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Ein sehr schöner Artikel übrigens.
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Originally Posted by Unick
Wie gesagt, fang mit kleinen Schritten an zu gehen. Sorge erstmal dafür, dass du nicht verhungern würdest, dann kannst du dich auch um Andere kümmern.
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Auf was ist das nun konkret bezogen? Verhungert hier etwa wer oder wieso braucht man nicht sozial sein?
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Originally Posted by -Flozilla-
Warum einfach wenns auch kompliziert geht....ne? /:
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Warum kompliziert, wenn auch
einfach Menschen verrecken können, ne? :/
Oder worauf war das bezogen?
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Originally Posted by xtr3mb0b
Ich verstehe was du gegen den reinen Kapitalismus hast, aber sieh es dir an: In Deutschland haben wir auch einen (sozialen) Kapitalismus und bei uns verhungert kein deutscher Staatsbürger, es ist nicht so dass der Kapitalismus ausschließt dass sich der Staat um die Schwachen der Gesellschaft kümmert.
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Das ist so nicht ganz korrekt. Auch in Deutschland gibt es Menschen, die nur mit äußerster Not über die Runden kommen und es ist nicht so, dass wir hier auch keine Obdachlosen hätten, die im Winter erfrieren (wie ich jetzt schon kommen sehe, dass irgendein Depp sagen will "Aber die sind doch selber schuld", lol).
Zum Anderen wird unser Sozialsystem schon seit geraumer Zeit sukzessiv abgebaut und gleicht sich dem der USA an. Der FDP ist unser Staat ja immer noch zu sozial und wenn hier im Forum mal liest, was einige Individuen für geistigen Dünnschiss von sich geben, habe ich Angst vor der Politik von morgen.
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Der Kommunismus hingegen ist für mich viel menschenverachtender
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Das kann er per Definition nicht sein, denn er setzt das Wohl der Menschen an die höchste Stelle
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er ist ineffizient, unglaublich aufwändig
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Definitiv.
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und gebiert absolutistische Regimes, welche die gesamte politische und wirtschaftliche Macht in sich vereinen.
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Umgekehrt. Diese Regimes nutzen Abwandlungen gerne, um ihre Macht zu stärken.
Der Kommunismus kann keine Regimes gebären, dafür benötigt es erstmal unterschiedliche Klassen und Schichten.
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Die Linken.. Je kleiner eine Partei ist desto lauter kann sie schreien.
Falls ich da nichts missverstanden habe implementiert Kommunismus eine zentrale Verwaltung der Produktionsmittel, muss man natürlich nicht Planwirtschaft nennen, ist aber das Gleiche :p
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Kommunismus hat auch keine eindeutig abgegrenzte Definition. Die Linke beschränkt sich wie gesagt in ihrem Programm auf eine klassenlose Gesellschaft. Durchaus ein lobenswertes Ziel.
Welche Relevanz die Größe der Partei für diese fachliche Diskussion hat, ist mir nicht ganz klar ;O Ob sie ihre Ziele, wenn sie an der Macht wären, realisieren würden, ist noch einmal eine ganz andere Frage, aber nicht die Frage dieses Threads.
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Vollkommen richtig, nahezu jedes große Unternehmen hat Leute in Berlin sitzen.
Aber wir haben ja nicht mehr die Situation wie während der Industrialisierung, wo die Mittelschicht praktisch nicht existent war und die Gesellschaft sich in Produzenten und Arbeiter, die unter menschenunwürdigen Bedingungen zu Hungerlöhnen arbeiten müssen, aufteilte. Heutzutage haben wir (zum Glück) eine breite Mittelschicht und diese großen Unternehmen bestehen nunmal aus dieser Mittelschicht, das bedeutet jedweder Lobbyismus kommt zu einem guten Teil auch der deutschen Gesellschaft zugute.
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Zuerst einmal ist ja gerade das Problem, dass wir einen Rückwärtstrend haben. Wir sind zwar nicht mehr in der damaligen Zeit, aber die Verhältnisse bewegen sich in diese Richtung.
Zudem wäre mir neu, dass beispielsweise die Bankenlobby irgendwas für die Mittelschicht tun würde.
Natürlich werden durch den Lobbyismus die wirtschaftlichen Verhältnisse einiger Unternehmen gestärkt, weshalb es mehr und auch "sicherere" Arbeitsplätze gibt, aber zu welchem Preis? Die Nachteile winken dann auf der anderen Seite, z.B. durch Preisdiktate von legalen Monopolen.
