Immer wieder wählen Entwickler für ihre Spiele Schauplätze aus, die so auch in der realen Welt vorkommen. Teilweise nennen sie diese um, wie zum Beispiel Rockstar Games, aber welche Stadt nachgeahmt wurde, ist meistens deutlich zu erkennen. So kann es auch vorkommen, dass Staatsoberhäupter es beleidigend finden, wenn ihr Land oder ihre Stadt sozusagen in den „Schmutz“ gezogen werden. Bekannter Fall wäre hier GTA IV, wo sich der Bürgermeister von New York über die Darstellung von New York beschwerte. Aber große Probleme gab es nie, außer ein paar Feinde der „Killerspiele“, die immer wieder böse Worte zu finden versuchen.

Ganz anders sieht das der Innenminister Carlos Romero von Bolivien. In Ghost Recon: Wildlands ist Bolivien der Dreh- und Angelpunkt für die Drogenkartelle. Gewalt, Korruption und Geiselnahmen gehören zur Tagesordnung in diesem Land. Dass dies nicht ganz der Realität entspricht, dürfte jedem klar sein. Dennoch sieht Romero hier eine Beleidigung seines Landes und bat den französischen Botschafter sich um diese Thematik zu kümmern. Sollte keine Lösung gefunden werden, würde man rechtliche Schritte einleiten wollen. Dass Ubisoft vor jedem Spiel darauf hinweist, dass gewisse Orte und Welten real sein könnten, aber die Geschichte selbst komplett fiktiv ist, dies scheint Boliviens Regierung nicht abzuhalten. In den kommenden Tagen und Wochen wird sich herausstellen, wie es in dieser Geschichte weitergeht. Genauere Informationen sind noch nicht bekannt.
In Ghost Recon: Wildlands geht es nach Bolivien, welches nicht nur landschaftlich abwechslungsreich sein soll, sondern auch diverse Klimazonen anbieten wird. Als Teil des Teams Ghost wird man in das Land eingeschleust, um dort hinter den feindlichen Linien zu operieren. Unsere Mission: Das Kartell ausschalten und das Land befreien. Missionen können im Koop oder mit KI-Kameraden gespielt werden, taktisches Vorgehen ist ein Muss. Das Spiel erschien am 7. März für Xbox One, PlayStation 4 und PC.