Jun 2009
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Quote:
Originally Posted by Makoto Itou
1. Die Urknall-Theorie ist momentan die einzig weltweit anerkannte und seriöse Theorie. Und deren Ursprung lässt sich eben nur durch Gott oder einer spontanen Energieentstehung im leeren Raum beantworten.
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Nein.
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Andere Theorien beantworten dagegen erst gar nicht die Frage nach dem "Woher" (z.B. die Stringtheorie).
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Genau so wenig wie Gott.
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2. Ok, ich weiß es auch, und besser als jeder andere.
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Nein.
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3. Ich habe mir extra dafür mehrere literarische Werke gekauft und gelesen, jedoch scheint dir dies egal zu sein. Aber ich habe schon bemerkt, dass du jeden angreifst, der nicht deiner Meinung ist.
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Nope.
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4. Ja, weil du diesen "Experten" angeführt hast und man schlussendlich nicht mehr mit dir diskutieren konnte, weil du dessen Meinung bis zum Tode verteidigt hast.
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Das ist Schwachsinn und das weist du auch. Du hast gegen Fakten angeredet. Die Anführungszeichen verdeutlichen nur nocheinmal, dass man nichtmal von Halbwissen sprechen kann, mit dem du dich beteiligt hast.
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5. Und ich muss nicht Gott sein um zu wissen, dass ich es besser wissen könnte als du, schließlich besteht dein Wissen aus den Theorien von verschiedenen Menschen, genauso wie meines. Und Menschen sind nicht perfekt, sie wissen nicht alles.
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Das ist auch nicht Gegenstand der Diskussion.
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6. Prinzip der Einfachheit: Nichts -> Etwas , einfacher geht es doch nicht :P
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Glückwunsch, du hast es nicht verstanden.
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02/25/2013, 20:12
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#97
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elite*gold: 25
Join Date: Mar 2010
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Received Thanks: 1,652
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Quote:
Originally Posted by MrSm!th
Nein.
Genau so wenig wie Gott.
Nein.
Nope.
Das ist Schwachsinn und das weist du auch. Du hast gegen Fakten angeredet. Die Anführungszeichen verdeutlichen nur nocheinmal, dass man nichtmal von Halbwissen sprechen kann, mit dem du dich beteiligt hast.
Das ist auch nicht Gegenstand der Diskussion.
Glückwunsch, du hast es nicht verstanden.
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Vielen Dank für deine konstruktive Kritik.
"Nope und Nein" sind wohl die besten Argumente, die du gegen mich bringen konntest. Wenn du schon alles besser weißt als ich, dann kannst du das auch hier anführen, sonst wirkt es ziemlich lächerlich.
Und nochmal zu deiner Expertenmeinung bezüglich der Schuldenrückzahlung:
Natürlich kann man mit permanenten Finanzierungen kein Geld sparen. Allerdings hat sich auch gezeigt, dass Deutschland Geld sparen kann (beispielsweise haben die Kommunen dieses Jahr einen leichten Überschuss erzeugt. Aber ok, eine Inflation würde wohl schneller von statten gehen als eine Schuldentilgung.
Bezüglich des Sparsamkeitsprinzips: Nenne mir bitte den einfachsten Weg, wenn du ihn kennst.
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02/25/2013, 20:29
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#98
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elite*gold: 7110
Join Date: Jun 2009
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Originally Posted by Makoto Itou
Vielen Dank für deine konstruktive Kritik.
"Nope und Nein" sind wohl die besten Argumente, die du gegen mich bringen konntest. Wenn du schon alles besser weißt als ich, dann kannst du das auch hier anführen, sonst wirkt es ziemlich lächerlich.
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Du könntest dich auch einfach gescheit informieren.
Zumal sich das "Nope" auf eine faktisch falsche Aussage bzgl. meines Verhaltens bezog.
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Und nochmal zu deiner Expertenmeinung bezüglich der Schuldenrückzahlung:
Natürlich kann man mit permanenten Finanzierungen kein Geld sparen. Allerdings hat sich auch gezeigt, dass Deutschland Geld sparen kann (beispielsweise haben die Kommunen dieses Jahr einen leichten Überschuss erzeugt. Aber ok, eine Inflation würde wohl schneller von statten gehen als eine Schuldentilgung.
