Hallo ihr,
ich habe eine etwas allgemeinere Frage (oder Diskussionsthema?) zur heutigen P-Server Szene - und sie bezieht sich nicht auf die Programmier- / Scriptkenntnisse:
Ist sie in den letzten Jahren professioneller geworden? Zumindest ein bisschen?
Ich habe vor einigen Jahren Erfahrungen in wenigen, aber großen P-Server Teams sammeln können, aber selbst, wenn sie halbwegs erfolgreich waren, fehlte an gefühlt jeder Ecke die Professionalität. Die einzige für wichtig erachtete Basis bzw. Kenntnis war, einen Server "technisch" auf die Beine zu stellen. Das führte dazu, dass von blanken Vollpfeifen über Scriptkiddies bis hin zu - auch wenn sehr, sehr selten - tatsächlichen "Profis" mit Coding-Background alles mögliche an Serverleitern / -technikern vertreten war. Dass ein gutes Konzept & gute Technik nicht auf Dauer reicht oder zumindest nicht auch nur im Ansatz das Potential ausschöpft, das der Server hat, ist aber klar.
Was also an jeder Ecke gefehlt hat, waren Teams, die tatsächlich über (mehr oder minder erfolgreiche) Programmierkenntnisse hinausgingen. Das Schlagwort ist hier: Data-driven bzw. datengesteuert.
Marketing, Business Intelligence & Development, SEO und salopp gesagt die direkte, effektive Steigerung der Verkaufszahlen mögen auf den ersten Blick zwar prima klappen (oder auch nicht), wenn man sie aus dem Bauch heraus raushaut, mit Effektivität und Optimierung bzw. mit der tatsächlichen Ausnutzung des eigenen Potentials hat eine Pi-mal-Daumen-Entscheidung aber nichts zu tun.
Elasticsearch, Kibana, Confluence/JIRA und viele weitere Tools für Datenanalyse & Projektmanagement waren den meisten nicht mal nach ausführlichem Googlen ein Begriff. Sogar die Kommunikation fand in nahezu jedem Team noch via Skype statt, während auch kostenlose und explizit für Teamkommunikation gedachte Tools wie Slack, die von kleinen Startups bis hin zu Firmen wie Microsoft und der NASA genutzt werden, gar nicht erst betrachtet werden.
Aber ja. Man brauchte all das ja nicht. Schließlich konnte man ja ganz alleine verbuggte Quests schreiben und war mit gleich drei guten Spielern auf dem Server gut befreundet, die eh immer alles wussten und einen eh immer klasse beraten konnten, was als nächstes in den Itemshop rein soll, was die Leute kaufen würden. Selbst mittelfristige Entscheidungen waren da grundsätzlich fremd - und auch nicht erwünscht, klang ja schließlich kompliziert.
Aber gut, zurück zum Ausgangspunkt.
Nochmal die Frage: Ist das immer noch so eine Lowbob-Szene oder ist zumindest in dem einen oder anderen Team tatsächlich etwas Professionalität eingekehrt, etwas Bereitschaft und Motivation dafür, nicht nur einen laufenden Server zu haben, sondern jede noch so kleine Facette des eigenen Projekts zu verbessern, zu optimieren - von Technik über Marketing und User Support bis hin zur intelligenten Nutzung von all den Daten, die man vorliegen hat?
Wer bis hierher gekommen ist: Dickes Danke fürs Lesen. Und ein noch dickeres Danke, falls eine Antwort kommen sollte.
Liebe Grüße,
Oto
ich habe eine etwas allgemeinere Frage (oder Diskussionsthema?) zur heutigen P-Server Szene - und sie bezieht sich nicht auf die Programmier- / Scriptkenntnisse:
Ist sie in den letzten Jahren professioneller geworden? Zumindest ein bisschen?
Ich habe vor einigen Jahren Erfahrungen in wenigen, aber großen P-Server Teams sammeln können, aber selbst, wenn sie halbwegs erfolgreich waren, fehlte an gefühlt jeder Ecke die Professionalität. Die einzige für wichtig erachtete Basis bzw. Kenntnis war, einen Server "technisch" auf die Beine zu stellen. Das führte dazu, dass von blanken Vollpfeifen über Scriptkiddies bis hin zu - auch wenn sehr, sehr selten - tatsächlichen "Profis" mit Coding-Background alles mögliche an Serverleitern / -technikern vertreten war. Dass ein gutes Konzept & gute Technik nicht auf Dauer reicht oder zumindest nicht auch nur im Ansatz das Potential ausschöpft, das der Server hat, ist aber klar.
Was also an jeder Ecke gefehlt hat, waren Teams, die tatsächlich über (mehr oder minder erfolgreiche) Programmierkenntnisse hinausgingen. Das Schlagwort ist hier: Data-driven bzw. datengesteuert.
Marketing, Business Intelligence & Development, SEO und salopp gesagt die direkte, effektive Steigerung der Verkaufszahlen mögen auf den ersten Blick zwar prima klappen (oder auch nicht), wenn man sie aus dem Bauch heraus raushaut, mit Effektivität und Optimierung bzw. mit der tatsächlichen Ausnutzung des eigenen Potentials hat eine Pi-mal-Daumen-Entscheidung aber nichts zu tun.
Elasticsearch, Kibana, Confluence/JIRA und viele weitere Tools für Datenanalyse & Projektmanagement waren den meisten nicht mal nach ausführlichem Googlen ein Begriff. Sogar die Kommunikation fand in nahezu jedem Team noch via Skype statt, während auch kostenlose und explizit für Teamkommunikation gedachte Tools wie Slack, die von kleinen Startups bis hin zu Firmen wie Microsoft und der NASA genutzt werden, gar nicht erst betrachtet werden.
Aber ja. Man brauchte all das ja nicht. Schließlich konnte man ja ganz alleine verbuggte Quests schreiben und war mit gleich drei guten Spielern auf dem Server gut befreundet, die eh immer alles wussten und einen eh immer klasse beraten konnten, was als nächstes in den Itemshop rein soll, was die Leute kaufen würden. Selbst mittelfristige Entscheidungen waren da grundsätzlich fremd - und auch nicht erwünscht, klang ja schließlich kompliziert.
Aber gut, zurück zum Ausgangspunkt.
Nochmal die Frage: Ist das immer noch so eine Lowbob-Szene oder ist zumindest in dem einen oder anderen Team tatsächlich etwas Professionalität eingekehrt, etwas Bereitschaft und Motivation dafür, nicht nur einen laufenden Server zu haben, sondern jede noch so kleine Facette des eigenen Projekts zu verbessern, zu optimieren - von Technik über Marketing und User Support bis hin zur intelligenten Nutzung von all den Daten, die man vorliegen hat?
Wer bis hierher gekommen ist: Dickes Danke fürs Lesen. Und ein noch dickeres Danke, falls eine Antwort kommen sollte.
Liebe Grüße,
Oto