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Originally Posted by Ares Zizou
Aber das Überleben gewisser Arten setzt doch nicht automatisch die Interaktion zwischen ihnen voraus. Sonst wäre ein ökologisches Gleichgewicht ja überhaupt nicht realisierbar und die Welt ein einziges Chaos.
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1. Das war im übertragenden Sinne für Zusammenpassen gemeint (so hatte ich die "Interaktionen", die du meintest, auch aufgefasst). Natürlich überlebt nicht alles bzw. nur, was interagiert. Ich wollte sagen, dass nur das überlebt, was zum Rest passt. Insofern ergibt sich dieses "perfekte" Bild.
2. Es ist das pure Chaos. Aber auch das Chaos kann Regelmäßigkeiten enthalten. Die sind halt nur nicht von irgendwem gezielt eingebaut worden.
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Natürliche Selektion unterliegt also auch keiner Logik oder einem gewissen System?
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Nein, es ist die pure Anarchie.
Da einen Sinn drin zu sehen ist gewissermaßen Wunschdenken, das meist auch nur von Leuten kommt, die selbst entweder einer Religion angehören oder Pseudoatheisten mit der Göttin Mutter Natur sind. Wunschdenken jetzt bitte nicht auf die Goldwaage legen, ist nicht beleidigend gemeint. Es ist lediglich diese gewisse Denkweise, eine höhere Ordnung haben zu wollen, die einem einen gewissen Halt gibt. Ob man da nun ganz offen "Gott" zu sagt oder sich selbst als Atheist bezeichnet, aber ständig von der Natur (besonders dem Willen der Natur) spricht, als wäre es eine Gottheit.
Nur weil etwas natürlich ist, ist es nicht gleich gut, systematisiert oder perfekt.
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Originally Posted by cyberblack
Dann scheint mir die Wissenschaft ja wie ein naives Kind zu sein.
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Witzigerweise ist das sogar korrekt. Ein Wissenschaftler braucht die Neugier eines Kindes, um seinem Beruf nachzugehen. Würde man nicht immer wie ein kleines Kind nach den Ursachen fragen, wäre man nicht da, wo man heute ist.
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Wissenschaftler müßen ziemlich jung im Kopf sein, wenns ihnen nicht nach Logik geht.
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Es geht doch nach Logik.
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Die dauernden Hinterfragungen des Schöpfers ist nämlich vergebens. Wenn Gott perfekt und der Schöpfer aller Dinge ist, braucht er wenns um reine Logik geht keinen anderen Schöpfer. Es würde nämlich überhaupt keinen Sinn ergeben, wenn er, der perfekte, der Urspung aller Dinge noch einen Ursprung braucht. Wenn es ihn, diesen Gott vor dem Urknall gab, heißt das bloß daß er wohl keinen materiellen Körper haben muß und für uns deshalb nicht wahrnehmbar wäre. *g*
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Das ist nichts anderes als ein Dogma, das du nicht belegen (weder empirisch noch logisch) kannst. Wenn du das über Gott behaupten kannst ("Er war einfach immer da"), wieso geht das dann nicht über das Universum?
Wieso behauptest du, etwas so großes und perfektes wie das Universum kann sich nicht einfach so entwickelt haben, aber etwas noch größeres und noch perfekteres, nämlich Gott, bei dem war das so? Hast du dafür irgendein logisches Argument, warum ich diesen Umweg über Gott gehen sollte, wenn ich dadurch nicht mehr als ohne ihn erklärt habe?
Das macht die Welterklärung komplizierter (immerhin ist Gott ein so großer Begriff, dass man ihn weder beschreiben noch begreifen kann, also wird dadurch die Erklärung selbst unendlich komplex) ohne irgendeinen Mehrwert zu bieten. Sinnlos, wie gesagt.
Übrigens kannst du nicht von einem allmächtigen Gott sprechen und gleichzeitig Logik predigen. Allmacht ist ein logischer Widerspruch.
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Da habe ich es nach dem 820. Thread auch einmal ausführlich niedergeschrieben.
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Originally Posted by Todbringer
Hast du eigentlich irgendeine Krankheit oder warum musst du immer mit dieser extrem übertriebenen "fachlichen" Ausdrucksweise antworten?
Oder möchtest du dich einfach als besonders "intelligent" hervorheben?
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Mir wäre neu, dass normales geschriebenes Hochdeutsch nun besonders fachlich ist. Kannst du mir auf die Sprünge helfen und mir zeigen, welche Begriffe für dich in dem zitierten Absatz Fachausdrücke waren?
Ganz davon abgesehen habe viele Fachausdrücke die Eigenschaft, dass sie mit einem Wort beschreiben, was man sonst nur mit vielen Sätzen Umschreibung vermitteln könnte. Genau dafür gibt es sie und genau dafür verwendet man sie, wenn man sich über das bestimmte Fachgebiet unterhält. Du verwendest auch PC Fachbegriffe, wenn über PCs redest. Warum sollte das bei Philosophie anders sein?