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Originally Posted by Reborn.
Jemand der vor Ort ist weiß bestimmt mehr als du ders nur aus den Nachrichten kennt.
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Das mag für vieles sicher stimmen, ist meiner Meinung nach aber kein Grund, dass jemand, der während des Ereignisses nicht dort war, nicht mitdiskutieren kann. Dank moderner Nachrichtentechnik gibt es ja die Möglichkeit, dass sich auch die, die nie in der Türkei waren, sich aber hin und wieder mal mit Politik beschäftigen, eine Meinung bilden können. Und das, was nicht in den Nachrichten steht, kann dann ja ein etwaiger Beiwohner des Ereignisses in die Diskussion einbringen, wenn er es für relevant hält.
Zudem stimmt die Aussage nicht immer, weil ich mir gut vorstellen kann, dass es Regionen in der Türkei gibt, die davon gar nichts mitbekommen haben und selbst nur alles aus den Nachrichten erfahren. Die sind nicht viel qualifizierter für die Diskussion als jeder andere auf der Welt.
In Ländern mit staatlich gelenkter Presse (keine Ahnung, wie stark das bei der Türkei vorhanden ist, aber nicht sehr, hoffe ich), kann es sogar passieren, dass Menschen außerhalb des Landes mehr und umfassendere Informationen bekommen als die, die selber im Land leben, die ausschließlich das kriegen, was der Staat ihnen vorkaut.
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Originally Posted by Reborn.
Ihr könnt über Erdogan sagen was ihr wollt, die große Mehrheit der Türken liebt ihn und euer ganzes Geheule wird das nicht ändern.
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Ich will keine politischen Vergleiche ziehen, aber das alleine qualifiziert noch nicht zum "guten" Politiker. Der nordkoreanische Machthaber wird vergöttert und gegen einen gewissen deutschen Diktator in den 30'ern gab's seinerzeit auch nur Kritik von Minderheiten. Beides gute Beispiele, dass Rückhalt in der Bevölkerung kein Beweis für einen "guten" Staat ist. Klar gibt es sicher auch Beispiele, wo in korrekten Demokratien die Bevölkerung hinter allgemein anerkannt "guten" Politikern steht.
Mit freundlichen Grüßen
Jeoni