Bohr's Atommodell

11/12/2014 17:14 Mr.Tr33#1
Moin,

ich suche so ein paar Leute die sich mit Bohr's Atommodell auskennen :D

Meine grundsätzliche Frage ist, wieso Bohr's Atommodell so erfolgreich war bzw. immer noch ist.

Hintergrund: Ich schreibe morgen eine Physik Klausur und mein Lehrere will so etwas in der Art von mir hören ... dazu sogar 2 Aspekte (ausführlich)
Bin momentan am verzweifeln beim durchblättern meines Buches + suchen im Internet.

Wenn jemand sich damit auskennt und mir hefen möchte, ich würde mich sehr freuen :)

MfG
Mr.Tr33
11/12/2014 17:35 Schlüsselbein#2
Immernoch Erfolgreich ist es, weil es für viele Phänomene ausreichend ist (vorallem auf Schulniveau). Absorption und Emission von elektromagnetischer Strahlung lässt sich damit beispielsweise erklären (delta E = hf).

Das ist eigentlich der wichtige Punkt. Solange ein in einem Rahmen richtig vorraussagt, ist es sinvoll.
Um ein anderes Beispiel aus der Physik zu nennen: Das Newtonsche Gravitationsgesetz ist ausreichend um die Bahn des Mondes um die Erde zu berechnen - warum sollte man hier Einsteins Gleichungen benutzen?
Ein Modell bildet nie genau die Realität ab, sagt ja schon der Name: Modell. Man benutzt das einfachste Modell, sofern es die Gegebenheiten zulassen - und in der Schule ist das nunmal das Bohrsche Atommodell.
11/12/2014 17:39 Mr.Tr33#3
Vielen Dank, aber das erklärt mir jetzt nicht aus der Sicht von 2 Aspekten wieso genau es so erfolgreich ist.

Entweder ich sehe die "Aufgabe" viel zu kompliziert oder es ist doch etwas komplizierter. Entschuldige mich, wenn ich mich etwas doof anstelle :D
11/12/2014 17:41 Schlüsselbein#4
Quote:
Originally Posted by Google.de
Mit dem rutherfordschen Atommodell konnte die Stabilität der Atome nicht erklärt werden. Aus klassischer Sicht führen die kreisenden Elektronen eine beschleunigte Bewegung aus und beschleunigte Ladungen strahlen elektromagnetische Energie ab. Die Folge davon wäre ein Absturz der Elektronen in den Kern.

Das rutherfordsche Modell kann die quantenhafte Emission und Absorption von Energie durch die Atome nicht erklären. Als Folge dieser experimentell gesicherten Tatsache (z.B. Balmerserie; Umkehr der Na-Linie; Fanck-Hertz-Versuch) muss man diskrete Energiezustände im Atom annehmen. Da im Modell von Rutherford jedoch alle möglichen Radien der Elektronenbahnen und damit auch alle Elektronengeschwindigkeiten erlaubt waren, konnte die Gesamtenergie (potenzielle Energie + kinetische Energie) des Elektrons keine diskreten Werte annehmen.
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11/12/2014 17:48 Mr.Tr33#5
Das wäre jetzt aber auch nur ein Aspekt, oder sehe ich den Teil ebenfalls falsch?
Weil hier wird ja nur beschrieben, dass in Bohr's Atommodell die Gesamtenergie keine bestimmten Werte hat und somit alles im Gleichgewicht bleibt und kein Absturz der Elektronen in den Kern.
11/12/2014 17:59 Black Tiger ツ#6
Ich dachte immer, dass man das Bohr'sche Atommodell in Chemie der 8. Klasse durchnimmt :)

Ein Modell ist eine Abstraktion der Realität, um Sachverhalte und (innere) Vörgänge besser zu verstehen. Dazu richtet sich das Modell an das Verständnis und Wissen des Betrachters. Besonders zum Tragen kommen hierbei die Schalen und damit die Beweisführung der Oktettregel.

2 konkrete Aspekte mit der man die Oktettregel erklären kann:
- Reaktionsträgheit von Edelgasen
- Ionisation von Atomen


2 physikalische Aspekte ("1. und 2. Hauptsatz Thermodynamik"):
- Energien sind ineinander umwandelbar, aber können nicht gebildet bzw. vernichtet werden.
- Die Zustandsgröße der Entropie ist mit der Wärme über der absoluten Temperatur verknüpft.

Das kann Bohr erklären, dass Rutherford nicht konnte:
- Stabilität von Atomen
- die quantenhafte Emission und Absorption von Energie
11/12/2014 18:42 Skittl#7
Dat Modell ist halt einfach affenspitze!
11/12/2014 18:46 Mr.Tr33#8
Danke euch :D
Ich habe jetzt durch Zufall ein Zettel gefunden wo drauf steht was der Lehrer von mir am Ender erklärt hören will:
1. m * v * 2pi * r = n * h (n = 1,2,3 ...)
2. h * f = En - Em = dE

Wobei ich die Erklärung zum zweiten nicht wirklich verstehe. Weiß jemand von weiter?
Ich würde es sonst eben auch Scannen, wenn es jemand interessiert.
11/12/2014 18:48 Skittl#9
Wir sind doch kein Hausaufgabenforum hier! :D
11/12/2014 18:50 Mr.Tr33#10
Quote:
Originally Posted by Skittl View Post
Wir sind doch kein Hausaufgabenforum hier! :D
Es ist keine Hausaufgabe, es ist ein von mir versuchtes Lernen :D
Wenn du mir nicht helfen möchtest, dann lass es doch bitte dann ganz.
11/12/2014 18:52 Schlüsselbein#11
dE ist die Differenz der Energieniveaus der beiden Bahnen. En und Em sind demnach dann wohl die Energieniveaus der Bahnen.
11/12/2014 19:07 Mr.Tr33#12
Quote:
Originally Posted by Schlüsselbein View Post
dE ist die Differenz der Energieniveaus der beiden Bahnen. En und Em sind demnach dann wohl die Energieniveaus der Bahnen.
Ja das ist mir bewusst. Das ist hier auch Erklärt. Aber der Sinn dahinter, was es eig. bringt etc. fehlt mir :(
11/12/2014 19:22 Schlüsselbein#13
Die Indentität dE=hf zeigt dir ja nur, dass die Energie quantisiert ist. Oder wo liegt das Problem?
11/12/2014 19:29 Black Tiger ツ#14
Weil die Energie sprunghaft übertragen wird.
Ein Quantensprung ist immer ein ganzzahliges Vielfaches des Energiequants E = 6,626x10^(-34) *f

Das kann man halt erst mit Schalen erklären. Oder was verstehst du davon nicht?^^
11/12/2014 21:12 Mr.Tr33#15
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Guck mal in der Mitte wo 2. steht. Kann mir das jemand vll anders erklären bitte?