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Originally Posted by MrSm!th
Wohl eher hast du dich komisch ausgedrückt. Klare Regeln ok, keine Diskussion nein.
Wenn wir uns über die Grenzen einig wären, gäbe es kaum Diskussionsbedarf. Tatsächlich lässt sich die Frage über Abtreibung auf die Frage nach der Grenze reduzieren. Also sollte man Argumente dafür finden, wo man die Grenze setzt.
Ich sagte ja bereits, dass ich Singers Ausführungen zu Embryonen unterstütze. Was unterscheidet schon ein Spermium und eine gerade befruchtete Eizelle? Ein paar Chromosomen.
Sie wirken irgendwie inkonsequent. Bei dir weiß ich nun nicht, ob pro oder contra.
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Du übersiehst in deiner vermeintlich modern-liberalen Sichtweise, dass du genauso intolerant gegenüber anderen Sichtweisen wirst, wie "Erzkonservative".
Du hast Recht, es lässt sich auf diese Frage zur Grenze reduzieren. Reduzieren wir es also auf die Frage nach der Grenze. Ich setze die Grenze beim Embryo -also wie schon gesagt ab dem Zeitpunkt, ab dem ein Leben ohne weiteres Zutun des Menschen entsteht bzw. entstehen kann. Und ab da muss man entscheiden, unter welchen Umständen dieses mögliche (!) Leben verhindert werden darf. Diese Grenze heißt aber nicht, dass ab dem Zeitpunkt nicht mehr abgetrieben werden darf, sondern dass ab dem Zeitpunkt genau überlegt werden muss, ob abgetrieben werden darf oder nicht.
Ich kenne mich mit Embryonen nicht aus, aber wenn es nach mir geht, würde ich diese Entscheidung solange der Mutter überlassen bis das Baby ein bestimmtes Entwicklungsstadium erreicht hat. Darüber, welches das ist, diskutiere ich gerne. Aber nach diesem Entwicklungsstadium sollte eine Abtreibung nicht mehr oder kaum möglich sein - auch bei Behinderung nicht, außer, die Mutter ist gefährdet.
Zu Singer;
Anhand
[Only registered and activated users can see links. Click Here To Register...] kann ich sehen, dass seine Meinung nur eine andere extreme Sichtweise ist. Embryonen mit Kartoffelpflanzen zu vergleichen und Babys mit Tieren, ist mmE ein schönes Stück für einen Philosophieprofessor, kann aus einer Kartoffelpflanze (oder einem Tier) doch nie ein schützenswertes menschliches Leben entstehen.
Es ist nicht inkonsequent, wenn ich nicht extrem zu einer Seite neige wie du, sondern einfach eine andere Ansicht.