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Originally Posted by TeilzeitGangster
Guten Tag liebe Freunde,
ich habe nun meine Berufsausbildung in der Industrie abgeschlossen aber ich möchte definitive etwas anderes Machen(Bin Industriekaufmann).
Allerdings war es für mich wichtig erst mal eine Ausbildung in der Tasche zu haben.
Ich würde gerne in die Programmierrichtung gehen. Bevorzugt Java.
Mein Problem ist nur ich hocke 8 Stunden auf der Arbeit und habe noch Hobby Freunding etc. Ich lerne jede freie Sekunde auf der Arbeit Java aber habe irgendwie das Gefühlt, dass ich damit niemals Geld verdienden werde.(Ich verdiene 1500€ netto als Industriekaufmann und das ist zu wenig für mich)
Nicht dass ich mehr benötige, aber ich möchte gerne mehr verdienen und vor allem, was mir Spaß macht.
Ich hatte überlegt mich in ein Wirtschaftsinformatik Studium einzuschreiben und die freie Zeit in das Lernen von Programmiersprachen/Java zu stecken.
Worauf sollte ich mich beim Lernen fokussieren wenn ich die Basics drinne habe?
Apps oder Desktopanwendungen?
Habt ihr generelle Tipps für mich?
Wäre euch sehr sehr dankbar!
Evtl könnte mir ja @ [Only registered and activated users can see links. Click Here To Register...] auch ein paar Tipps geben.
Danke Leute!
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Wenn du natürlich explizit nach meiner Meinung fragst, dann versuche ich da mal möglichst umfassend drauf zu antworten. :)
Ich glaube bei dir läufts aktuell ziemlich ähnliche wie es bei mir damals lief. Irgendwann war ich damals an einem Punkt was C/C++ Programmierung anging, angekommen, wo ich mir dachte:
Ok also rein von der Theorie her kann ich jetzt "alles was durchschnittlich schwer ist" programmieren und den Rest was spezielle Frameworks o.ä. angeht, trau ich mir zu selbstständig anzulesen, auch wenns mühsam wird/ist.
Ich weiß nicht wie es bei dir aktuell ist, aber ich habe an dem Punkt damals extrem die Motivation durch diese Gedanken verloren. Ich dachte mir so: "Naja gut die Basics hast du drauf und alles über Basics hinaus sollte im Rahmen des Machbaren liegen für mich."
Ich hatte dadurch halt keinerlei Motivation mehr zu programmieren, um "Programmieren" zu üben, weil ich eh schon "alles wusste". Eventuell stimmte das sogar, dass ich "99% der Grundlagen wusste", eventuell stimmt das auch bei dir. Bei mir hat das damals eine "Lernlücke" von rund 1-2 Jahren bedeutet. In der Zeit habe ich einfach nichts/kaum was programmiert, weil ich nicht wusste warum. Ich musste nicht programmieren, um es zu lernen, weil ich Basics drauf hatte. Aber genau so wenig fühlte ich mich Bereit irgendwelche "großen Software-Projekte, um sie zu verkaufen o.ä." zu starten. Aber so kleine Projekte waren auch langeilig, weil ich da ja schon im Voraus wusste, dass sie keiner nutzen wird und ich kaum was dabei lerne.
Bevor ich weiter erzähle. Erst einmal Respekt, dass du das "so einsiehst". Ich hab das damals gar net bewusst gecheckt, ich dachte einfach immer: "Joar Ich weiß ja eh schon 99% und irgendwie ist das jetzt langweilig geworden".
Aber du weißt, dadurch, dass du so einen Thread eröffnet hast, selbst, dass du nicht "alles" weißt (insofern bist du also schon einmal ein gutes Stück weiter als ich es damals war). Aber soweit jetzt zu meiner Geschichte und was mir dann wirklich geholfen hat.
Alles hatte damals damit angefangen, dass ich von C/C++ zu AutoIt wechselte, um Browsergamebots zu programmieren. AutoIt lieferte relativ schnell Ergebnisse und die Syntax checkt sogar ein Affe. Dennoch AutoIt gab mir damals das Gefühl von "Hey große Projekte kann ich damit in einem Tag umsetzen, das ist ja geil!"
So war meine Ziel damals: "Für jedes HTML/JS basierte Browsergame mit mindestens 10mio existierenden Accounts einen Bot zu schreiben".
Es gab tatsächlich Zeite, da habe ich drei verschiedene Bots in einer Woche rausgehauen. Ich lebte praktisch für das Ziel. Bis das Ziel großteils erreicht war und das Privatleben wieder etwas Zeit in Anspruch nahm.
Irgendwann kam ich dann aber wieder auf Bots zurück, weil ich für nen Freund "mal schnell" einen kleinen Bot schreiben sollte. Ich wollte einfach einen einfachen Maus-Klick-Bot schreiben. Das ging aber bei dem Spiel nicht. Auch PixelSearch reichte nicht aus. Also fing ich an mit ImageSearch zu arbeiten. Aber auch das funktionierte nicht so gut wie ich es wollte. Und so kam ich dann durch Googlen ins Gebiet der Bilderkennung und dadurch dann in den Bereich KI.
Soweit zu meiner Lebensgeschichte, aber was will ich damit jetzt eigentlich ausdrücken?
Im Prinzip will ich damit nur ausdrücken, dass du dir selbst "Ziele" setzen musst, die dir erstrebenswert scheinen. Wenn dir das schwer fällt, solltest du dich "einfach" mit einem Spezialgebiet beschäftigen und dazu etwas lernen/programmieren. KI bietet sich dafür tatsächlich an. Die Konzepte sind in der Grundidee super einfach zu verstehen und lassen sich meistens ganz nett umsetzen auch mit relativ geringem Programmier-Wissen.
Auch ein spannender Bereich wäre Debugging/Reverse Engineering. Selbst wenn das direkt in Java eher semi-geil ist. Was ich persönlich auch mega cool fand war Multicore-Processing bishin zu Cluster-Processing. So ein Cluster lässt sich auch super easy (zum Lernen) selbst machen. Einfach 3-4 Raspberries kaufen und die per Lan-Switch verbinden. Kostet etwa 150€ und die Raspberries kannst du später immer noch als Media-Center, Smarthome, whatever ausschlachten.
Also ganz konkret würde ich dir einfach empfehlen: Lerne durch mehr Übung.
Und Motivation zur Übung habe ich damals über persönliche Herausforderungen und über "Spezialisierungs Richtungen wie KI" gefunden.