[Philosophie] - Gibt es Freiheit ?

09/06/2013 13:03 black0utCpp#31
So hätte ich das ICH auch definiert. Als etwas vom Umfeld geformtes und somit nur im Umfeld stattfindendes. Wenn eine Person sich zwischen A oder B entscheiden muss, wird sich die Person wenn sie sich in der ABSOLUT selben Position befinden würde immer wieder für A oder B entscheiden, nie waren die beiden Optionen gleichwertig, es war schon immer vorbestimmt, dass die Person A oder B wählen wird.
@magazo Kannst du bitte die Beleidigungen unterlassen, wenn wir schonmal einen Thread haben, bei dem wirklich, relativ sachlich, diskutiert wird und nicht allzu viele Vollidioten ihren Senf beitragen?
09/06/2013 13:27 magazo#32
Ja kann ich machen :).
09/06/2013 15:41 TBSERVERS#33
Es ist eigentlich ganz einfach:

Es passiert von einem Standpunkt aus immer
das selbe, bzw ist es schon "festgelegt" was
passieren wird. Da das aber niemand weiß was
passiert, denken wir wir könnten frei entscheiden
Unf solange wir das denken und nicht wissen was
passiert ist das auch gut so.

Fazit: Es ist schon "vorherbestimmt" was passieren
wird, allerdings kannst du es nicht vorraussagen.
09/06/2013 16:43 MrSm!th#34
Quote:
Originally Posted by magazo View Post
Also streng genommen ist das was man will oder nicht will. Ein Produkt von unserem Sozialen Umfeld. Dein ich ist ein Produkt deines Umfeldes. Was du hier geschrieben hast zum Teil ist so großer nonsense. Man ist nicht frei in seinen Entscheidungen, denn auf grund des geformten ichs handelt man eben so oder so. Wenn man wirklich frei wäre, gäbe es kein geformtes ich, also würde man völlig ohne je einen Einfluss von anderen gehabt zu haben handeln und das geht nunmal nicht. Denn jeder egal was er erlebt hat formt das jeweilige ich. Das ich eines Menschen ist das Produkt des Umfeldes.
Du denkst aber sowieso das du Philosophie Prof. Dr. Dr. bist :facepalm:
Witzig, dass du das anmerkst, die Argumentation stammt nämlich von einem Prof. Dr. der Philosophie. Philipp Hübl um genau zu sein.
Daran ist nichts nonsense, eher ignorierst du die Argumentation völlig und schreibst wieder denselben längst widerlegten Unsinn.

Wie würde es denn aussehen, wenn man sein Ich selbst bestimmen könnte? Wer ist denn das Ich und wer ist man selbst? Du ziehst hier einen Unterschied, der nicht existiert, so als wären wir Gefangene der Sozialisierung. Aber das ist nicht der Fall, du bist dein Ich. Wie du schon sagst, du bist das Produkt deines Umfeldes und, extremer ausgedrückt, das Produkt physikalischer Gegebenheiten. Das ändert aber nichts daran, dass du handelst, wie du willst. Und das ist ja wohl die Definition von Freiheit.
Du entscheidest zwar nicht, was du willst, aber wie soll das auch gehen? Ohne schon etwas zu wollen, könnte man nicht entscheiden, etwas zu wollen. Deine Argumentation ist so, als würdest du verlangen, dass der Wert von x durch x=x eindeutig bestimmt ist.

Das Ganze ist ein komplexes und abstraktes Thema, ich weiß. Die Argumentation ist aber durchaus stimmig und wird durch Konstruktivisten nicht widerlegt.
09/06/2013 17:25 Dragon.Ryu#35
Sehr Interessanter Text, auch wenn ich nicht sehr viel verstanden habe hat es mich sehr Interessiert den Text zu lesen.
Ich lass es mal von einem Kumpel erklären vllt. kann ich dann auch was dazu beitragen. ^^
09/06/2013 17:40 black0utCpp#36
Quote:
du bist dein Ich
Entschuldige, aber diese Phrase ist doch komplett inhaltslos. Genauso gut könntest du sagen, dass ich ich bin. Das ist eine Tautologie .