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Glückwunsch, auch da hast du den Sachverhalt immer noch nicht verstanden. Liegt wohl daran, dass du zu dem Zeitpunkt den "Experten" angezweifelt hast, bevor du dir das Video überhaupt angesehen hattest, geschweige denn mal etwas zu googlen.
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Bezüglich des Sparsamkeitsprinzips: Nenne mir bitte den einfachsten Weg, wenn du ihn kennst.
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Es steht weiter oben, aber das hast du geschickt überlesen.
Der Punkt ist "Gott tut es auch nicht".
Was erklärt Gott denn? Wenn man etwas erklären will, bricht man etwas großes auf grundlegendere Dinge herunter, bis man irgendwo in der Unendlichkeit der Teilung beim Unteilbaren, den Axiomen ankommt. In Mathe wäre dieser Weg sogar endlich: 2 = 2
Beim Universum könntest du die Frage "Warum?" oder "Woher?" immer stellen. Entweder sagt man also an einer Stelle axiomatisch "Is einfach so" oder man forscht, um zur nächsten Stufe zu kommen, wohl wissend, dass man das Ende niemals erreichen wird.
Um wieder zum roten Faden zu kommen: Was erklärt denn Gott? Du willst die grundlegenden physikalischen Gesetze mit einem allmächtigen (btw. Allmacht gibt es nicht, aber auch wenn man von "normalen" höheren Wesen ausginge, in deren Welt wir mit unserem Universum in einer Art Terrarium wären, würde es nichts daran ändern) Wesen erklären, machst es also komplizierter als es vorher war.
Dazu kommt aber noch was: Du hast nichts gewonnen. Du weißt genau so viel wie vorher. Im Gegenteil: Nun hast du noch ein "allmächtiges" Wesen im Hintergrund, das neue Fragen aufwirft und keine Antworten liefert.
Aber was ist nun, wenn jemand fragt "Woher kommt Gott?"?
Ganz einfach: Deisten bzw. Theisten antworten damit, dass Gott die Unendlichkeit sei, er hat keinen Ursprung, kein Ende, er ist alles und nichts.
Und wo sind wir dann? Ach ja, beim Universum. Denn ob ich nun sage, dass das Universum immer da war oder ob es von einem Gott geschaffen wurde, der immer da war, es macht für das Universum und die darin geltenden Gesetzmäßigkeiten keinen Unterschied. Und frei nach Ockham sagen wir dann: Warum denn die Kette des ewigen "Warum?" auf das Axiom eines Gottes weiterführen, wenn es auch einfacher geht? Wir bleiben einfach beim ewigen Universum, bis wir dessen Ursprung finden. Und dann wiederholt man das. Solange wir keine Indizien für Gott finden, gehen wir von seiner Nichtexistenz aus.
Gott ist genau so wenig eine sinnvolle Erklärung für das Universum, wie er es für die kleinsten Teilchen ist. Man nimmt Quarks als die grundlegenden subatomaren Partikel an. Vorher waren es Nukleonen, davor Atome. Immer ist man in der Forschung vorangeschritten und ging eine Ebene tiefer. Zwischenzeitlich galten die Teilchen dann halt als unteilbar. Aber nie sagte man "Tja, nur Gott weiß darauf die Antwort" - denn Job der Wissenschaft ist es, Wissen zu schaffen und das ist damit nicht gegeben.
Um auch nochmal auf den Urknall zurückzukommen: Niemand sagt, dass mit dem Urknall alles aus nichts entstanden ist. Alles war auch schon vorher da, nur auf einen Punkt konzentriert. Weiter können wir bisher nicht forschen.
Und übrigens ist Wissen als eine begründete Überzeugung definiert. Die große, absolute Wahrheit gibt es nicht. Es gibt nur Theorien, die sich durch andere Theorien und Erfahrungen in einem Netz immer stärker verfestigen. Irgendwann nennt man es Wissen.
