Wenn man von einem endlichen Zeitraum ausgeht, jedes Ereignis korrekt beschreiben kann und alle Gesetzmäßigkeiten kennt, dann muss es auch eine endliche Zahl von Schritten von Zeitpunkt t0 bis t1 geben.
Der theoretische Determinismus ist vielleicht nicht wiederlegbar, doch der praktische eigentlich sogar ganz einfach. Der Determinismus besagt, dass man jede Bewegung eines, bzw. aller Atome im Vorhinein schon berechnen kann, aber praktisch ist diese Rechnung nicht durchführbar, da sie ja unendlich Schritte beinhalten würde. Stimmst du mir da zu?
Wenn man aber sagt, dass alles passiert, weil es halt so passieren muss, dann ist das ziemlich nichtssagend. Der Determinismus ist nicht falsifizierbar. Wen kümmert es nun, ob ich meine "freie" Entscheidung wirklich aufgrund von ...ja, was eigentlich? Zufall? ...Gründen treffe, die wie auch immer entstanden sind oder ob sie nun so schon feststanden. Meine Entscheidung bleibt dieselbe. Man kann sich ewig darüber den Kopf zerbrechen, ob dieser Gedanke nun aus Elektron E, das zum Zeitpunkt T am Ort X war, entstanden ist oder ob er was weiß ich nicht für Gründe hatte. Er ist jedenfalls da und ich kann ihn mit meinem "Willen" beeinflussen. Ob ich diesen Willen nun vorgeschriebener Weise habe oder ihn einfach habe, weil ich ihn habe...
Es ist ähnlich wie eine Diskussion über den Ursprung von Naturgesetzen (ob höhere Macht, Zufall oder Whatever). Eigentlich wie jede metaphysische Diskussion. Viel Blabla um Nichts.