Quote:
Das ändert aber nichts daran, dass du handelst, wie du willst. Und das ist ja wohl die Definition von Freiheit.
Du entscheidest zwar nicht, was du willst, aber wie soll das auch gehen? Ohne schon etwas zu wollen, könnte man nicht entscheiden, etwas zu wollen. Deine Argumentation ist so, als würdest du verlangen, dass der Wert von x durch x=x eindeutig bestimmt ist.
Ich glaube das Problem ist das unterschiedliche Verständnis von Freiheit.
Wenn man Freiheit als die Fähigkeit seinem Willen zu Folgen definiert ist der Mensch frei.
Wenn man hingegen Freiheit als die aktive Selbstbestimmung des Menschen versteht, so denke ich nicht, dass die Menschen frei sind ?!
09/06/2013 18:55 MrSm!th#37
Quote:
Originally Posted by black0utCpp View Post
Entschuldige, aber diese Phrase ist doch komplett inhaltslos. Genauso gut könntest du sagen, dass ich ich bin. Das ist eine Tautologie .
Sie ist nicht inhaltslos, aber relativ selbstverständlich, ja.
Warum ich sie andauernd betone? Weil ihr argumentiert, als wärt ihr und eure Persönlichkeit 2 verschiedene Aspekte eures Daseins. Als würdet ihr unter den Zwängen eures fremddefinierten Ichs stehen.

Quote:
Ich glaube das Problem ist das unterschiedliche Verständnis von Freiheit.
Wenn man Freiheit als die Fähigkeit seinem Willen zu Folgen definiert ist der Mensch frei.
Wenn man hingegen Freiheit als die aktive Selbstbestimmung des Menschen versteht, so denke ich nicht, dass die Menschen frei sind ?!
Doch, denn er bestimmt sich ja selbst, merkste was? :p
Er bestimmt sich nach seinem Willen.

Ich habe es schon einmal gefragt: Wie sähe denn absolute Freiheit für dich aus? Wie kann man denn seine Persönlichkeit selbst bestimmen? Um darüber zu urteilen, was du überhaupt willst, müsstest du ja erstmal etwas wollen, das heißt du kannst gar nicht existieren, ohne vorher fremddefiniert worden zu sein. Das ändert doch nichts daran, dass du dann über dich entscheidest.

Das Problem an deiner Theorie ist ganz einfach: Du willst dem Menschen anhand des Determinismus, einer unwiderlegbaren und damit nutzlosen Ideologie, die Persönlichkeit absprechen. Durch die deterministische Beschaffenheit unseres Universums (und damit, sofern unser Gehirn rein physikalisch abläuft, was wir mal annehmen wollen, auch unserer Persönlichkeit) ist jede unserer Entscheidungen eine rein theoretisch vorhersagbare Abfolge von physikalischen Vorgängen. Damit ist das Ich faktisch nicht mehr existent. Du machst aus dem Menschen einen leblosen Haufen von Atomen, der halt irgendwie vor sich hin dümpelt. Das kann man machen, wenn einem das gefällt. Gleichzeitig erfindest du aber wieder ein Ich aus dem Nichts, das diesem Haufen von Atomen nun unterworfen sein soll, als wären wir schizophrene Sklaven unserer selbst. In der Theorie des Determinismus gibt es keine Fremdbestimmung, denn es gibt dort keine Bestimmung - wer sollte denn auch etwas bestimmen? Es ist ja keine Person da.
Es gibt also zwei mögliche Darstellungsweisen:
Es gibt gar keine Person - in dem Fall sind wir auch nicht unfrei, denn wir sind lediglich Gegenstände und die sind sowieso nicht frei oder unfrei.
Die Alternative wäre, dass wir unsere komplexe Abfolge von physikalischen Vorgängen namens Denkprozesse als Person bezeichnen. Damit ist jeder von uns so, wie er ist - von der Physik/Gott (je nach Präferenz) gemacht. Und so, wie man es selbst möchte, denkt, entscheidet und handelt man.
09/06/2013 19:28 black0utCpp#38
Quote:
Weil ihr argumentiert, als wärt ihr und eure Persönlichkeit 2 verschiedene Aspekte eures Daseins. Als würdet ihr unter den Zwängen eures fremddefinierten Ichs stehen.
Wenn ich ganz ehrlich bin verstehe ich dies nicht.
Wann haben wir argumentiert, dass unser ich und und unsere Persönlichkeit zwei unterschiedliche Dinge sind ?
Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn du mal definierst was du unter dem ominösen ICH verstehst, denn meinem Verständnis nach sind das ICH und die Persönlichkeit eines Menschen weitestgehend gleichbedeutend ?


Quote:
Das Problem an deiner Theorie ist ganz einfach: Du willst dem Menschen anhand des Determinismus, einer unwiderlegbaren und damit nutzlosen Ideologie, die Persönlichkeit absprechen. Durch die deterministische Beschaffenheit unseres Universums (und damit, sofern unser Gehirn rein physikalisch abläuft, was wir mal annehmen wollen, auch unserer Persönlichkeit) ist jede unserer Entscheidungen eine rein theoretisch vorhersagbare Abfolge von physikalischen Vorgängen.
->
Quote:
Damit ist das Ich faktisch nicht mehr existent.
Dieser Schluss leuchtet mir auch nicht ein. Was wenn das Ich einfach die Summe aller Einflüsse ist ?

