Mensch Kinder könnt ihr euch mal aufhören mit Sand zu bewerfen? Von einer Diskussion hat das hier gar nichts.
In einer Diskussion haben weder Beleidigungen noch Rechtfertigungen etwas zu suchen genauso wie das abschweifen zu anderen Themen wie einer Religionsdiskussion, es ist sogar mehr als respektlos die Leute die wirklich eine Diskussion führen wollen damit zu unterbrechen.
Außerdem geht es darum seine Meinung zu bilden, zu teilen und zu entwickeln, sich gegenseitig zu beschimpfen und versuchen seine Meinung als die Wahrheit zu etablieren hat hier nichts zu suchen.
So nun aber zum Thema
Flüchtlinge bzw. der Vorgang des Flüchtens ist scheiße, für das Land das sie aufnimmt ein riesen Aufwand, für die Flüchtlinge selbst eine einzige Gefahr.
Das heißt aber nicht das es unnötig ist oder besser Unterlassen werden sollte, ich bezeichne es hier einfach mal als ein notwendiges Übel welches akzeptiert, oder wenigstens toleriert werden muss. Ich habe bewusst nicht vor die "wir waren auch mal Heimatvertrieben" Karte oder ähnliche herzerwärmende oder mitleidserzeugende Argumente zu bringen, denn ich habe nicht vor Leute auf emotionaler ebene an dieses Problem zu binden. Bitte komm mir auch keiner damit, da kotz ich im Dreieck, das ist manipulation auf miesester Ebene, außerdem zieht das bei mir nicht, ich verspüre keine Verantwortung für die Vergangenheit.
Ich sehe das Helfen zum überleben, aber auch zum leben, als grundlegendes menschliches Gebot an, wobei es egal ist wer oder warum jemand Hilfe braucht.
Ich denke damit ist meine Meinung zu dem Flüchtlingen selbst schon einmal abgehakt. Ich benötige keine großen Argumente oder Zahlen, da das für mich einfach schlicht weg selbstverständlich ist. Eine Meinung die jeder für sich selbst bilden darf.
Nun wäre ich ein sonderlich beschissener Diskussionspartner wenn ich nicht wenigstens mal auf einige Argumente eingehen würde. Da die Pro Flüchtlingspartei zumeist Argumente auf basis emotionaler oder historischer Verpflichtung bringt die alle irgendwie gleich sind und eigentlich bei jeder Diskussion von irgendeinem neoliberalen linkshippie gebracht wird, und schon zuhauf gehört wurden, beschäftige ich mich mal mit den Argumenten der Opposition.
Zum einen haben viele Menschen Angst vor Überfremdung und Verlust der, deutschen, kulturellen Identität. Eine Angst die ich durchaus nachvollziehen kann, doch Kulturelle Veränderung gehört nunmal dazu, ich meine gehe mal auf die Straße, unsere Kultur ändert sich stetig, aktuell haben wir eine extreme Einwirkung von Amerikanischer Seite, doch das ist nichts schlechtes, sondern schlicht weg normal. Seit dem 18 Jahrhundert hat sich auch einiges geändert, dennoch lehne ich mich gerne zurück, schiebe Beethovens 9. in den CD Spieler und entspanne zu den klängen einer längst vergangen Zeit.
Auf der anderen Seite hat dieses Argument absolut gar nichts mit der Flüchtlingsdebatte zu tun, denn die Flüchtlinge sollen hier ja nur ein paar Jahre sein, bis es für sie wieder sicher ist zurück zu kehren. Die Kulturelle Anpassung an die Amerikaner hat auch immerhin mehrere Jahrzehnte gedauert, und der größte Teil der Einwanderer unseres Landes sind Amerikaner (ich glaube 50% aber nagelt mich nicht auf diese zahl fest).
Ein anderes beliebtes Argument ist die Kriminalität der Asylanten. Auch wenn ich bisher dafür noch keine Belege gefunden habe gehe ich mal kurz auf dieses Thema ein.
Wenn Asylanten kriminelle Aktivitäten verfolgen sollten sie Bestraft werden. Eine gesamte Gruppe aufgrund einzelner Individuen zu verurteilen gehört zu den Dingen die ich, egal wie ich es drehe und wende, einfach nicht befürworten kann. Die Kriminalitätsrate in Florida ist z.B. sehr hoch, deshalb ist allerdings nicht jeder aus Florida ein krimineller. Und ich erinnere an die Eröffnung des neuen EZB Gebäudes in Frankfurt, da haben Autos gebrannt und es sind steine geflogen, und das ganz ohne dass die Leute dort vorwiegend Ausländer waren. Kriminalität hat keine Nationalität.
Auch ein schönes Argument ist das wir nicht die Kapazitäten haben um die ganzen Flüchtlinge aufzunehmen. Und ich muss zugeben, das ist mal ein echtes Problem. Unsere Kapazitäten sind nicht auf so viele Flüchtlinge ausgelegt, und natürlich darf man nicht mehr Flüchtlinge aufnehmen als wir tragen können, doch wir können natürlich auch neue Kapazitäten schaffen, so gibt es noch aus der Nachkriegszeit haufenweise Gebäude die unbewohnt sind, da unbekannt ist wer der Besitzer ist. In Städten wie Mainz geht das sogar in Wohnplatz für mehrere Zehntausende von Personen, alles nutzlos durch einen Haufen Bürokratie, das wäre meiner Meinung nach mal ein Anfang.
Außerdem wenn Länder wie Pakistan oder der Libanon, Länder die nicht grade durch Reichtum überzeugen, 1-1,5 Mio Flüchtlinge aufnehmen können, dann sollte Deutschland, das nach BIP gemessen 4. reichste Land der Welt doch wohl noch ein paar Kapazitäten stellen können.
Aber mit so etwas haben sich Politiker rum zu kämpfen, mir fehlt schlicht weg die Kompetenz um mich mit diesem Problem selbst auseinander zu setzten.
Ich bin natürlich jederzeit für Argumente und Meinungen zu diesem Thema offen.