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Originally Posted by Plüschfee
Oh pls..
Wir reden hier aber nicht von anderen Entscheidungen.
Mord ist es vielleicht nicht, da man es nicht mal eine Chance gegeben hat ein Lebewesen zu sein. Ich würde es deswegen eher "Bewusstesverhindernvonderenstehungeineslebewe sen" nennen.
Man kann das Kind danach auch zur Adoption freigeben. Es gibt genug Familien, die kein Kind bekommen können, aber sich trotzdem ein Neugeborenes wünschen.
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Ein nicht existentes Lebewesen hat keinen Anspruch auf eine Chance zu existieren.
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Originally Posted by Plüschfee
Jo.
Die 9 Monate kann man sich doch wohl durchquälen, lol. Nur weil jemand kein bock auf die Schwangerschaft hat, soll dadurch ein Mensch nicht die Möglichkeit haben am Leben Teil zu haben? Das ist purer Egoismus.
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Dir ist das entstehende Kind wichtiger als die bereits existierende und mit Menschenrechten ausgestatte Frau. Geil.
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Originally Posted by Plüschfee
Das war eigentlich eher auf die Leute bezogen, die abtreiben, da sie keine Lust auf die Schwangerschaft oder auf ein Kind haben. Außerdem 9 Monate körperliche und psychische Qualen sind ja mal grenzenlos übertrieben. Die einzigen die davon psychische Qualen erleiden würden, wären die 14 Jährigen Mädchen. So hart ist eine Schwangerschaft gar nicht ! Quelle: Meine Mum.
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Schonmal an Vergewaltigungsopfer gedacht?
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Originally Posted by AllesVergeben
Wo läge das Problem? Natürliche Abtreibungen wie theit erwähnt hat wären ja demnach kein Problem, es geht hier um Sachen, in die der Mensch aktives Eingreifen hat - genauso könntest du fragen ob Mord das gleiche wie Ableben ist. Über die ethische Korrektheit von natürlich stattfindenden Sachen zu diskutieren sollte in dem Kontext nicht zur Debatte stehn.
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Der Fokus lag auf ungewollten Schwangerschaften, man kann da wohl kaum von aktiv herbeigeführtem Leben sprechen. Und deine Argumentation stützte sich ja teilweise darauf, dass der Embryo bei Nichteingriff ein Lebewesen wird, das Spermium aber nicht ohne aktiven Eingriff zu einem wird und Masturbation deshalb nicht damit zu vergleichen sei. So gesehen ist da aber ohne Zutun der Frau ein Embryo entstanden und sie darf ihn nicht mehr abtreiben, weil er jetzt ja ohne Zutun ein Mensch würde?
Zudem sehe ich hier deine Ansicht zur Aktivität etwas kritisch. Die Mutter versorgt das Kind permanent, sodass daraus überhaupt ein Lebewesen werden kann. Es wird also nicht ohne Zutun ein Mensch draus. Und es ist ja wohl ihre Entscheidung, wo sie ihre Nährstoffe hin leiten will.
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Wie gesagt verbiete ich zudem Abtreibung ja nicht oder verurteile es nicht allgemein, ich sage nur, dass es ab dem Zeitpunkt, ab dem das mögliche Leben aktiv verhindert wird, problematisch wird. Kondome und andere Verhütungsmittel zähle ich nicht zu dieser aktiven Verhinderung, da zu dem Zeitpunkt eben kein Leben natürlich heranwachsen würde ohne menschliches Zutun.
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Die Chance stünde ohne die Verhütungsmittel aber gut, also wieso nicht? Wenn es halt nicht klappt, ist das wie eine natürliche Abtreibung - Pech. Aber der aktive Eingriff in den Fortpflanzungsakt sollte dann doch unterbunden werden.
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Zum Zeitpunkt des Verhütens gibt es noch nicht die Aussicht, dass aus einem Embryo bald ein Mensch entsteht, während das beim Abtreiben eine größere Problematik aufweist.
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Größer ja, bei Verhütung ganz davon abzusehen - meh.
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Ich setze die Grenze menschlichen Lebens nicht bei der Befruchtung, ich setze sie bei der Geburt. Aber davor geht es darum, dass eben solch ein menschliches Leben aus dieser befruchteten Zelle entsteht, wodurch man dies verhindert. Ich finde es nicht gleichzusetzen mit Mord, aber man sollte es bei Möglichkeit verhindern, und diese Meinung habe ich durch meine Ansicht der zum Teil aktiven Selbstbestimmung der Mutter und zum Teil Schutz des Kindes ab einem bestimmten Zeitpunkt deutlich gemacht.
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Wenn da menschliches Leben für dich nicht beginnt, warum dann darüber nachdenken? Ein nicht existentes Wesen kann auch keine Rechte haben. Wie gesagt, es gibt so viele andere Entscheidungen, die nebenbei oder gezielt Kinder verhindern.
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Siehe oben zu Mord. "Was wäre wenn das Kind geboren wird" passt hier imo nicht, da dies der natürliche "Normalzustand" ist. Genauso könnte man ein Haus mit vielen Bewohnern zerstören, und danach behaupten, das Haus hätte auch so durch natürliche Faktoren einstürzen können. "Was wäre wenn das Haus weitergestanden hätte" wäre dann wohl ziemlich banal von den Bewohnern des Hauses.
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Komisch, dass du es zu dem Teil schreibst. Der handelte nämlich eigentlich davon, dass ich das "was wäre wenn [aber in die andere Richtung halt]" ebenso unsinnig finde. Es ist eben noch kein Mensch.
Das wäre eher vergleichbar, dass man das Haus gar nicht erst baut.
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Über den Unterschied zwischen Tieren und Menschen zu sprechen würde hier den Rahmen sprengen, ich halte Menschen einfach für Schützenswerter als Tiere.
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Ich auch, aber ich habe auch Gründe dafür. Man kann es schon in das Thema einschließen, denn es hilft bei der Definition von schützenswertem Leben.
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Wie schon ein Paar mal erwähnt ist ein Fötus keine Person, es geht um die Problematik dass in Zukunft im Normalfall eine Person daraus entsteht, die man entweder aktiv verhindert oder nicht (dessen Legitimation hier diskutiert wird).
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Jein, die Person entsteht ja erst durch Geburt, Aufwachsen, Erziehung.
Lange davor eine Entscheidung zu treffen, die das verhindert, hat ja keinen Einfluss auf die Person. Sie hat keinen Willen, keine Rechte, weil sie nie existierte. Man verletzt ergo auch niemanden.
Mein Problem an deiner Definition ist, dass du es von bestimmten Umständen abhängig machst und eigentlich gar nicht präzise definierst.
1. Leben beginnt nach der Geburt
2. Person != Mensch
3. Die nicht existente Person hat ein Recht auf ihre Existenz, deshalb ist selbst ein Zellhaufen schützenswert
4. Andererseits gibt es Umstände, unter denen es vertretbar ist - sind dann auch Menschenrechte nur bedingt allgemeingültig? Oder unterscheidest du zwischen verschiedenen Personentypen? Oder wie kann das Recht der Person auf ihre Existenz aufgehoben werden? Menschenrechte, Personenrechte, Lebewesen, Mensch, Person,...
Irgendwie geht mir das zu durcheinander ;<