1. Vorwort
In diesem Tutorial beschreibe ich keine Entwicklungsumgebungen, sondern nur die Programmiersprache selbst. Deshalb wird die Programmerstellung mit den Entwicklungsumgebungen nur beispielhaft angegeben.
Dabei wird die bei den meisten verfügbaren Methode über den Kommando-modus gewählt, da auch das erstellte Programme hierüber gestartet wird. Auf Windows-Systemen öffnet Ihr dafür eine MS-DOS-Eingabe-aufforderung.
2. In die Welt von C++
Zu Beginn zeige ich euch in diesem teil die Arbeitsweise eines C++-Compilers. Als zweites zeigt es den Grundaufbau eines jeden Programms. Außerdem bietet es Umsteigern, die bereits in C programmieren, einen schnellen Überblick über die Veränderungen, die bei C++ unbedingt beachtet werden müssen.
2.1 Vom Text zum Binärcode
Am Anfang eines jeden Programms steht Tipparbeit. Mit Hilfe eines mehr, oder weniger komfortablen Editors muss der Code eingegeben und gespeichert werden. Dazu eignet sich jedes Programm, das den Text ohne Druck- und Formatsteuerzeichen in Dateien ablegen kann, also auch fast jede Textverarbeitungssoftware. Die professionellen Entweicklungsumgebungen enthalten zu diesem Zweck spezielle, integrierte Editoren, die unter anderem den Code auch mehrfarbig darstellen können und verschiedene Eingabehilfe bieten.
Nun öffnet ihr ein Editor eurer Wahl, und gebt das folgende erste Programm ein.
Code:
// test0001.cpp
#include <iostream>
using namespace std;
int main() {
cout << "Dies wird in \n2 Zeilen gedruckt!";
cout << "\nFuenf + elf = " << 5+11 << "\n";
return 0;
}
Dies wird in
2 Zeilen gedruckt!
Fuenf + elf = 16
Sonderzeichen
Sollten beim Rechner beispielweise die geschweiften Klammern (und der sogenannte Backslash (\) nicht direkt über die Tastatur einzugeben sein, dann verwendet stattdessen die sogenannten Trigraphen (tri = drei, graph = Zeichen), die C++ als ein einziges Sonderzeichen behandelt. Die folgende Tabelle enthält alle alternativen Trigraphen und ihre Bedeutung.
| Zeichen | Trigraph |
|---|---|
| # | ??= |
| \ | ??/ |
| [ | ??( |
| ] | ??) |
| ^ | ??' |
| { | ??< |
| } | ??> |
| ~ | ??- |
Bei verwendung von den Ersatzzeichen sieht das Programm folgendermaßen aus, dass wir bereits mit dem Editor bearbeitet hatten.
Code:
// test0001.cpp ??=include <iostream> using namespace std; int main() ??< cout << "Dies wird in ??/n2 Zeilen gedruckt!"; cout << "??\nFuenf + elf = " << 5+11 << "??/n"; return 0; ??>
Es gibt aber auch noch sogenannte Digraphen, und Sondersymbole für weitere spezielle Zeichen. Aber davor lieber testen, ob der Compiler diese unterstützt, bevor sie eingesetzt werden.
Programmerstellung
Nachdem der Code fertiggestellt ist, muß er in eine binäre Form umgewandelt werden. Der jeweilige Befehl, der aufgerufen werden muss, ist bei Visual C++ (E) von Microsoft die Taste F7 und beim C++-Builder von Inprise die Kombination Strg+F9.
Da die IDEs aber meistens projektorientiert arbeiten, sind oft noch weitere Einstellungen in den Projektoptionen notwendig, die Beschreibung würde jedoch den Rahmen dieses Buches sprengen.
Ihr könnt jedoch die Beispiele aber schnell ausprobieren, wenn euer Compiler den Kommandomodus unterstützt. Der Befehl für den Compiler lautet dann zum Beispiel
beim Visual C++/Studio
Code:
cl test0001.cpp
.cpp
Isostream -> Präprozessor
Compiler
Library -> Linker
Programm!
An der erweiterung ".cpp" erkennt der Compiler, dass es sich um ein C++ und um kein C-Programm handelt.
~ Pause ~
werde gleich weiterschreiben. Bin ebend beim Arzt.
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