Quote:
Ich habe es schon einmal gefragt: Wie sähe denn absolute Freiheit für dich aus? Wie kann man denn seine Persönlichkeit selbst bestimmen? Um darüber zu urteilen, was du überhaupt willst, müsstest du ja erstmal etwas wollen, das heißt du kannst gar nicht existieren, ohne vorher fremddefiniert worden zu sein. Das ändert doch nichts daran, dass du dann über dich entscheidest.
Absolute Freiheit wäre für mich mit absoluter Objektivität verbunden ( welche ja auch unerreichbar ist). Man müsste sich selbst aus allen Kontexten entfernen können, man müsste sich jeder Prägung bewusst werden, man müsste absolut selbstreflektieren und sich bewusst werden warum man die Entscheidungen trifft, die man trifft, nur so wäre Absolute Freiheit meiner Meinung nach erreichbar.
Man kann sich überhaupt nicht selbst bestimmen , genau das meine ich doch.

Quote:
. Das ändert doch nichts daran, dass du dann über dich entscheidest.
Ah, ich glaube hier ist der Groschen gefallen.
Obwohl man geprägt wird und eigtl. komplett fremddefiniert wird ( weil man sich ja nicht selbstdefinieren kann ( das ist evident)), entscheidet ich mich noch immer über mich selbst. Wir sind zwar determiniert, aber diese Determinierung liefert einen Rahmen in dem ich über mich entscheide. Jop scheint sinnvoll.
Edit: Ich bin mir durch aus bewusst, dass diese These unfalsifizierbar ist ;)
09/06/2013 20:23 MrSm!th#39
Quote:
Originally Posted by black0utCpp View Post
Wenn ich ganz ehrlich bin verstehe ich dies nicht.
Wann haben wir argumentiert, dass unser ich und und unsere Persönlichkeit zwei unterschiedliche Dinge sind ?
Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn du mal definierst was du unter dem ominösen ICH verstehst, denn meinem Verständnis nach sind das ICH und die Persönlichkeit eines Menschen weitestgehend gleichbedeutend ?
Richtig, das sage ich doch schon die ganze Zeit.
Aber eure Argumentation lässt bei euch eine andere Auffassung vermuten.
Wo ist denn bitte der Zwang, wenn du dich so verhälst, wie du es möchtest?

Quote:
Dieser Schluss leuchtet mir auch nicht ein. Was wenn das Ich einfach die Summe aller Einflüsse ist ?
Du missverstehst mich. Wenn du dem Ich (also der Person) die Autonomie absprichst, indem du alles auf deterministische Vorgänge zurückführst, nimmst du ihm seinen Status als Person. Dann ist der Mensch einfach keine Person mehr, weil er, wie du hier die ganze Zeit argumentierst, nicht autonom ist. In dem Fall macht es keinen Sinn, überhaupt über irgendwelche Verhaltensweisen zu diskutieren, denn sie wir sind ja ohnehin nicht die Verantwortlichen.
Zenon drückte das (um auch nochmal auf das Strafsystem zurück zu kommen) imho recht amüsant aus, als er einen Sklaven dafür schlug, dass der ihn bestahl, und dieser sich mit "Mir war vom Schicksal bestimmt zu stehlen" rechtfertigte. Er antwortete nämlich "Und auch, dafür geschlagen zu werden".