Wir haben momentan einen heuchlerischen Kapitalismus. Wenn es im Interesse bestimmer Lobbies ist, kann man gerne auch mal regulieren. Aber wehe dem Staat, er will mal Regulierungen einführen, die
hauptsächlich den Bürgern zugutekommen.
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stimmt ja im Grunde, der DDR fehlte es an Geldgebern, das Land hätte evtl. noch eine Weile überlebt, aber auf welcher Grundlage? Die Lebensqualität in der DDR war anscheinend nicht die Beste.. Wie man hört musste das Regime sogar eine Mauer bauen um die Leute am emigrieren zu hindern (nur ein gerücht) :D
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Ich glaube, wir reden aneinander vorbei.
Natürlich war das Leben unter einem totalitären Regime kein Spaß. Das hat aber wenig mit dem Sozialismus zu tun. Wirtschaftlich gesehen war die DDR jedenfalls nicht so schlecht, wie es gerne behauptet wird. Unsere finanzielle Lage sieht aktuell nicht viel besser aus, nur stützt sich unser System, indem einfach neues Geld durch Kredite aus dem Nichts geschaffen wird. Das klappt natürlich auch nur über einen begrenzten Zeitraum, wie man sich denken kann. Hallo Inflation!
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Eher ein Beispiel dafür dass auch Dinge Geldwert haben, die keinen Nutzen für die Menschheit bringen :)
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Nein, sie bringen doch Nutzen, dieser ist halt nur begrenzt.
Aber die größere Nutzen, nämlich Energie klimafreundlicher zu gewinnen oder verschleißfreiere Güter zu haben, der ist eben wenig wert in einer Welt, in der man jedes Jahr seinen Gewinn weiter steigern muss.
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Naja, da muss man wohl in den sauren Apfel beißen, allerdings bleibt das alles im Rahmen, da es ab einer gewissen Offensichtlichkeit dieser Taktik Produzenten geben wird, für die es dann lohnender ist "ehrlich" zu bauen.
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Natürlich, aber es geht um's Prinzip. Der Kapitalismus fördert grundsätzlich nur Ideen, die eine direkte Gewinnaussicht versprechen. Ideen mit langfristige Gewinnen, hauptsächlich an Werten, die nicht mit Geld zu bemessen sind (z.B. das Klima), müssen sich ihre Durchsetzung wesentlich stärker erkämpfen oder bleiben einfach Ideen.
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Es stimmt. Vorteil für die einen ist ein Nachteil für die Anderen.
Es ist das Gleiche wie beim Klimaschutz, aber was willst du tun. Keine Regierung auf der Welt jucken diese Themen (nachvollziehbar) und somit wird sich allzu schnell auch nichts ändern.
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Was soll daran nachvollziehbar sein?
Deine Fragestellung "Was willst du tun?" mit der unterschwelligen Botschaft, dass wir nicht helfen können, wenn es uns selbst keinen finanziellen Nutzen bringt bzw. sogar einen finanziellen Nachteil, ist wieder im Denkmuster des Kapitalismus. Diese Frage stellt sich für mich so gar nicht. Ich muss nicht abwägen, ob es mir das wert ist, dass ich dann wieder mehr für Schokolade zahlen muss. Einfach helfen (ich weiß, leichter gesagt als getan, aber momentan besteht ja nicht einmal der Wille ;O).
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Ich beginne diese Diskussion zu geniessen :) mal was anderes als das übliche internet geflame~
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Dito.
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Originally Posted by Unick
Deine Vorurteile mir gegenüber kannst du stecken lassen. Ich wollte nur etwas mehr über den TE in Erfahrung bringen.
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Was für Vorurteile? Derartige Unsinnigkeiten habe ich an den Kopf geschmissen bekommen, als ich noch Schüler war.
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Dann stimmst du meinem ersten Post hier zu. Gut.
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Wie bitte? Was genau bestätige ich dir denn?
Jemandem willkürlich Zustimmung in den Mund zu legen ist unredlich.
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So viele kenne ich da gar nicht. Hilf meinem Wissensstand mal auf die Sprünge. Weiterhin gilt immer noch dass Ausnahmen die Regel bestätigen.
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Es gibt keine Regel. Prinzipiell kann von jedem die zündende Idee kommen, ein bestimmtes Problem zu lösen. Das gab es selbst schon im Zeitalter der Ständegesellschaft.
