Das Indiespiel „Everything“ ist nicht nur ein einzigartig-besonderes Spiel, ein vielfach ausgezeichnetes, kontrovers diskutierte und einfach ein abstrus abstrakte Spiel – Der Animationsfilm zu eben diesem hat nun auch die 14. Vienna Shorts Festivals als bester Animationsfilm gewonnen. Bei dem Filmchen handelt es sich eigentlich um einen Zusammenschnitt aus Gameplay-Szenen des Spiels, in welchem David O’Reilly, der Entwickler des Spiels, selbst zu Wort kommt. Es handelt sich keineswegs um ein normales Gameplay-Video, es ist fast schon ein philosophisches Meisterwerk – So wie es die Jury der Vienne Shorts auch erkannten. Durch den Sieg ist das Filmchen nun offiziell qualifiziert für die Oscars im kommenden Jahr.
Dies wäre das erste Mal, das ein Film, welcher auf einem Computerspiel basiert, es so weit geschafft hat. Zwar ist der Weg noch weit, da die große Jury rund um den Academy Award aus der Liste sich jeweils wieder nominierte aussuchen wird, die dann wiederum nochmal gegen die anderen gewinnen müssen in einem abschließenden Voting, dennoch ist dies bereits ein großer Erfolg, den O’Reilly gebührend feiern darf.
In dem Spiel Everything kann der Spieler buchstäblich „everything“, also alles übernehmen und steuern. Von der winzigsten Mikrobe, zu Pflanzen, Tieren oder Steinen, bis hin zu interplanetaren Objekten. Laut O’Reilly wurde seine Idee durch den Philosophen Alan Watts inspiriert, während die Musik von den Komponisten Ben Lukas Boysen und Sebastian Plano alles akustisch begleiten.
Wer sich selbst in das abstrakte Chaos stürzen will, kann sich das Spiel für 14,99 € bei Steam kaufen. Zwar wird das Spiel überaus positiv von dem Community angenommen, vor allem werden Watts Denkanstöße und der hohe, intellektuelle Anspruch gelobt, jedoch auch die geringe Interaktivität und ein mageres Gameplay kritisiert –
„Everything kann man nicht einfach zocken“.
Wie ist eure Meinung zu der Qualifizierung des kurzen Animationsfilmes? Ich persönlich muss als Oscar-Fanatiker (seit dem ich 8 bin keine Verleihung verpasst) sagen: Erfrischende Abwechslung und wünsche David weiterhin viel Erfolg.