Quote:
Absolute Freiheit wäre für mich mit absoluter Objektivität verbunden ( welche ja auch unerreichbar ist). Man müsste sich selbst aus allen Kontexten entfernen können, man müsste sich jeder Prägung bewusst werden, man müsste absolut selbstreflektieren und sich bewusst werden warum man die Entscheidungen trifft, die man trifft, nur so wäre Absolute Freiheit meiner Meinung nach erreichbar.
Man kann sich überhaupt nicht selbst bestimmen , genau das meine ich doch.
Wie könnte man denn überhaupt ohne Vorwissen irgendetwas reflektieren? Jedes Vorwissen wäre eine Prägung. Wie gesagt, ohne vorherige Prägung bist du gar nicht existent.
Wenn du doch selbst einsiehst, dass es gar nicht möglich ist, was willst du dann mit so einer Freiheitsdefinition? Die hat absolut keinen Nutzen, denn letztendlich könnte dann nichts frei sein, nichtmal Gott (denn auch er unterliegt ja dem Kausalitätsprinzip). Absolute Freiheit wäre demnach ja eine Entscheidung nach dem Zufallsprinzip, eben ohne irgendeinen Grund. Und der existiert ja nicht, wie du bereits postuliert hast.
Warum bleiben wir dann nicht bei der geläufigen Freiheitsdefinition, die auch einen Sinn hat: Frei ist, wer selbst entscheiden kann, wie er es möchte.
Warum er es möchte, steht dabei völlig außer Frage weil irrelevant.
Quote:
Ah, ich glaube hier ist der Groschen gefallen.
Obwohl man geprägt wird und eigtl. komplett fremddefiniert wird ( weil man sich ja nicht selbstdefinieren kann ( das ist evident)), entscheidet ich mich noch immer über mich selbst. Wir sind zwar determiniert, aber diese Determinierung liefert einen Rahmen in dem ich über mich entscheide. Jop scheint sinnvoll.
Edit: Ich bin mir durch aus bewusst, dass diese These unfalsifizierbar ist ;)
Genau das war der Punkt. Zwar sind wir theoretisch determiniert (und damit wäre vorhersagbar, was du entscheidest), aber dennoch entscheidest du ja. Jetzt könnte man wieder eine Debatte darüber starten, wie man denn eine Entscheidung definieren will.

Um mal von der puren Begrifflichkeitsdebatte wegzukommen:

Interessant finde ich den Ansatz von Nancy Cartwright, die den Determinismus selbst angreift. Laut ihr kann man überhaupt nicht von einer deterministischen Welt sprechen, da diese präzise und perfekte Naturgesetze (aka Vorschriften, unumstößliche Regelungen, die immer und überall gelten) benötigen würde. Unsere Naturgesetze sind aber lediglich Beschreibungen von Regelmäßigkeiten, die wir in der Welt entdecken, von perfekter Präzision und Unumstößlichkeit weit entfernt.
Da die Frage um den Determinismus eine metaphysische ist, d.h. nicht empirisch erörtert werden kann, muss man sich auf logische Schlüsse beschränken. Und hier gibt es keinen Grund, von einer deterministischen Welt auszugehen, solange wir nichtmal Naturgesetze haben, die dafür sprechen. Hier regelt mal wieder Ockhams Rasiermesser, das eine so umfassende und gewichtige Theorie wie den Determinismus einfach nicht zulässt.
Es ist wie mit dem Gebrabbel, dass wir genau so gut in der Matrix leben könnten. Ja, könnten wir. Nur warum sollte man davon ausgehen, solange es dafür keine Hinweise gibt? Die Welt ist doch wie sie ist. Ob sie nun schon seit Anbeginn der Zeit so festgelegt war oder ob es tatsächlich zufällige Variablen im Weltlauf gab, an der realen Welt ändert diese Antwort doch letztendlich nichts.
09/06/2013 20:27 black0utCpp#40
Ich denke ich habe jetzt deine Argumentation verstanden ( hat ja auch lange genug gedauert ;) ).
Kannst du mir evtl. irgendwelche Philosophen (neben Nancy Cartwright) zu diesem Thema empfehlen ?
09/06/2013 21:58 TBSERVERS#41
Um auf ein Fazit zur Topic zurückzukommen:

Ja, gibt es. Es ist jedoch Definitionssache.
Du BIST ja ein Teil der Welt und deine Entscheidungen
machst DU selber, auch wenn diese bei
Gleichen Bedingungen immer die selben sind.
Dies ist alles Ansichtssache wie du einen freien
Willen definierst.
09/07/2013 07:44 magazo#42
Smith du bringtst Gott in eine Frage der Freiheit? Jede Form Gott auch nur irgendwie zu Beschreiben, ist schlichtweg nicht richtig. In der allgemeinen Vorstellung steht Gott über dem Menschen. Daher wäre jede Definition von Gott nicht richtig. Denn er steht ja über uns. Wie kann man sich etwas vorstellen das über unserer Vorstellungskraft hinaus geht. Selbst meine Behauptung ist demnach falsch. Aber back to the topic.
Ich denke wir haben einfach zwei unterschiedliche Vorstellungen vom Ich. Meiner Meinung nach, weiß ich nicht was das Ich ist. Manche würden es als Seele bezeichnen. Denn die Biologische Abfolge von Reizen die an unser Gehinr gesendet werden, machen ja wohl noch lange nicht das Ich aus.
Ich denke ich habe mich zu vor nicht genau ausgedrückt. Die Persönlichkeit eines Menschen ist das Produkt des Sozialen Umfeldes. Das was man will, macht, sagt usw. Ist alles ein geformtes etwas. Wir mögen gewisse Dinge nicht, auf Grund der zu vor geformten Einstellung. Weil wir irgendwo etwas gelesen, gehört oder sonst etwas haben. Selbst eine Entscheidung ist keine Entscheidung aus dem Bauch herraus, die gibt es nicht.
Das Ich hingegen, kann ich nicht definieren. Ich weiß nicht was es ist und welche genaue Vorstellung ich davon haben soll.

