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Originally Posted by Lord0fCyberWar
-An die Leute die etwas härtere Drogen nehmen: Habt ihr keine Angst vor einem möglichem Horrortrip oder viel schlimmer noch einer dauerhaften Psychose?
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Was sind den "härtere Drogen" für dich?
Wer Angst vor einem Horrortrip hat, sollte überhaupt nichts zusichnehmen. Ein Horrortrip gehört einfach dazu, manche erleben ein paar, einige auch garkeine/n. Ich persönlich hatte 2 Horrortrips auf Acid. Einer schlimmer als der andere, doch muss ich auch dazu sagen, es war die Erfahrung Wert! Man muss auch bedenken warum man einen Horrortrip hat. Natürlich spielen die äußeren Einflüsse mit eine Rolle, aber viel mehr der innere Zustand. So "abgefuckt" die 2 Trips waren, hatte ich danach immer das Gefühl ich habe innerlich was verarbeitet. Emotionen/Erfahrungen die ich unterdrückt habe und an sich, gings mir danach besser.
Da hatte ich auch mal im Internet oder von jemanden der ein paar Generationen vor mir seine Zeit hatte, was aufgeschnappt wie man die meisten Horrortrips bewältigen kann:
Dieser Typ verglich einen Horrortrip mit einem Schrottplatz bei Nacht, mit allem drum und dran. Versüft, ecklig und ohne jede Hoffnung, eigentlich. Doch von ganz weitem siehst du ein kleines Licht, ein Ausgang oder deine Freunde die auf dich warten. Ansich ein Ort an dem man einfach nicht sein und zum Ausgang will. Doch wenn man schon da ist, kann man nicht vermeiden durchzugehen.
Jetzt gibt es 3 Szenarien, die ich mir noch gemerkt habe, die mir sehr hilfreich erschienen.
1. Du stehst am Anfang da und hast ein Freund mit dir. Sei er auch auf einem Trip oder nüchtern (letzteres natürlich besser; ein Sitter). Sprich ihn darauf an, mach nicht auf den coolen, weil das wird das ganze noch schlimmer machen. Dieser kann dann auf dich einreden, dich in eine andere Welt entführen. Er führt dich durch diesen Schrottplatz, zum Licht.
2. Selbes wie bei 1. nur gehst du nun voran. Erzähl ihm was dich bedrückt und dann kannst du auch anfangen rumzualbern, dabei sollte dein Freund natürlich mitspielen und dir den Rücken "stärken" bis ihr beim Ausgang ankommt. Das ist zwar meist sehr schwer, rumzualbern beim Horrortrip, aber es gibt ja genug starke psychische Charaktere auf der Welt.
3. Du stehst am Anfang, willst aber doch keinem was erzählen. Dann musst du in dich gehen. Dich selber mit dir auseinander setzen. Dabei solltest du kurz paar Meter weg gehen von deinem Freunden und diese beobachten. Nicht nur das du "einen Tunnelblick" bekommst und nur noch das Licht am anderen Ende siehst. Du vergisst auch einfach was dich eigentlich so gestört hat, das es zu einem Horrortrip gekommen ist.
Aber so oder so, sollte man nach einem Horrortrip die nächsten Tage mal ergründen ob einem was fehlt oder auf dem Herzen liegt.
Das ganze ist kein ultimate Guide um schnell aus einem Horrortrip rauszukommen. Nur aus eigener Erfahrung und die von anderen, kann ich zustimmen das sich solch ein Szenario im Kopf mit dem Schrottplatz, oft als hilfreich (als Stütze) erwiesen hat. Ein Horrortrip soll ja auch eine abschreckende Wirkung haben: Du hast dabei falsch Konsumiert oder warst mit dir nicht im "reinen". Das andere ist, du sollst auch daraus lernen.
Zum Thema dauerhafte Psychose muss ich sagen, bevor man überhaupt Rauschmittel zusich nimmt, sollte man sich im klaren sein
was und
warum man es zusich nehmen möchte. Angefangen bei Alkohol bis hin zu den anderen 1000 Rauschmittel die es gibt. Man muss sich immer aufklären (hier gilt eigeninitiative!), alles andere ist schwachsinnig und dumm! Wenn man nun die Wirkungen, Nebenwirkungen und Schäden kennt, sollte man sich im klaren sein wie sein eigenes Wohlbefindet ist. Jemand der psychisch schwach ist, dem würde ich komplett von allem Abraten. Jemand der gerade eine Trennung hintersich hat oder solche Situationen, der sollte auch die Finger davon lassen. Also, wichtig ist das Rauschmittel und sich selber zu kennen.
Aber um jetzt nicht weitere Romane zu schreiben will ich die dauerhafte Psychose mit dem Tod vergleichen. Sagen wir mal, nur weil ein minimales Risiko besteht, bei einer Achterbahn aus dem Sitz zu fliegen und zu sterben, fährt man doch deswegen keine Achterbahn mehr, oder? Das Risiko ist ja immer und überall da, aber deswegen etwas nicht zu tun und sich selber Grenzen setzen ist doch schwachsinnig. Klar kann man das so pauschal nicht sagen, aber es trifft doch auf viele Lebenssituationen zu.