Bei metaphysischen Fragen wie Gottesdiskussionen bleibt die Empirie außen vor, d.h. man muss da rein logisch herangehen. Und auch dann gewinnt der Atheismus.
Wenn man es ganz diplomatisch will, dann ist man zumindest Agnostiker und sagt, dass die Antwort nicht zu finden ist und dass es sowieso keinen Sinn macht darüber zu diskutieren, denn wie das bei metaphysischen Fragen oft so ist, hat es keinen Einfluss auf unser Leben und unsere Welt. Aber das ist nunmal letztendlich ein Ausweichen der Frage (wobei der Einwand, dass die Frage sinnlos ist, durchaus berechtigt ist; genau wie beim Sinn des Lebens) und keine wissenschaftliche Antwort, denn man weiß nicht mehr als vorher.
Ich hoffe, das war ausführlich genug. Aber bestimmt kommt eh nur ein "TL;DR Du hast Unrecht, bist arrogant und ich weiß es besser, weil Baum".
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02/25/2013, 20:42
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#99
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elite*gold: 0
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Nein ich glaub nicht daran.
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02/25/2013, 21:07
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#100
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Mr.Sm!th, ich danke dir für deine ausführliche Antwort und werde mich ganz sicher nicht darüber beschweren. Im Gegenteil, ich freue mich sogar darüber.
Nun zum eigentlichen Thema:
Wie ich dich verstanden habe, ist der Weg über Gott ein weiterer Umweg und deshalb unlogisch. In diesem Universum gilt die Einfachheit, doch ist diese universell? Falls nicht, könnte es auch einfach nur Gottes Wille gewesen sein, das Universum so zu konstruieren, wissen kann man es nicht.
Nun schweifst du ab zu der Teilbarkeit der Teilchen, was ich nicht so ganz verständlich finde. Möchtest du damit andeuten, dass du an die unendliche Teilbarkeit dieser Teilchen glaubst? Und wieso sollte Gott diese Teilchen nicht geschaffen haben? Nach einigen Theorien ist Materie ja auch nur "kalte" Energie.
Schließlich kommen wir zu deiner Urknalltheorie: Wie kannst du Wissen, dass die Singularität schon vorher vorhanden war, und nicht erst Sekundenbruchteile vor dem Urknall entstanden ist? Und selbst bei deinem Gedankengang bleibt die Frage offen, wo denn die eigentliche Materie/Energie herkommt.
Und weil ich schon dabei bin: Wieso sollte Gott an sich unlogisch sein? Nur weil ihn der menschliche Verstand schwer fassen kann, muss er kein Hirngespenst sein.
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02/25/2013, 21:36
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#101
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Wie ich dich verstanden habe, ist der Weg über Gott ein weiterer Umweg und deshalb unlogisch. In diesem Universum gilt die Einfachheit, doch ist diese universell? Falls nicht, könnte es auch einfach nur Gottes Wille gewesen sein, das Universum so zu konstruieren, wissen kann man es nicht.
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Auch hier wieder derselbe Fehler. Gottesdiskussionen halten sich außerhalb von empirischer Nachprüfbarkeit auf.
Man kann nicht testen, ob es da einen Gott gibt, der alle Naturgesetze so definiert hat (einen Theismus wie das Christentum schließe ich nun mal aus) und sich dann nicht mehr blicken lassen hat.
Selbst wenn man irgendwann etwas Derartiges findet - man wird sich wieder fragen können, wo dieses Wesen herkommt. Und "Gott" bezieht sich ja auf den Anfang, den Ursprung, also das Wesen ohne Ursprung. Dieses kann man niemals finden, denn man wird immer ein "Warum?" dranhängen können.
Also muss man rein logisch rangehen: Macht es Sinn, so etwas in Erwägung zu ziehen?
Natürlich "könnte" es so einen fiesen Gott geben, der uns nur mit all diesen eindeutigen Indizien verwirren will. Genau so könnte es ein unsichtbares und auch sonstwie nicht messbares Spaghettimonster geben, das gerade über deinem Kopf fliegt. Aber solange es keinerlei Wechselwirkung mit unserer Welt hat - who cares?