Dennoch: Wenn du der Meinung bist, dass man durch seine Herkunft bestimmte Dinge nicht erreichen kann, sprichst du ja genau die Punkte an, die hier kritisiert werden ;)
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Und weil das Ganze auch etwas effizient funktionieren sollte gibt es dessen Vertreter und die Vertretervertreter und schlußendlich die Vertreter der Vertretervertreter. Aber du redest ja von der reinen Demokratie, wo jeder auf seinen Smartphone die Demokratieapp hat und ausnahmslos an jeder Befragung teillnimmt, oder?
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Es geht schlichtweg darum, dass es in einer kommunistischen Gesellschaft keinen Oberplaner (im Sinne eines Totalitarismus) gibt, weil das der Definition widerspricht. Das Thema ist recht theoretisch, also komm mir nun nicht mit der Praxisuntauglichkeit. Den Kommunismus habe ich bereits als realitätsferne Utopie bezeichnet, auch wenn der sich selbst regulierende Markt genau so eine ist.
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Erstens ging es mir nicht um die Wahrscheinlichkeit sondern um die Möglichkeit überhaupt altruistisches Verhalten am Tag zu legen. Wer nichts hat kann auch nur wenig geben.
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Dann gehst du von der falschen Prämisse aus, dass man im Kommunismus nichts hat.
Der grundlegende Unterschied ist eigentlich nur der der Vermögensverteilung. Das Vermögen bleibt dasselbe.
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Und zweitens kommt Altruismus in der Geschäftswelt öfters vor als du denkst. Von Förderung von kulturellen Veranstaltungen bis zu Vereinen die sich um die Schwachen kümmern.
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Ist mir bekannt, ich bin überzeugter Gegner der "Menschen sind Egoisten"-These. Ich verstehe nur nicht, wo dann der Widerstand seinen Ursprung hat, diesen Altruismus auch gesetzlich festzulegen (im Grunde ist er das schon durch die Menschenrechte).
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Eine schlechte Produktivleistung bringt elend, unabhängig vom Wirtschaftssystem.
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Ebenfalls die falsche Prämisse.
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Und die Sozialwissenschaften.
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Stimmt, eigentlich sind ohnehin nur Ingenieurwissenschaften echte Studiengänge die produktive Akademiker hervorbringen. Der Rest ist sowieso nur mit Umverteilung beschäftigt :D
Zitat meines Lieblingsphysiklehrers
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Wer sagt den dass sie vom ersten Tag an Diktatoren waren und dass sie nicht von dem Menschen die Macht bekommen haben weil sie dem Ruf des Sozialismus gefolgt sind? Die Sowjetunion und der Ostblock ist das was in der Realität am nahsten dem idealien Sozialismus gekommen ist. Tut das nicht als Nicht-Sozialismus ab weil es schief ging.
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Es kann per Definition kein Sozialimus sein, wenn es eine gewaltsame Regierung gibt, die sich über den Willen des Volkes hinwegsetzt.
Zudem kannst du dieses Gedankenspiel schlecht nachweisen. Ich bleibe da eher bei meiner Ansicht. Grausame, psychopathische Diktatoren sind eben genau dies, unabhängig von der Ideologie, die sie zur Rechtfertigung ihrer Macht missbrauchen.
Ich bezeichne auch das Christentum nicht als böse, nur weil Monarchen es für den Absolutismus verwendet haben.
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Du bringst das Wort fair in Spiel. Lassen wir das und der Traum wirkt etwas weniger unrealistisch.
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Ohne dieses schöne Wort ist es aber ein Albtraum. Wer will denn bitte an einem Wettbewerb teilnehmen, bei dem anstelle desjenigen, der die größte Leistung erbringt, der größte Psychopath gewinnt?
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Da müssen wir aber Grundbedürfnisse definieren. So viel Brot und Wasser wie zum überleben nötig ist kann man als gedecktes Grundbedürfniss verstehen.
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Und das ist in den USA nicht einmal erfüllt.
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Wenn es aber mehr als das sein sollte sieht es anders aus. Ich sage dir wieder, dass Menschen im Kommunismus/Sozialismus gehungert haben. Und das lag am Systen/System und dessen Machtinhabern.
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Mal in zwei Varianten gefixt.
Beispiele?
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Man kann auch extrem schlecht wirtschaften und dabei den Menschen trotzdem nichts zu essen übrig zu lassen.
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Und nu? Man kann auch die Menschheit in die Luft jagen. Man kann viele schlechte Dinge tun. Das trägt nicht wirklich zur Diskussion bei.
Mir scheint, du hast einfach nur Spaß daran, contra zu sein, wenn ich mir deine durchschnittlichen Beiträge so ansehe.
