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Originally Posted by WoodiOul
Genau so ist es. Ich lobe Hitler weiß Gott nicht, aber entgegen der Mehrheit der Volksmeinung ziehe ich auch meine positiven Aspekte daraus.
Nehmen wir das Beispiel "11. September" -> es hat 3.000 Menschen das Leben gekostet und dennoch kann man etwas "Positives" daraus ziehen -> es sorgte für ein aneinanderrücken der Amerikaner.
Aber ich verstehe schon, manche lesen nur Stichwort weise und urteilen daraus.
@defize: Warum soll ich mich der Thematik nochmal belesen? Ich habe Geschichte Leistungskurs mit 1 abgeschlossen, habe mich explizit mit diesem Thema befasst, aber da wären wir wieder bei dem Thema "man darf nicht positiv über 1933 - 1945 denken". Ich schmälere mit meinen Worten mit Sicherheit nicht das, was vorgefallen ist, im Gegenteil, aber es kann nicht sein, dass wir Deutschen noch Heute dafür verurteilt werden, was passierte.
Ich persönlich komme aus Berlin, habe demnach oft Kontakt mit Migranten - warum ist denen gestattet, auf der Straße zu stehen und zu brüllen "Scheiß Deutschland!", aber wenn ich sage "Migranten, die unsere Sprache oder unsere Kultur nicht beherrschen gehören raus" bin ich direkt in eine Schublade gepackt. So lang dieses Denken noch vorhanden ist, dürfen wir Deutschen keinerlei Stolz zeigen und das ist schade.
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Tja, dann siehst du das alles meines Erachtens zu positiv. Dass auch die schlimmsten Katastrophen positive Folgen haben können, bestreitet niemand. Diese aber in den Vordergrund zu stellen und so positiv auf das Geschehene zurückzublicken, ist für mich eine schon ziemlich perverse Art des Optimismus.
Und die Behauptung, dass Deutsche noch immer für ihre Nationalität verurteilt werden, ist Schwachsinn. Vielleicht ganz selten mal, ich selber habe das aber noch kaum erlebt.
Und ich lebe selber in Berlin. Ja, es gibt solch asoziale Mitbürger, aber das ist nicht die Regel. Und wenn du sagst, dass wenig integrierte Menschen hier Leine ziehen sollen, dann hat das übrigens nichts mit Stolz zu tun.
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Originally Posted by Shodani
@defize, deine Aussage ist nichts weiter als ein argumentum ad hominem. Wie Schwalli schon sagte, schlechte Taten machen gute nicht weniger gut. Das gute aufgrund der Vorbelastung zu ignorieren und auf das schlechte zu reduzieren ist einfach nur versteckte Diffamierung und macht es nicht besser.
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Originally Posted by Schwalli!
Merkst du nicht, dass du gerade seine Aussage bestätigt hast? Kaum sagt man was gutes über Hitler ( was er ohne Zweifel getan hat) steht man sofort im Unrecht. Nur weil er mehr Schlimmes als Gutes getan hat, ist das Gute nicht weniger gut. Und dass in der Schule das meiste verschwiegen wird, kann ich auch nur bestätigen ( wobei es bei mir paar Jahre her ist).
edit: und jeder einzelne Beitrag ist entscheidend. Nach deiner Logik brauche ich ja auch nicht wählen gehen, machen schließlich Andere für mich.
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Der letzte Teil ist absurder Schwachsinn, darauf gehe ich nicht ein.
Nein, mein Beitrag bestätigt seine Aussage nicht. Und doch, wenn jemand so verdammt galaktisch viel unmenschliche Scheiße gebaut hat, dann verlieren für mich die kleinen nützlichen Taten (die nebenbei bemerkt natürlich auch nicht aus Menschenliebe resultierten) vollkommen an Bedeutung.
Würdet ihr bei einem wiederholten Vergewaltiger seine grandiosen Kochkünste in den Vordergrund stellen, sie loben und euch so daran erfreuen, dass er lange lebte und so lange toll kochen konnte?