Solange gilt nunmal die einfachste Variante als die wahrscheinlichste. Sobald es irgendwelche Indizien gibt, die für eine Art Hyperraum, einen Raum um unseren Raum und für höhere Wesen sprechen, kann man das Ganze wieder in Erwägung ziehen.
Aber solange das nicht passiert, bleibt es wie im Gerichtssaal: Im Zweifel für den Angeklagten. Gottes Existenz wurde nicht bewiesen, ja nichtmal Indizien sprechen dafür. Warum sollte ich sie dann annehmen?
Und genau das ist die Definition von Wissen: Eine begründete Überzeugung. Und es sprechen nunmal alle Gründe dagegen.
Das impliziert keine Unfehlbarkeit. Wissen kann sich irgendwann als falsch herausstellen. Aber erstmal wissen wir, dass es keinen Gott gibt bzw. dass es keinen Sinn macht, über seine Existenz zu diskutieren, solange wir keine Anhaltspunkte haben, die sich nachprüfen lassen.
Das ist letztendlich, was als Ockhams Rasiermesser dem Atheismus in der Metaphysik zum Sieg über den Theismus bzw. Deismus verhilft.
Alles andere ist einfach keine Debatte wert, denn es verläuft in sinnlosen und willkürlichen Theorien, für die keiner Beweise hat und am Ende ist man auch nicht schlauer als vorher. Und Diskussionen sollten immer ein vernünftiges Ergebnis haben.
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Nun schweifst du ab zu der Teilbarkeit der Teilchen, was ich nicht so ganz verständlich finde. Möchtest du damit andeuten, dass du an die unendliche Teilbarkeit dieser Teilchen glaubst?
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Es sollte lediglich ein Beispiel zur Verdeutlichung sein. Während das Universum ja bisher die größte Grenze war, die wir uns vorstellen können, wurde die Theorie der kleinsten Teilchen schon mehrmals überholt.
Aber nie hieß es nunmal nach der Aufklärung "So, die Elektronen sind die kleinsten und kleiner geht nich mehr, weil Gott das so wollte".
Es geht einfach darum, dass man prinzipiell immer eine Ebene höher bzw. tiefer gehen kann oder man gibt sich einfach mit der aktuellen zufrieden.
Aber extra eine Ebene höher bzw. tiefer zu gehen, um diese dann mit einem allmächtigen Wesen zu füllen, das unergründlich ist, hat einem letztendlich nichts gebracht, man kann es sich einfach sparen.
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Wie kannst du Wissen, dass die Singularität schon vorher vorhanden war, und nicht erst Sekundenbruchteile vor dem Urknall entstanden ist?
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Eben weil es keinen Grund gibt, das Gegenteil anzunehmen, solange keiner Beweise dafür bringt. Bei Naturgesetzen geht man davon aus, dass sie überall gleich sind. Wenn das nicht mehr zutrifft, sucht man ein allgemeineres. Darauf basiert unsere gesamte Wissenschaft.
Wie schon mehrfach gesagt: Wissen ist relativ, es bezieht sich immer darauf, was man, logisch oder empirisch, nachprüfen kann. Von einem absoluten Wissen, von der großen Wahrheit zu sprechen, ist auch nur Zeitverschwendung, denn man kann es doch ohnehin nie erlangen.
Natürlich könnte es vollkommen anders sein, aber warum sollte ich das annehmen, solange nichts dafür spricht und ich das aktuelle Wissen super nutzen kann, um Dinge vorauszusagen?
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Und selbst bei deinem Gedankengang bleibt die Frage offen, wo denn die eigentliche Materie/Energie herkommt.
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Richtig, aber die Frage stellt sich auch, wenn man diese auf einen Gott zurückführt, nur halt anders formuliert - warum also eine Ebene höher gehen, um dann genau so schlau wie vorher zu sein?
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Wieso sollte Gott an sich unlogisch sein? Nur weil ihn der menschliche Verstand schwer fassen kann, muss er kein Hirngespenst sein.