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Glaubst du nicht? Ich kenne mindestens ein Beispiel aus dem Sozialismus.
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Ich kenne nicht einmal ein Beispiel für Sozialismus in der Realität allgemein. :eek:
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Ich empfinde die Wahrscheinlichkeit dafür auch um einiges höher im Sozialismus. Dieser kümmert sich hauptsächlich darum wie Ressourcen zu verteilen sind aber nicht wie sie produziert werden.
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Der Sozialismus ist eine politische Ideologie und keine Wirtschaftsform. Die Güter können ja durchaus in einer Marktwirtschaft produziert werden, aber die Politik hat sich sozial zu verhalten.
Ganz nebenbei gab es in der DDR ausreichend Produktionsmittel. Natürlich mangelte es an gehobenen Gütern (die heute selbstverständlich sind), aber der Grundbedarf war gedeckt.
Inwiefern sie sich "mehr" um die Verteilung gekümmert haben, ist mir gerade auch nicht ganz klar. Logischerweise haben sie sich um alles gekümmert, es gehört ja auch zusammen. Man kann schlecht verteilen, was nicht da ist. In der Marktwirtschaft ist es schlicht nicht notwendig, sich um die Produktion zu kümmern, weil da die Produktion nicht in der Aufgabe des Staates liegt, also wäre es ebenfalls falsch, wenn du damit implizieren wolltest, dass im Kapitalismus mehr Wert auf die Güterproduktion gelegt wird (die dort ja übrigens ebenfalls irgendwie verteilt werden müssen).
Wenn du damit sagen wolltest, dass in der DDR die Regierung so beschäftigt damit war, die vorhandenen Güter fair aufzuteilen, dass sie es nicht mehr geschafft hat, die Produktion zu regeln, dann muss ich doch sagen, finde ich deine Vortellung der ganzen Sache relativ kindlich.
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Selbst wenn es im Nicht-Sozialismus eine größere Lücke zwischen Schichten gibt könnte es sein, dass die unteren mehr haben als die "Gleichgestellten" im Sozialismus.
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Du willst mir sagen, in der DDR lebte man wie heute in Afrika? kk.
Die "Unteren" sind keinesfalls die Hartz4-Empfänger in Deutschland, falls du das damit meintest. Die sind global betrachtet immer noch obere Mittelschicht.
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Die würden doch einen Teufel tun und das sagen. Da verweise ich auch wieder auf die ex-sozialistischen Staaten. Da wurde auch mit dem Ideal geworben und in der Praxis kam etwas ganz anderes heraus. Ich kann es sowieso nicht fassen, dass es solch einen Linksruck in Deutschland gab und die Linke so akzeptiert ist. Wenn ich allein schon and die Attentate der RAF in der Vergangenheit denke schüttele ich nur den Kopf.
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Es gibt genau so einen Rechtsruck, jetzt werd mal nicht einseitig hier.
Wenn die Politik scheiße läuft (und sie läuft scheiße), orientieren sich die Menschen immer an den alternativen Rändern.
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Du könntest auch mal sozialer sein und an den Menschen auf der anderen Seite der Welt denken. Du verdienst ungerechterweise doch viel zu viel. Es wird Zeit dass du deinen Lohn nach unten drückst. Dadurch wird auch mehr für die Anderen übrig sein.
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Korrekt. Aber eins nach dem anderen ;)
Bevor wir die globale Wirtschaft angleichen können und idealerweise Staaten abschaffen, muss noch eine ganze Menge geschehen.
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Selbstverständlich gibt es Gewerkschaften.
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Zum Einen gibt es sie nicht für jeden Berufszweig, zum Anderen ist ihr Einfluss auf die Politik begrenzt, wenn überhaupt vorhanden. Ihre eigentliche "Stärke" zeigen sie maximal bei Tarifverhandlungen mit Arbeitgebern, aber selbst das lief schon einmal besser.
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Solch ein Versuch wäre auch der Ruin des Landes.
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Korrekt! :)
Nur muss man mit der Bewertung dann auch konsequent sein: Wenn man die Wirtschaftlichkeit der DDR betrachtet, sind Schulden ein denkbar schlechtes Bewertungskriterium
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Doch und zwar dann wenn du nichts hast. Darum klappt Korruption auch so gut im fortgeschrittenen Sozialismus.
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Ich bleibe dabei: Nope.
Die erneut falsche Begriffsverwendung mal ganz außen vor gelassen.
Ich kenne meine moralischen Züge wohl besser als jeder andere. Und ob es mir wer glaubt oder nicht, ist mir ohnehin egal.