Es gibt glaube ich sogar Studien die genau das belegen sollen, ohne das ich jetzt etwas verlinken kann, weil ich das auch nur irgendwo mal aufgeschnappt habe. Nur würde ich nicht unbedingt sagen, dass solche Menschen glücklicher sind, eher zufriedener mit dem eigenen Leben.
Ich bin selbst der Meinung, dass Menschen, die weniger wissen (bezogen auf Bildung, Leben etc.) glücklicher/zufriedener sind, weil sie eben weniger nachdenken, beobachten, analysieren, selbst reflektieren. Stattdessen akzeptieren oder ignorieren sie ganz unterbewusst. Liege aktuell mit einer Erkältung im Bett und weiß mich gerade nicht besser zu erklären, sorry. Ich hoffe man versteht trotzdem ungefähr worauf ich hinaus will.
Als ich mich entschied in Japan zu leben habe ich das erstmal bewusst darüber nachgedacht. Gerade Freunde, die keinen hohen Schulabschluss haben, geistern auch nach der Schulzeit in der selben Kleinstadt rum, in der sie aufgewachsen sind. Über die Jahre aus mehreren Gesprächen habe ich gemerkt, dass die Meisten dieser Leute gar nicht (selbstständig) daran denken, irgendwo anders zu leben, demnach sind sie total verwundert, dass ich nicht in Deutschland oder in naher Umgebung lebe, das können sie schlichtweg nicht verstehen. Ist nicht der beste Vergleich, aber das stimmt mich ab und an echt traurig, dass man sich so unbewusst mit dem was man in die Wiege gelegt bekommen hat, zufrieden gibt, wobei gerade zur heutigen Zeit dahingehend unendliche viele Möglichkeiten bestehen. Das ist wie bei Zombies, Hauptsache man hat zu Fressen. Man lebt im "System". Arbeitet um am Ende des Monats bisschen was auf die Seite zu legen. Aber es geht auch um so viel mehr. Gerade diese Leute fahren auch immer in die gleichen Urlaubsziele. Türkei, Mallorca ... nichts spannendes, so leben wie die Masse aus der man kommt. Ich nehme an, das gerade solche Personen nicht wissen, wie viel die Welt eigentlich zu bieten hat. Selbiges gilt natürlich auch für Menschen, die viel Zeit in ihrer Freizeit vorm TV verbringen, je jünger desto schlimmer. Man verpasst einfach so viel, das Leben könnte so viel besser sein. Aber viele geben sich damit zufrieden so zu leben wie man es im hohen Alter tut, mit dem Unterschied, dass man im hohen Alter einfach nicht mehr großartig wie Wahl hat. Das kann man natürlich auch aufs Zocken übertragen, ist meiner Meinung nach aber weniger schlimm, aber immer noch traurig.
Andererseits warne ich Freunde seit Jahren nicht all zu viel über das eigene Leben und gewisse Lebenssituationen nachzudenken. Damit schafft man sich meiner Meinung nach nur selbst unnötig Probleme, weil man alles schlicht und ergreifend zerdenkt/übedenkt anstatt das Leben, so wie es ist, zu genießen. Ich denke, das geht mit unter Hand in Hand.
Aber wie Shan sagte, unwissend lebt es sich leichter. Aber wie sagt man so schön vorm Tod: Man bereut nie, was man getan, sondern immer, was man nicht getan hat.