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Nicht Gott, sondern der Glaube an einen Gott. Denn es spricht nichts für einen Gott, also warum sollte ich mich damit befassen? Dieses "unser Verstand begreift das nur nicht" ist doch letztendlich irrelevant - was will ich mit Theorien, die ich weder begreifen noch überprüfen kann? Sie sind wertlos.
Moral, Werte und Ethik bekomme ich auch ohne solche Hypothesen vermittelt.
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02/25/2013, 21:52
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#102
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elite*gold: 25
Join Date: Mar 2010
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Das ist letztendlich, was als Ockhams Rasiermesser dem Atheismus in der Metaphysik zum Sieg über den Theismus bzw. Deismus verhilft.
Alles andere ist einfach keine Debatte wert, denn es verläuft in sinnlosen und willkürlichen Theorien, für die keiner Beweise hat und am Ende ist man auch nicht schlauer als vorher. Und Diskussionen sollten immer ein vernünftiges Ergebnis haben.
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In diesem Fall nimmst du aber an, dass diese Theorie wirklich im Allgemeinen gilt und damit unfehlbar ist. Dies wäre jedoch ein Paradoxon, schließlich ist ja derjenige, der eine These aufstellt, nach Ockhams Rasiermesser ja in der Beweispflicht.
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Eben weil es keinen Grund gibt, das Gegenteil anzunehmen, solange keiner Beweise dafür bringt. Bei Naturgesetzen geht man davon aus, dass sie überall gleich sind. Wenn das nicht mehr zutrifft, sucht man ein allgemeineres. Darauf basiert unsere gesamte Wissenschaft.
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Singularitäten sind beispielsweise schwarze Löcher, die unglaublich viel Materie in einem theoretisch unendlich kleinem Punkt komprimieren. Bisher spricht nichts dafür, dass sich diese Singularitäten in einem Urknall ausbreiten. Nach den Naturgesetzen hätte es den Urknall also gar nicht geben dürfen.
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Richtig, aber die Frage stellt sich auch, wenn man diese auf einen Gott zurückführt, nur halt anders formuliert - warum also eine Ebene höher gehen, um dann genau so schlau wie vorher zu sein?
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In diesem Fall wäre wohl der Agnostizismus angebracht.
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02/25/2013, 21:54
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#103
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elite*gold: 11
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Also die die an Geister glauben, rennen auch immer ganz schnell aus dem Keller, wenn sie mal runter müssen  Kann ja sein, dass man zum Verdammten wird und dann mit denen herumschwirren muss
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02/25/2013, 22:08
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#104
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elite*gold: 7110
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Originally Posted by Makoto Itou
In diesem Fall nimmst du aber an, dass diese Theorie wirklich im Allgemeinen gilt und damit unfehlbar ist. Dies wäre jedoch ein Paradoxon, schließlich ist ja derjenige, der eine These aufstellt, nach Ockhams Rasiermesser ja in der Beweispflicht.
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Nein, die Logik ist nicht in der Beweispflicht, denn sie ist ein Axiom. Entweder man folgt ihr oder nicht. Es hat sich aber erwiesen, dass man mit ihr mehr Erfolgt hat. Anders gesagt: Der Erfolg spricht für sich und ist der Beweis für die Ideologie namens "Logik". Und zu ihr gehört auch die Rationalisierung und damit das Rasiermesser.
Zudem ist Logik alternativlos, denn nur sie erlaubt ein geordnetes Leben.
Quote:
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Singularitäten sind beispielsweise schwarze Löcher, die unglaublich viel Materie in einem theoretisch unendlich kleinem Punkt komprimieren.
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Schlechtes Beispiel, eine unbewiesene Theorie von etwas, das noch stark unerforscht ist, ins Spiel zu bringen :/
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Bisher spricht nichts dafür, dass sich diese Singularitäten in einem Urknall ausbreiten. Nach den Naturgesetzen hätte es den Urknall also gar nicht geben dürfen.
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Richtig, wo der Startimpuls herkam, ist nicht beantwortet. Ob sich diese Frage überhaupt stellt, kann ich nicht beantworten, dafür bin ich zu wenig in der Thematik drin.
