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menschen die einfach nicht arbeiten wollen und sich mit den staatl. geldhilfen zufrieden geben
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Na und? Wenn sie damit zufrieden sind? Es gibt genug andere, die gerne mehr wollen und genau davon lebt das System. Und mehr ist auch nicht notwendig. Anstatt einen Hass auf die jeweils andere Gruppe zu entwickeln, sollte man lieber gemeinschaftlich leben. Zudem sind diese Leute in der Minderheit.
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umso weniger existenzängste man fürchten muss, umso mehr leute werden so ein leben anstreben
entweder man lässt solche leute leben wie die ratten oder man bestraft damit den bürger, der jeden tag um 6uhr aufsteht um irgendeiner monotonen langweiligen arbeit nachzugehen
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1. Dass sich diese Ansichten mehren, ist reine Hypothese (wobei ich der sogar zustimme). Dass sie sich zu einer kritischen Zahl mehren, ebenso (dieser stimme ich nicht zu).
2. Dieser brave Bürger ist schon genug durch seine Arbeit gestraft. Warum verfährt man nicht anders, ist die Frage. Warum bezahlt man ihn nicht höher, sodass sich seine Arbeit lohnt? Er ist erst dadurch gestraft, dass sein Lohn genau so niedrig oder geringfügig höher als Hartz4 ist. Das
kann keine Motivation sein, zu arbeiten. Den Menschen, die eh schon kaum was haben (Hartz4 Empfänger) noch mehr zu nehmen, sagt einiges über deine Mentalität aus. Sinnvoller wäre ein Weg in die anderer Richtung.
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Ausserdem sagst du ja, dass Freizeit was tolles ist. Und wer hat wohl Freizeit in der heutigen Welt? Genau Die Faulen. Ich komme nicht darüber hinweg zu glauben, dass du aus gutem Hause kommst und eventuell falsche Weltansichten übermittelt bekommen hast. Arbeit kann man nicht einfach so wegroboterisieren.
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Sinnvolle nicht. Sinnlose schon. Und je mehr Technik, desto mehr wird sinnlos. Diese künstlich bei Menschen zu behalten ist ewiggestrig und hindert uns eher als diese "bösen faulen Menschen". Wie du schon sagst: Jeder ist faul.
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Originally Posted by Vesanius
Invalide sollten auch nicht mit Arbeitslosen gleichgestellt werden.
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Werden sie aber, zudem
haben sie de facto
keine Arbeit.
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Lange Rede, kurzer Sinn: Du willst Roboter arbeiten lassen und der Menschheit Frei(z/)heit verschaffen?
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Nein, nicht direkt. Ich will die Menschheit effizienter arbeiten sehen.
Wenn ich schon höre, dass nachhaltige Energien böse sind, weil sie Arbeitsplätze gefährden, die man locker mit Maschinen ersetzen könnte...oder wenn es Demonstrationen gibt, weil Menschen sauer sind, dass Maschinen ihnen ihre Arbeit wegnehmen.
Das ist alles ein großes Dogma das die Arbeit auch noch als wünschenswert betrachtet. Man arbeitet nicht mehr, weil man damit etwas erreichen will, sondern weil man dann halt arbeitet (ansonsten ist man ja ein Schmarotzer) oO Dass Milliardäre von ihren Zinsen leben und ebenfalls nicht arbeiten, ist den meisten egal.
Klarer Fall: Menschen wollen etwas zu tun haben und das ist auch gut so. Aber dann doch bitte etwas produktives, das man gebrauchen kann und keine künstlich geschaffene Arbeit um der Arbeit Willen.
Zudem könnte man doch gerade bei einer Vielzahl an Menschen die Leute mit einer 70 Stunden Woche etwas entlasten. Aber das gäbe ja mehr Freizeit, also weniger Arbeit für jeden einzelnen, das wäre ja böse.
Die aktuelle Politik steht im krassen Widerspruch zu sich selbst:
-Vollbeschäftigung ist ein großes Ziel
-Menschen sollen angemessen bezahlt werden
-Menschen sollen in ihren Aufgaben aufgehen und den Gesamtwohlstand durch Produktivität erhöhen
-Die Natur soll nicht ausgebeutet werden
-Keiner soll um seine Existenz bangen müssen
-Der technische Fortschritt soll ein
Fortschritt bleiben und nicht gehindert werden
Diese 4 Punkte lassen sich nicht alle vereinbaren und das ist den meisten auch bewusst, dennoch wird jedes einzelne immer wieder gefordert.
