Kann ich nur so unteschreiben, bis auf das der Steuerfreibetrag glaube nur 600 Euro ist (Deutschland), aber darunter werden wohl sowieso die wenigsten fallen. Ich habe von meinen Exchangeanbietern einfach die Trading-Audit angefordert und es meinem Steuerberater gegeben. Leider handhaben die FA es komplett unterschiedlich. Manchen FA reicht sogar bei Tradern eine Bescheinigung vom Anbieter mit so viel wurde eingezahlt, so viel auszahlt = so viel Gewinn oder Verlust. Im Zweifel würde ich einfach mal beim zuständigen FA anrufen und nachfragen wie es dort gehandhabt wird.Quote:
Möchte hier nur ungern die Moralapostel spielen, jedoch will ich darauf nochmals aufmerksam machen:
Bitte bedenkt, dass ihr - solltet ihr eure Investitionen nicht länger als 365 Tage halten - auf jeden Verkauf von Coins und den dadurch erzielten Gewinn - damit ist auch der Tausch in einen anderen Altcoin gemeint - Steuern zahlen müsst. Diese fallen nicht sonderlich gering aus: Ganze 25% werden von euch verlangt, zuzüglich Kirchensteuer und Soli. Natürlich existiert auch hier ein Freibetrag, jedoch ist dieser ab ca. 800€ bereits gedeckelt, die doppelte Summe steht, solltet ihr verheiratet sein.
Ich würde mir an dieser Stelle nun die Frage stellen, ob es das im Endeffekt wert ist. Es kommen bei regelmäßigen Trades nicht nur die Steuern auf euch zu, sondern es ist tatsächlich auch der Fall, dass man mit long term Investments in den meisten Fällen besser fährt. Wobei ich mir bei den derzeitigen Kursentwicklungen bei Zweitem auch nicht wirklich sicher bin, um ehrlich zu sein. Nichtsdestotrotz:
Ihr müsst eure Gewinne am Ende vom Jahr dem Staat melden, ob ihr wollt oder nicht. Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt und bringt euch bestenfalls - und mit einem sehr guten und damit auch teuren Anwalt - eine hohe Geldstrafe ein. Wenn es sich um größere Summen handelt, könnt ihr dafür sogar eine Freiheitsstrafe kassieren. Das ganze Thema rundum Steuern und Investitionen ist nervend, stimme ich vollkommen zu. Aber über sowas sollte man sich früher oder später Gedanken machen.
Tendenziell würde ich sagen das es aus steuerlicher Sicht Sinn macht alles mindestens 1 Jahr zu holden, aus Wirtschaftlicher macht aber bei so extremen Sprüngen wie wir sie die letzten Monate erleben vermutlich Daytraden mehr Sinn.
Besser ist das. Erstens hast du wenn du Langzeitholder bist zu 100% legal steuerfreies Geld und zweitens denke ich ist es nur eine Frage der Zeit bis die Exchanger die Kundendaten an den Staat rausgeben müssen. Da gebe ich lieber 30% dem Staat, wie in 5 Jahren wegen Steuerhinterziehung in den Bau zu gehen. Klar sind Steuern immer ein leidiges Thema und man kann sich gerne darüber streiten ob die Höhe in Ordnung ist, aber dafür bekommen wir ja auch etwas zurück. Spätestens wenn du das nächste mal schwer krank bist oder dein Haus brennt wirst du dankbar dafür sein das es sowas wie Steuern gibtQuote:
Werde mir dieses Jahr die Zeit nehmen und eine Steuererklärung schreiben. Soll sich insgesamt anscheinend lohnen.