Aber selbst wenn das von Bedeutung sein sollte, gewinnt zumindest noch der Agnostizismus. Denn wenn man von einer Situation ohne Hinweise ausgeht, steht es 50/50. Wieso sollte ich mich dann ausgerechnet für den Deismus entscheiden?
Quote:
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In diesem Fall wäre wohl der Agnostizismus angebracht.
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Korrekt. Der konkrete Glaube an einen Gott, speziell an einen, der in unser Weltgeschehen eingreift, bleibt immer irrational (was nicht weißt, das er schlecht ist, nur sollte man ihn nicht in Argumentationen zu Gesetzen u.Ä. verwenden). Auch der Agnostizismus ist ja nicht eindeutig; da gibt es ja auch noch die atheistische und die deistische/theistische Orientierung.
Letztendlich bleibe ich aber dabei, dass ich mich nicht mit "Religionen sind wahrscheinlicher/sinnvoller als Wissenschaft" anfreunden kann.
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02/25/2013, 22:18
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#105
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elite*gold: 25
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Quote:
Nein, die Logik ist nicht in der Beweispflicht, denn sie ist ein Axiom. Entweder man folgt ihr oder nicht. Es hat sich aber erwiesen, dass man mit ihr mehr Erfolgt hat. Anders gesagt: Der Erfolg spricht für sich und ist der Beweis für die Ideologie namens "Logik". Und zu ihr gehört auch die Rationalisierung und damit das Rasiermesser.
Zudem ist Logik alternativlos, denn nur sie erlaubt ein geordnetes Leben.
Zitat:
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Es ist aber nun einmal keine universelle Logik und wenn du Anspruch auf deren Korrektheit erhebst, bist du automatisch in der Beweispflicht.
Quote:
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Schlechtes Beispiel, eine unbewiesene Theorie von etwas, das noch stark unerforscht ist, ins Spiel zu bringen :/
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Wer hat denn angefangen mit den Singularitäten? :P
Darüber hinaus sind diese bereits ein wenig erforscht und bilden seit Milliarden von Jahren den Kern vieler Galaxien. Von daher können sie nicht so instabil sein.
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Richtig, wo der Startimpuls herkam, ist nicht beantwortet. Ob sich diese Frage überhaupt stellt, kann ich nicht beantworten, dafür bin ich zu wenig in der Thematik drin.
Aber selbst wenn das von Bedeutung sein sollte, gewinnt zumindest noch der Agnostizismus. Denn wenn man von einer Situation ohne Hinweise ausgeht, steht es 50/50. Wieso sollte ich mich dann ausgerechnet für den Deismus entscheiden?
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Die andere Frage ist: Wieso nicht? Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass diese absolut falsch ist. Daher ist mein anfängliches Statement, dass Gott eine Erklärung für das Universum ist, nicht mehr falsch. Es ist prinzipiell möglich, dass Gott existiert, auch wenn es eigentlich bis zum Gegenbeweis nur eine Glaubensfrage ist. Und der Gegenbeweis dürfte für den Atheisten genauso schwierig werden wie für die Gläubigen.
Quote:
Korrekt. Der konkrete Glaube an einen Gott, speziell an einen, der in unser Weltgeschehen eingreift, bleibt immer irrational (was nicht weißt, das er schlecht ist, nur sollte man ihn nicht in Argumentationen zu Gesetzen u.Ä. verwenden). Auch der Agnostizismus ist ja nicht eindeutig; da gibt es ja auch noch die atheistische und die deistische/theistische Orientierung.
Letztendlich bleibe ich aber dabei, dass ich mich nicht mit "Religionen sind wahrscheinlicher/sinnvoller als Wissenschaft" anfreunden kann.
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Dann ist die einzig rationale Form aber wirklich nur der Agnostizismus oder der Indifferentismus. Und Religionen haben prinzipiell genauso ihren Platz auf dieser Welt wie die Wissenschaft, geben sie den Menschen doch Platz für Hoffnungen und Träume. Wer Böses begehen will, kann dies auch mit dem Atheismus als Rechtfertigung tun.
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