Lass bitte die Finger davon, rausch ist eine Art geistiger Verwirrtheit, bei der man seine Gedanken und Gefühle nicht mehr vollständig unter Kontrolle hat. Kaffee, Tee oder Tabak beispielsweise sind allesamt psychoaktive Substanzen und letztlich Gifte, nur eben keine Rauschgifte. Bei Dauergebrauch verursachen sie messbare, teils sogar schwere gesundheitliche Schäden und sind im Falle von Tabak ohne Zweifel auch lebensverkürzend. Diese Substanzen greifen aber nur den Körper an. Sie sind nicht in der Lage, Verstand, Persönlichkeit und soziales Verhalten eines Menschen zu verändern – selbst nicht in großen Mengen, selbst nicht nach jahrzehntelangem Gebrauch. Genau das ist der entscheidende Unterschied zu Rauschgiften bzw. Rauschdrogen. Diese sind zwar ein Teil der großen Familie der psychoaktiven Substanzen, aber nur sie können Menschen in etwas Anderes verwandeln. Sie wirken nicht nur auf Gehirn, Verstand, Seele (= „psychoaktiv“), sie verändern diese dauerhaft – und umso gründlicher, je länger sie genommen werden. Daran ändert auch „kontrollierter Drogengebrauch“ nichts oder „Safer Use“ („sichererer Gebrauch“), zwei der Lieblingsfloskeln einer Ecstasy-Lobby, die vor vielem warnt, nur nicht vor MDMA. Man kann eine Techno-Disco noch so oft durchlüften und noch so viel Wasser, Ohrstöpsel und Chill-Out-Bereiche zur Verfügung stellen: all das hilft bestenfalls im akuten Bereich und ändert nicht das Geringste an der beschriebenen langfristigen Schadwirkung des MDMA. An den Schalthebeln des „kontrollierten“ Drogenkonsums sitzen Drogen und nicht der Konsument. Über jeden, der etwas anderes glaubt, können sich Rauschdrogen nur freuen.
Wer im Eifer des Gefechts ohne Unterschied alle psychoaktiven Substanzen als „Drogen“ oder „Rauschdrogen“ in einen Topf wirft, trägt letztlich nur dazu bei, dass die echten Seelentöter-Wirkstoffe, die GeistVerstandKörper-Killer, auf gleiche Stufe mit denjenigen psychoaktiven Substanzen gestellt werden, die „nur“ giftig für den Körper sind. Und damit ist niemandem gedient, weil es an der Wahrheit vorbeigeht. Wenn MDMA-Lobbyisten Kaffeekränzchen und Ecstasy-Parties gar als „grundsätzlich das gleiche“ einstufen und das auch tatsächlich so meinen, dann zeigt das nur, dass fortgesetzter MDMA-Konsum noch eine weitere menschliche Fähigkeit zerstört: die Fähigkeit zu unterscheiden.
Das wirkliche Problem der Droge MDMA ist jedenfalls nicht Neurotoxizität und möglicher Tod, sondern das langsame Verlöschen all dessen, was den Menschen und das Leben als solches ausmacht. Ich spreche aus erfahrung, lass es einfach bitte ! Wer einmal richtig in den "Bann" gezogen wurde von drogen, den lassen sie so schnell nicht los. Ich meine es gibt sachen die muss man einfach nicht ausprobieren....Es gibt leute die Springen von einer Brücke, aber du musst es ja nicht nachmachen um mitreden zu können oder ?
Gruss