Nennt es makaber, aber ich finde es einfach spannend was wo passiert und warum. Die Angst hält sich beim mir defacto aber auch in Grenzen. Ich habe alles vorbereitet was ich sinnvoll vorbereiten kann und was ich so oder so irgendwann brauchen werde (Nudeln, Soßen, Medikamente, etc). Aber das sind halt alles Sachen, die ich auch brauchen werde egal wies weiter geht.Quote:
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Nunja, du weist darauf hin, dass die Menschen woanders die Aufmerksamkeit nie so bekamen, was stimmt, hast eine schlüssige Begründung (es liegt an der Nähe des Landes) ist auf jeden Fall ein Teilgrund, auch wenn ich hier noch mehr Gründe sehe. Räumst aber trotzdem deine Solidarität ein, dass es in der Ukraine trotzdem schlimm ist. Ich denke nicht, dass du Teil des Problems bist.
PS: Das mit der Diskriminierung kann ich echt nicht verstehen. Können wohl nur Leute sein, die immer schon was gegen Russen was hatten und es jetzt zum Ausdruck bringen können, kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein Mensch so ein Hass aufbauen kann nur wegen dieses Kriegs. Ist für mich zumindest nicht verständlich.
@[Only registered and activated users can see links. Click Here To Register...] Tut mir leid, aber dass du sowas schreibst ist echt lustig, weil du ja die ganze Welt nicht vertraust und aus allem eine Theorie machst.
@[Only registered and activated users can see links. Click Here To Register...] Nunja, ich befasse mich damit, weil man dann auch u.a diskutieren kann, mach ich halt gerne. Du siehst Diskutieren eher als negativ an, sehe ich halt komplett anders, es motiviert mich etwas zu tun und mich einzulesen. Mir geht es nicht immer um die Negativität in diesen Themen, ich fasse das ganz anders auf. Mir geht es teilweise darum, sich zu bilden, mit Argumenten konfrontiert zu werden, und man lernt immer was dazu und versteht die Welt ein bisschen mehr.
Ziele? Gut ich könnte auf jeden Fall mehr in meine Karriere stecken, aber meine Uni-Noten sind immerhin besser als vor Corona. Und ich bin deutlich weniger Depri als vor Corona(ka warum). Ich fühle mich ziemlich ausgeglichen und würde hier gar nicht diskutieren hätte ich kein Spaß daran. Gerade bei diesem Thema habe ich natürlich etwas Angst, dass was krasses passiert, da bin ich ehrlich. Vor allem, wenn man sich halt eingelesen hat, weiß man wie aussichtslos die Lage ist für Russland und gar nicht einschätzen kann, was dieser Typ machen wird, aber ich würde jetzt nicht unbedingt sagen, dass mich das einschränkt, sondern dass ich weiß, was kommen könnte.
Diese Diskussionen rauben mir keine positiven Energien, und geben mir keine negative Energien. Es ist eher, es zieht viel Zeit, die ich besser einsetzen könnte. Ich schreibe diesen Beitrag, obwohl ich gerade eine Hausarbeit schreiben muss, die viel höhere Priorität hat. Das ist pures prokrastinieren, andere machen es auf Tiktok und ich diskutiere hier dann mit Leuten. Will es damit nicht besser reden, aber ist auch nichts Ungewöhnliches mehr.
TLDR:
Machen mir die Diskussionen Spaß ? Definitiv sprich es bereit mir schon "Freude" wenn man es so nennen kann..
Könnte ich in der Zeit wesentlich besseres machen? Auf jeden Fall
Macht es mich mehr depressiv? Nein, bzw. hat es wahrscheinlich keinen Einfluss. Vor der Corona-Diskussion ging es mir deutlich schlechter.
Wieso ich es mache? Die Welt besser zu verstehen, mit Kontra umgehen. Lernen, dass andere eine andere Meinung haben, wovon man auch noch lernen kann.
Und ansonsten ist meine Meinung dazu recht "kalt" und rational:
Irgendwann stirbt jeder. Das heißt nicht, dass man es herausfordern muss oder dass das gar eine Legitimation ist für Aggression welcher Art auch immer. Aber ob ich jetzt in nem Monat an einer Bombe sterbe oder in zehn Jahren an Krebs oder in 50 Jahren an einen Herzinfarkt, ist mir recht wayne.
Klingt erst einmal wie ein richtiges Depri-Leben, klingt aber tatsächlich nur so. Immerhin lebe ich so möglichst viel und möglichst oft Tage als wären sie meine Letzten.
Traurig macht mich das ganze Leid natürlich dennoch. Wie gesagt geht es hier nicht um "Emotionslosigkeit" sondern einfach darum, dass ich und jeder andere jederzeit sterben könnte egal ob mit Krieg oder ohne.
Und genau deswegen interessiert mich das Thema auch. Es ist für mich einfach ein Thema wie "Corona", "FC Chelsea hat gewonnen", etc.
Für mich unterscheiden sich diese Nachrichten kaum von anderen Nachrichten. Und die Frage warum man sich Nachrichten allgemein anschaut lässt sich gut durch viele psychologische Studie und Theorien erklären, teilweise wird dieses Prinzip sogar ganz aktuell beim Reinforcement Learning von KIs benutzt:
Menschen haben einen natürlichen "Trieb" neue Sachen zu lernen, zu entdecken und zu verstehen. Wenn einem der "Spaß am Lernen" nicht abtrainiert wurde, merkt man das bis ins hohe Alter bei den allermeisten Menschen. Beispiele:
- Viele Rentner bereisen immernoch die Welt und suchen nach neuen/schönen Orten
- Viele Rentner befassen sich immernoch mit "neuen Technologien" oder entdecken neue Hobbies
- ...
Der Hang zum "Lernen und Entdecken von Neuem" ist bei uns biologisch verankert. Und genau aus diesem Grund sind Nachrichten auch für viele Menschen sehr interessant. (Nennt sich im KI Bereich "Curiosity driven reinforcement learning").
Am Ende machen einen auch nicht die negativen Nachrichten selbst depressiv, sondern wie man damit umgeht und darauf reagiert.