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Originally Posted by Gentleman G
Es kommt generell nicht oft vor, aber nicht selten genug um diese 'Ausnahmen' zu nennen. Wobei bei deinem Punkt mit schlimmeren Fällen mir noch nicht klar ist, das mag vielleicht sogar stimmen - habe mich damit nicht in dem Sinne auseinandergesetzt, aber auch ohne dass man weiß dass es absichtliche Misshandlung ist, kann man eine Abneigung gegen gewalttätige Erziehungsmethoden entwickeln.
Den letzten Part ... ich verstehe nicht was du meinst, wenn du so nett wärst es zu erläutern :x
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Man sieht doch hier ganz gut die pseudo-konservative Haltung von wegen "Mir hat der Gürtel damals auch nicht geschadet".
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Originally Posted by Sanman.
Du kannst nicht 24/7 bei deinem Kind sein, wenn du dann mal wirklich eins hättest. Du kannst nicht dabei sein, wenn dein Kind von größeren Jugendlichen ein neues Schimpfwort hört oder sonst wo. Du als Elternteil musst Arbeiten, hast den Haushalt zu führen. Es ist einfach nicht möglich, immer auf den guten Umgang zu achten.
Du wärst wahrscheinlich die Sorte von Vater, der sein Kind lange Reden hält und im Endeffekt keinen Erfolg erzielt. Wie schon gesagt, hast du als Erwachsener nicht den Verstand eines Kindes mehr. Ein Kind würde bei einer Rede dir oder jemand anderes eh nicht lange zuhören, es würde ihm viel zu langweilig sein. Die Folge ist er missachtet dich.
Mein Stiefvater ist so einer gewesen. Wenn ich etwas falsch gemacht habe, versuchte er es mir zu erklären. Soll ich mal ganz ehrlich sein? Ich habe ihm nicht zugehört. Hätte er mich angeschrien und mich ein wenig eingeschüchtert, dann schon. Weil dann richtest du automatisch die Aufmerksamkeit als Kind auf den jenigen, der gerade dich anschreit. Es ist halt ein Schutzinstinkt.
Lange rede kurzer Sinn: Du kannst dein Kind nicht permanent kontrollieren und darauf Achten einen guten Umgang zu haben. Gerade wenn man solches macht, werden die meisten gestört und hassen dafür ihre Eltern. Das Resultat wäre ein gestörtes verhältnis zu deinem Kind.
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Du hast nicht verstanden worauf ich hinaus wollte, um Kontrolle ging es hier nicht (und eine Rechtfertigung für Gewalt ist das schon gar nicht). Auch sehr gut, wie du einfach mal behauptest, was ich für eine Art von Vater wäre.
Zuhören beim Anschreien? Wo lebst du? Schonmal von Trotzreaktionen gehört? Da macht ein Heranwachsener es erst recht nochmal. War bei mir auch nicht anders.
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Originally Posted by Cuяse
was er sagt ist garnicht mal so dumm, eigtl sollte man schon versuchen sein kind mit demut und respekt zu erziehn aber wen das nicht reicht dan angst.Und wen du ein schlechtes verhältniss zu deim kind hast wird es kaum was zu befürchten haben.Das ist oft das problem bei heimkindern, weswegen die so aus allen strängen schlagen, sie brauchen einach vor nichts angst haben oder respekt oder sonst irgenndwas passieren kan ihnen nix, da wird oft versucht mit geld zu ködern.
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Demut? Angst? Doch, das ist dumm.
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Originally Posted by Sanman.
Ah, hier haben wir es mit einem sogenannten Super-Dad zutun. Herzlichen Glückwunsch!
"Man muss ihnen nur vorzeigen wo die Grenzen liegen"
Ah, ein Super-Dad weiß natürlich wie Kinder denken!
Kinder überschreiten (Und das wissen wir selbst von unserer Kindheit, aus meiner jedenfalls.) gern die Grenzen und wenn dann die Strafe kommt wissen sie auch wofür. Du hast wahrscheinlich mein Kommentar nur zur hälfte durchgelesen und weißt gar nicht, worauf ich hinaus gehen möchte.
Nun erkläre ich es dir noch einmal. Natürlich gehört es sich NICHT sein Kind bei einem kleinen Fehler zu schlagen. Da bin ich ebenfalls dagegen.
Jedoch gibt es Kinder die von Natur aus gerne einmal ihre Grenzen testen wollen. Und genau solche Kinder verstehen oft nicht, was man nun mit ihn besprechen möchte. Oftmals denken die Eltern die Kinder hätten verstanden was sie von ihnen wollten, aber dem ist nicht so. Erklär du einmal einem 6 Jährigen etwas, der total aufgebracht und Hippelig ist.
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Niemand hat hier gesagt, dass Kinder keine Grenzen brauchen. Aber es gibt sinnvollere Wege, die klarzumachen als Gewalt.
Wenn du dich bei einem hibbeligen 6 jährigen nicht durchsetzen kannst und du ihn schlagen musst, dann ist das Verzweiflung, nichts weiter. Das ist dann deine Fehlverhalten und deine falsche Erziehung, da gibt es nichts zu diskutieren. Ein 6 jähriger ist nicht von Grund auf böse.
Das mag vielleicht banal klingen, aber ich habe da sogar minimale Erfahrungen. Bei der Erziehung meines ersten Welpens war ich logischerweise auch total unerfahren und bin auch sauer geworden, wenn der Hund nicht das machte, was ich wollte (auch wenn ich nicht gewalttätig geworden bin). Schreien oder Schlagen bringt da wenig, auch wenn man es aus Verzweiflung gern tun möchte. Wenn man weiß, wie es richtig geht, passiert das erst gar nicht. Und nun kommt nicht mit "Ein Hund ist kein Mensch"; das pädagogische Prinzip dahinter ist dasselbe.
Mein Vater musste mich nie schlagen und ich bin trotzdem super mit Grenzen aufgewachsen. Ich respektiere ihn selbstverständlich und helfe ihm ohne Widerworte u.Ä. und das ganz ohne Gewalt.
Ebenso hörte bisher jeder Hund bei ihm aufs Wort und auch das ohne jegliche Gewalt (und ich habe z.B. auch Verwandte, die das exakte Gegenbeispiel darstellen: Hund in Kisten sperren, Schlagen, das volle Programm; der Hund hörte auch, nur war er völlig verstört). Mein Vater ist für mich das perfekte Beispiel für eine Autoritätsperson, die super ohne sinnlose Gewalt und nutzloses Schreien klarkommt.
Mein Stiefvater wiederum macht sich jedes mal lächerlich, wenn er irgendwie rumbrüllt, da ich da sowieso direkt abblocke.
Lange Rede, kurzer Sinn: Das ironische Super-Dad gebe ich gerne zurück.