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Originally Posted by Bear'
Klingt für mich nach ganz normalem 0815-Dropshipping, wie es schon tausende andere machen.
Ein paar Punkte solltest du dabei bedenken:
Amazon-Dropshipping ist mit Privataccounts nicht erlaubt. Früher oder später wird man gesperrt – inklusive möglicher Kontosperre bei eBay.
Produktübernahmen sind rechtlich heikel. Einfach Bilder, Beschreibungen oder Markennamen von Amazon zu kopieren, ist eine klare Urheberrechtsverletzung. Abmahnungen im 3- bis 4-stelligen Bereich sind da keine Seltenheit.
Irreführende Angaben wie „klinisch getestet“, „Bio-zertifiziert“ oder geschützte Markenbegriffe dürfen nicht einfach übernommen werden. Das kann zusätzlich zu straf- und wettbewerbsrechtlichen Problemen führen hier ebenfalls hohe Geldstrafen.
Langfristig kein stabiles Geschäftsmodell. Sobald du in größerem Umfang handelst, brauchst du ein Gewerbe, musst Umsatzsteuer korrekt abführen und dich mit Verbraucherschutz-Rechten (Widerruf, Gewährleistung etc.) auseinandersetzen.
Da dieses Geschäftsmodell aber kein dauerhaftes ist da es weder von Amazon noch eBay auf Dauer geduldet wird, sitzt man am Ende mit dem Kleingewerbe da und ist wieder bei 0.
Ja, man kann damit vllt. kurzfristig Geld machen – aber mit einem hohen Risiko, sowohl rechtlich als auch finanziell.
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Danke für deine Ausführungen, aber ich bin mir über diese Punkte absolut bewusst und handle dementsprechend. Das wirkt ein bisschen wie ein Copy-Paste-Text, den man in jedem zweiten Dropshipping-Thread liest. Ich gehe aber schon längst strukturiert und mit Plan vor.
Gewerbe: Natürlich angemeldet – kostet je nach Stadt einmalig um die 20–40 €. Das ist keine große Hürde, sondern Standard, wenn man das seriös betreiben will.
Umsatzsteuer: Muss man erst abführen, wenn man die Kleinunternehmergrenze überschreitet. Im ersten Jahr sind bis zu 25.000 € Umsatz möglich, im zweiten bis zu 100.000 €. Bis dahin gilt die Kleinunternehmerregelung, also ist auch das rechtlich sauber geregelt.
Abmahnungen / Urheberrecht: Mir ist bewusst, dass man keine Produktbilder, Texte oder Markennamen blind kopieren darf. Deswegen wird das bei mir auch entsprechend rechtssicher gehandhabt. Wer sich informiert, weiß auch, dass man sich zusätzlich absichern kann – sei es über Lizenzen, eigene Bilder oder andere rechtlich saubere Lösungen.
Irreführende Angaben / Markenbegriffe: Auch hier ist mir klar, dass „Bio-zertifiziert“, „klinisch getestet“ oder markenrechtlich geschützte Begriffe tabu sind, wenn man nicht die Nachweise dazu hat. Damit wird bei mir selbstverständlich korrekt umgegangen.
Kurzum: Alle deine Punkte sind mir bewusst, und ich habe von Anfang an alles bedacht, was man dafür braucht. Dropshipping ist kein „wild-west“ Geschäft, wenn man es mit Plan, Gewerbe und sauberer Umsetzung betreibt. Es ist auch kein Hexenwerk – die Infos, die du aufzählst, findet man mit fünf Minuten Googeln.
Mir ist schon klar, dass viele Anfänger blauäugig starten und dann mit Sperren oder Abmahnungen auf die Nase fallen. Aber ich gehöre nicht zu dieser Kategorie. Ich habe vorgesorgt und betreibe das Business rechtlich korrekt und professionell.