Sinnvoller wäre:
-Arbeit wird, so gut es geht, auf Maschinen übertragen
-Menschen machen die wichtigen übrigen Aufgaben, die tatsächlich notwendig sind, wahlweise aufgeteilt, sodass jeder etwas beiträgt oder die einen machen etwas und die anderen zeitweilig nicht (damit werden wohl Leute wie du Probleme haben, selbst wenn es sich ohnehin um unproduktive Personen handelt)
-Technischer Fortschritt wird zur Arbeitserleichterung und Nachhaltigkeit ausgebaut
-Existenzgrundlage wird gewährleistet
Im Ergebnis ergäbe es mehr Freizeit (also Wohlstand, den man auch genießen kann) für alle. Was bringt einem Wohlstand, wenn man permanent arbeitet?
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Faulheit ist in jedem Menschen verdammt nochmal vorhanden, das hat nichts mit Hypothesen zu tun.
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Damit widersprichst du deinen vorangegangenen Thesen, dass Menschen, die arbeiten auch arbeiten wollen. Wat nao?
Ja, Faulheit ist eine Grundeigenschaft, das hat etwas mit dem Energiesparen zu tun. Auch der Körper will nur dafür Energie aufwenden, wofür es unbedingt notwendig ist. Ich verstehe nicht, was daran verwerflich sein soll.
Nach Argumentation der nimmer stagnierenden Konsumwirtschaft müsste ja auch Energiesparen und Klimaschutz verwerflich sein, denn sie blockieren den Konsum und die Maschinerie der Wirtschaft, die keinen anderen Sinn hat als sich selbst zu erhalten.
Wirtschaft und Arbeitsteilung dienten mal dem Menschen. Denk mal darüber nach.
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Wenn wir nach deiner Politosophie nachgehen würden, hätten wir Männlein und Weiblein die andauernd rammeln wie die Kaninchen, weil's nichts anderes zu tun gibt.
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Nein, denn es gibt de facto noch genug zu tun. Aber nunmal nicht für alle. Die Überschüssigen umzubringen, was auf Lange Sicht die einzige stabile Lösung deiner Argumentation wäre, halte ich für falsch, nenn mich halt nen Moralapostel.
Zudem gibt es ja auch Hobbys, denen sich Männlein und Weiblein in ihrer Freizeit zuwenden können. Ist es so schwer, sich vorzustellen, dass man Freizeit genießen könnte, wie in der Kindheit? Wenn nicht mehr Arbeit notwendig ist, warum sollte man sich verbiegen, um sie dennoch zu leisten, einfach um der Arbeit Willen?
Und wenn es tatsächlich nichts anderes zu tun gäbe, so sei es. Wenn es nichts sinnvolleres als Geschlechtsverkehr zu tun gibt und einem die Laune danach ist, warum nicht? Sinnlos an die Decke starren oder sich selbst Arbeit machen, die gar nicht notwendig wäre, ist nicht viel sinnvoller :rolleyes:
Und bevor ich hier wieder als Sozialist und Arbeitsverweigerer dargestellt werde:
Ich möchte lediglich mal zum Nachdenken anregen, wo denn der Sinn liegt, wenn man alleine aus dem Grund einem System des Konsums und der sinnlosen Arbeit folgt, damit genau dieses System bestehen bleibt.
Das ist auch nichts neues, das haben schon viele Leute vorher gefragt. Von den meisten werden sie überhört. So gehe ich auch davon aus, dass hier die wenigsten tatsächlich mal einen logischen Gedankengang daran verschwenden werden.
Zuletzt sei gesagt:
Es geht hier prinzipiell um die Veränderungen, die man gerne an DE vornehmen würde (was ich für einen Thread schon für zu allgemein halte). Natürlich lassen sich einzelne Maßnahmen diskutieren, aber es macht keinen Sinn, nun seitenlang über diese eine Streitfrage zu diskutieren.
Dazu gibt es schon einen Thread:
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