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Originally Posted by .Kermit
Wir sind , wenn auch nur zum Teil, ein Sozialstaat
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Richtig und den Teil willst du kleiner machen.
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Es gibt ja wohl mehr als genug Hilfsorganisationen
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Und warum nicht diese Organisationen durch eine zentrale Hilfe ersetzen? Zumal die Mittel dieser Organisationen (regional) begrenzt sind.
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Ich sag nicht das es für alle genug Arbeit gibt, aber man könnte auf jedenfall einen großen Teil der Arbeitslosen durch Fortbildungen zum Arbeiten kriegen.
Würde man alle fortbilden, hätten wir durch laufende Entlassungen und Einstellungen, nur kurz Zeit Arbeitslose und Hartz 4 würde nicht mehr so oft in Anspruch genommen werden ...
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Das ist ein Widerspruch in sich. Wenn es nicht Arbeit für alle gibt, muss irgendwer auf der Strecke bleiben. Stattdessen könnte man dann aus einer 40 Stunden Woche eine 20 Stunden Woche machen und den Rest mit staatlichen Hilfen aufstocken, an denen alle verdienen und in die auch alle einzahlen.
Wir sind uns doch immerhin alle einig, dass der technische Fortschritt hauptsächlich Vorteile bringt und dem Menschen Arbeit abnimmt (und das z.B. im Haushalt auch als positiv angesehen wird). Die logische Konsequenz wäre es, dass man sich auch Arbeit im Berufswesen abnehmen lässt, da weniger Fehler, weniger Müdigkeit und bessere Effizienz. Dennoch muss ja jeder sich auch noch dafür bedanken, dass er den ganzen Tag schuften darf und der Fortschritt ist verteufelt. Jede eventuell gute Erfindung, die "Arbeitsplätze zerstören könnte" wird erstmal ausdiskutiert und Nachhaltigkeit und Klimaschutz stehen im permanenten Konflikt mit den heiligen Arbeitsplätzen. Anstatt dass man die Technik für sich arbeiten lässt, mehr Freizeit hat, mehr Innovationen hervorbringen und den Planeten nachhaltiger nutzen kann und so allgemein produktiver ist, wählt man den ewiggestrigen Weg der Wahl zwischen Vollbeschäftigung oder einem Kampf ums Überleben.
Mal ein kleiner Denkanstoß: Technik lässt sich nicht zurückhalten, Fortschritte schwappen immer mal wieder auf die Märkte. Ergebnis ist oft das Rationalisieren von Arbeitsplätzen. D.h. Schritt für Schritt blieben mehr Menschen auf der Strecke, die man nach Ansicht einiger ja umbringen müsste und am Ende hat man eine Weltbevölkerung von einer kleinen elitären Gruppe. Klingt nicht sehr erstrebenswert. Die Alternative ist eine sinnlose Zurückhaltung des Fortschritts und ein Bestehenbleiben der manuellen Arbeit, damit man Vollbeschäftigung hat.
Mir sagen beide Alternativen nicht besonders zu.
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Originally Posted by Vesanius
Das sagen sie alle, aber ich persönlich hatte noch nie Probleme mit ausl. sowie inl. Billiglohnkräften.
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Nein, weil du sie gerne ausnutzt. Schon klar.
Ich wollte darauf hinaus, dass man immer einen Grund findet, die anderen zum Sündenbock zu machen. Mal sind es die Schmarotzer, dann klauen sie einem die Jobs.
Übrigens: Billiglohn impliziert nicht nur einfache Tätigkeiten. Es ist nicht auszuschließen, dass du selbst durch sie ersetzt wirst.
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Die Konsumgesellschaft ist das, was unsere Wirtschaft am Leben hält. Wollen wir alle wieder Felder beackern? Nein! Denn es hat zu wenig Platz. Wir müssen um unsere Standards zu halten auf Kosten anderer Leben.
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Das ist ein dämliches Dogma und nichts als Propaganda.
Man kann Wirtschaft auch sinnvoll am Laufen halten.
Sie dient dem Menschen und nicht umgekehrt.
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Ausbeutung von z.B. Öl. Kommt dir nicht bekannt vor? OPEC ist eh ein Kartell, und die Öl-Staaten bohren wo's nur geht. Und wieso sollten sie nicht an unserem Markt teilnehmen?
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Weil sie dann von unserem Konsum-Kapitalismus verschont blieben, aber wie gesagt, sie sind sowieso schon Teil davon.
Die Resourcen werden von den westlichen Mächten ausgebeutet, genau so wie die Menschen dort.
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Achja :rolleyes: Zwangsläufig gibt's Arbeitslose, wenn's zu viel Leute hat.
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Die Frage ist, ob das nicht wünschenswert ist. Nennt sich dann Freizeit.
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Der Markt wird zusammenfallen, da besagte Staaten zu viel Sozialausgaben haben. Handel ist nicht mehr lukrativ, da niemand eine Arbeitsstelle (sprich Geld) hat, also steigt man auf eine autarke Wirtschaft um - besser gesagt auf Nahrungsproduktion für das eigene Land, wobei es hier wiederum zu viel Leute und zu wenig Platz dafür hat.
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Damit stehst du wohl ziemlich alleine. Die meisten sagen eher einen Schuldenschnitt voraus.
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Produktion von weiteren Vergnügunsprodukten wie Websites, Videos oder Videospiele? Heute kann man sich gratis Wissen aneignen, doch das scheint niemanden der arbeitslos ist zu interessieren.
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Bestimmt nicht. Das sind alles faule Säcke und du bist super :rolleyes:
Nebenbei was soll das bringen? Wenn ich sage jegliche, dann meine ich jegliche. Der Entertainmentmarkt ist irgendwann auch ausgeschöpft. Du kannst keine sinnlose Arbeit erzeugen, nur damit es Arbeit gibt. Obwohl, doch, ja. In der Vergangenheit wurden schon Leute bezahlt, damit sie Gräben aufgraben und dann wieder verschütten, nur damit man von Vollbeschäftigung sprechen konnte.
Das war ähnlich kreativ und problemlösend.
Zudem macht es Menschen auch nicht glücklich, wenn sie wissen, dass sie eine sinnlose Aufgabe bewältigen müssen.