New Generation Gaming
In den letzten zehn Jahren hat sich einiges getan in der Gamingindustrie. Vor allem Ego-Shooter der neuen ''Bauart'', das heisst mit neuer Grafik und möglichst nah' an der Realität gehalten, werden verkauft wie warme Semmel in der Antarktis.
Die Ära der ''alten'' Spiele, die durch niedrige Grafikanforderungen und hohe Spielgeschwindigkeit den Gamer forderten ist schon fast vorbei, denn der moderne Gamer ist heute um einiges anspruchsvoller.
Um die neuen Spiele überhaupt zocken zu können, muss der Gamer entsprechende Hardware vorweisen können, diese ist für Preise ab 800€ aufwärts im Fachhandel zu erhalten.
Auch die Anforderungen an den Gamer wurden verändert, und liegen zunächst schwerpunktmässig darauf sich überhaupt in der hochdetaillierten Umgebung zurechtzufinden.
Doch warum ist das so?
Neue Spiele erfordern eine viel höhere Aufmerksamkeit. Durch die hohe Detailtreue und die neuen räumlichen Grafiken wird es sehr schwer Veränderungen im Bild zu bemerken.
Ein Unterschied, der es für alt eingesessene Gamer der Counterstrike 1.6 und Quakegeneration schwer macht sich in den Spielen zurechtzufinden.
Generell wird viel mehr Zeit gebraucht um die Maps und Schauplätze kennenzulernen, denn
während bei Quake III eine Map nur aus wenigen ''Einzelbildern'' besteht, auf der ein Gegner schnell sichtbar wird und schon aus dem Augenwinkel zu erkennen ist, wird bei Call of Duty Modern Warfare eine Vielzahl an Räumlichkeiten und Bewegten Elementen als Verstecke angeboten. Davon abgesehen sind die Chars der Spieler nicht mehr grafisch hervorgehoben, denn die Umgebung sowie auch die Chars entsprechen dem selben Grafikstandart.
Natürlich werden die Spiele dadurch deutlich realer, doch die Anforderungen an die Hardware wachsen parallel zu denen an den Gamer.
Während ältere Spiele nur auf das Wesentliche reduziert sind, sind bei Call of Duty, Rainbow Six etc. viele, meiner Meinung nach unnötige, Details dazugekommen, die den Gamer mit Grafik und Bewegungen überfluten.
Als ich das erste mal ein Match mit in Call of Duty betrat, musste ich die deutliche Überlegenheit meiner Gegner eingestehen, denn die Zeit, die benötigt wird um mit der neuen Detailtreue klarzukommen ist um ein Vielfaches länger, als die, die benötigt wird um sich z.B. auf einer CS:S Map zurechtzufinden.
Tatsächlich fällt es mir heute noch schwer meinen Gegner zu erkennen, wenn er weiter entfernt steht oder nur im Augenwinkel zu erkennen ist.
Die neue Generation Spiele arbeitet davon abgesehen mit einer niedrigeren Spielgeschwindigkeit. Die Begründung dafür fällt einem ebenfalls erst auf, wenn man sich selber an ein solches Game herangewagt hat. Dadurch, dass man sich auf der Map zurechtfinden muss, und nicht so schnell agieren kann, weil man einfach weniger Wesentliches sieht, braucht man eine Anpassung in Form eines generell langsameren Ablaufs.
Als Fazit schließe ich Folgendes:
Die neuen Spiele sind in Fall für sich, und werden wohl nie ihren Weg in meine Spielesammlung finden, doch ich bin mir sicher, dass sie für neue Spieler eine große Herausforderung darstellen.
Grafisch wie auch Spiel-dynamisch sind sie eine Höchstleistung der Spielentwickler und Designer, doch meiner Meinung nach ist diese Arbeit überflüssig, denn simplere Spiele machen einfach mehr Spaß.
Noch ein kleiner Nachtrag an alle Counterstrikefans:
Ich zähle zu einem der glücklichen Counterstrike: Global Offensive Betatester und kann euch sagen, dass es sich für mich zu einer perfekten Balance zwischen Call of Duty und CS:S entwickeln wird, sobald es vollständig released wird.






