Atomic Heart: Ukraine fordert Boykott und Verbot

03/16/2023 23:07 Autrux#1
Die Entwickler von Mundfish haben im Moment mit ziemlich harter Kritik zu kämpfen. Seit Februar 2022 führt Russland nun den berüchtigten Angriffskrieg gegen die Ukraine. Bislang ohne Ergebnis. Nicht nur in der Politik streitet man sich über Kopf und Kragen - auch die Gaming-Szene ist mittlerweile betroffen. Besonders aufgefallen ist hierbei der neue Action-Shooter „Atomic Heart“ mit seinem russischen Developer-Team. Hier erfahrt ihr, was dahinter steckt.

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Bereits im Februar forderte die ukrainische Regierung einen offiziellen Ban für das Spiel an. Man wolle erreichen, dass der Titel aus allen digitalen Stores entfernt wird. Die Kontroverse hinter dieser Aussage ist diese - der Shooter würde die russische Regierung mitfinanzieren und daher diesen Angriffskrieg fördern. Zudem seien rassistische Ressentiments im Spiel eingebaut, die den Hass beziehungsweise die Verachtung gegenüber der Ukraine nur noch mehr schüren würden. Die ukrainische Regierung hat anscheinend nun genug davon, weshalb man nun nochmals mehrere Briefe an Sony, Microsoft und Valve verfasst hat, um dies zu untermauern.

So schreibt der ukrainische Vize-Premierminister Mykhailo Fedorov auf seinen Twitter-Kanal:


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Hier eine Übersetzung des Briefes an Microsoft:

Der Brief handelt zunächst darüber, dass zahlreiche westliche Firmen mit Beginn des Konflikts sich aus Russland zurückgezogen oder wenigstens Sanktionen durchsetzen. So hatte Sony den Verkauf sämtlicher Spiele und Konsolen gestoppt. Miscrosoft suspendierte umgehend den Verkauf neuer Soft- und Hardware und spendete zudem Waren im Wert von 18 Millionen US-Dollar an Hilfsorganisationen. Im weiteren Verlauf schreibt er, dass man vor allem mit der kommunistischen Propaganda ein Problem hätte. Dies würde gegen ukrainische Gesetzte verstoßen und wäre somit nicht hinzunehmen. Zudem wolle man sicher nicht, dass die Plattformen als „Kommunismus-Unterstützer“ bekannt werden. Ebenso fürchte er schon seit Längerem, dass sensible Nutzer-Daten an Moskau weitergeleitet werden.

Die Webseite „Eurogamer“ berichtete bereits, dass das Mitwirken der Investmentfirma Gem Capital auch ein Problem darstelle. Der Firmenchef Anatoly Paliy war Angestellter des Energieriesen Gazprom, was problematisch sei, den immerhin hält die russische Regierung noch immer Anteile von über 50% der Firma. Weitere Investoren des Studios sind zudem chinesische Firmen wie Tencent oder Gaijin Entertainment. Letzteres ist auch Publisher des Games War Thunder, welche angeblich 2021 indirekte Finanzierung prorussischer Separatisten unterstützten. Den Vorwurf der Datenübermittlung bezeichnete Mundfish daraufhin als falsch. Das, was man gefunden hat, wäre eine veraltete Datenschutzerklärung. Bislang hat sich keine der Firmen zu dem Schreiben offiziell geäußert.

Was denkt ihr? Sollte sich Politik ins Gaming-Business einmischen? Lasst doch ein Kommentar da.
03/17/2023 15:21 Crowley#2
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Originally Posted by Autrux View Post
Die Entwickler von Mundfish haben im Moment mit ziemlich harter Kritik zu kämpfen. Seit Februar 2022 führt Russland nun den berüchtigten Angriffskrieg gegen die Ukraine. Bislang ohne Ergebnis. Nicht nur in der Politik streitet man sich über Kopf und Kragen - auch die Gaming-Szene ist mittlerweile betroffen. Besonders aufgefallen ist hierbei der neue Action-Shooter „Atomic Heart“ mit seinem russischen Developer-Team. Hier erfahrt ihr, was dahinter steckt.

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Bereits im Februar forderte die ukrainische Regierung einen offiziellen Ban für das Spiel an. Man wolle erreichen, dass der Titel aus allen digitalen Stores entfernt wird. Die Kontroverse hinter dieser Aussage ist diese - der Shooter würde die russische Regierung mitfinanzieren und daher diesen Angriffskrieg fördern. Zudem seien rassistische Ressentiments im Spiel eingebaut, die den Hass beziehungsweise die Verachtung gegenüber der Ukraine nur noch mehr schüren würden. Die ukrainische Regierung hat anscheinend nun genug davon, weshalb man nun nochmals mehrere Briefen an Sony, Microsoft und Valve verfasst hat, um dies zu untermauern.

So schreibt der ukrainische Vize-Premierminister Mykhailo Fedorov auf seinen Twitter-Kanal:


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Hier eine Übersetzung des Briefes an Microsoft:

Der Brief handelt zunächst darüber, dass zahlreiche westliche Firmen mit Beginn des Konflikts sich aus Russland zurückgezogen oder wenigstens Sanktionen durchsetzen. So hatte Sony den Verkauf sämtlicher Spiele und Konsolen gestoppt. Miscrosoft suspendierte umgehend den Verkauf neuer Soft- und Hardware und spendete zudem Waren im Wert von 18 Millionen US-Dollar an Hilfsorganisationen. Im weiteren Verlauf schreibt er, dass man vor allem mit der kommunistischen Propaganda ein Problem hätte. Dies würde gegen ukrainische Gesetzte verstoßen und wäre somit nicht hinzunehmen. Zudem wolle man sicher nicht, dass die Plattformen als „Kommunismus-Unterstützer“ bekannt werden. Ebenso fürchte er schon seit Längerem, dass sensible Nutzer-Daten an Moskau weitergeleitet werden.

Die Webseite „Eurogamer“ berichtete bereits, dass das Mitwirken der Investmentfirma Gem Capital auch ein Problem darstelle. Der Firmenchef Anatoly Paliy war Angestellter des Energieriesen Gazprom, was problematisch sei, den immerhin hält die russische Regierung noch immer Anteile von über 50% der Firma. Weitere Investoren des Studios sind zudem chinesische Firmen wie Tencent oder Gaijin Entertainment. Letzteres ist auch Publisher des Games War Thunder, welche angeblich 2021 indirekte Finanzierung prorussischer Separatisten unterstützten. Den Vorwurf der Datenübermittlung bezeichnete Mundfish daraufhin als falsch. Das, was man gefunden hat, wäre eine veraltete Datenschutzerklärung. Bislang hat sich keine der Firmen zu dem Schreiben offiziell geäußert.

Was denkt ihr? Sollte sich Politik ins Gaming-Business einmischen? Lasst doch ein Kommentar da.
Finde es Komplett Überschlagen ein Spiel wegen seiner Finanzierung sowie seiner Herkunft verbieten zu lassen. Und ich glaube nicht, das es dort selbst die Russische Regierung finanziert. Selbst wenn ich mit meiner Meinung falsch liege, was wäre es für ein Zeichen? Jedes Spiel zu verbieten wo in den Herstellerländern Skandale passiert sind?
03/17/2023 17:53 Refleex'#3
Absoluter Schwachsinn. Nicht jeder Bürger russischer Herkunft ist automatisch Pro-Putin und absolut für den Krieg. Wenn wir jetzt schon in diese Richtung gehen, dann fangen wir doch mal bei den amerikanischen Entwicklern an, und machen Sie für Kriegsverbrechen verantwortlich, mit welchen Sie nichts zu tun haben.