Nebenbei Smith, wenn du einen Text von jemand anderen benutzt. Dann gib es doch bitte als Zitat an. Oder hast du zwanghaften profilierungsdrang und benutzt deine nicht eigene Geistigeschöpfung verkaufst diese aber als deine?
09/07/2013 11:56 ZeroShout#43
Kompatibilismus.
09/07/2013 15:41 MrSm!th#44
Quote:
Originally Posted by magazo View Post
Smith du bringtst Gott in eine Frage der Freiheit?
Aus Sicht eines Religiösen.
Es war einfacher und anschaulicher, davon zu sprechen, dass er deine Persönlichkeit definiert und keine Vorgänge auf quantenmechanischer Ebene. An der Argumentation ändert die religiöse Präferenz nichts.
Quote:
Jede Form Gott auch nur irgendwie zu Beschreiben, ist schlichtweg nicht richtig. In der allgemeinen Vorstellung steht Gott über dem Menschen. Daher wäre jede Definition von Gott nicht richtig. Denn er steht ja über uns. Wie kann man sich etwas vorstellen das über unserer Vorstellungskraft hinaus geht. Selbst meine Behauptung ist demnach falsch.
Du hast da einen Widerspruch, den du auch schon selbst erkannt hast. Wenn Gott nicht beschreibbar ist, wie kann man dann sagen, dass er genau dies ist? Das ist eine Beschreibung, ebenso wie "über uns stehend".
Der Absatz hat also letztendlich 0 Inhalt.
Ich habe ihn zudem ja gar nicht beschrieben, nur als Ersatz für den Zufall als treibende Kraft des Universums eingesetzt.
Quote:
Aber back to the topic.
Ich denke wir haben einfach zwei unterschiedliche Vorstellungen vom Ich. Meiner Meinung nach, weiß ich nicht was das Ich ist. Manche würden es als Seele bezeichnen. Denn die Biologische Abfolge von Reizen die an unser Gehinr gesendet werden, machen ja wohl noch lange nicht das Ich aus.
Da stimme ich dir sogar zu, so recht vorstellen kann ich mir das auch nicht. Solide Belege gibt es dafür aber nicht und deshalb findest du bei mir in den entsprechenden Absätzen immer "angenommen das Gehirn/ich basiert auf rein physikalischen Vorgängen".

Es ändert aber an der Argumentation ohnehin nicht viel, da sich das Ganze dann nur verschieben würde, vom Körper/Gehirn zur Seele:
Wer definiert denn, was deine Seele, also du willst bzw wer gibt es vor?
Das war ja der Punkt, der für den Op das Problem darstellte:
Wir entscheiden zwar nach unserem Willen, aber wir entscheiden nicht, was wir wollen. Das war für ihn der Aspekt, der uns unfrei macht.
Wie schon gesagt, imho ist eine Freiheitsdefinition nutzlos, die von nichts und niemandem erfüllt werden kann, weil sie widersprüchliche Forderungen hat. Denn irgendwie muss immer der Grundzustand definiert sein, den kann man ja nicht selbst definieren, ohne schon einen zu haben. Demnach wäre das Ergebnis, dass wir alle nur noch atomare Gebilde wären, die halt auf besonders komplexe Weise reagieren. Unfrei wären wir damit aber auch nicht, denn wir wären dann gar nicht.
Da bleibe ich dann lieber dabei, dass man frei ist, wenn man frei entscheiden kann, eben nach dem eigenen Willen.
Was man will mag vorgegeben sein oder auch nicht, das lässt sich niemals herausfinden und erst recht nicht für andere voraussagen, insofern spielt es keine Rolle.
Quote:
Ich denke ich habe mich zu vor nicht genau ausgedrückt. Die Persönlichkeit eines Menschen ist das Produkt des Sozialen Umfeldes. Das was man will, macht, sagt usw. Ist alles ein geformtes etwas. Wir mögen gewisse Dinge nicht, auf Grund der zu vor geformten Einstellung. Weil wir irgendwo etwas gelesen, gehört oder sonst etwas haben. Selbst eine Entscheidung ist keine Entscheidung aus dem Bauch herraus, die gibt es nicht.
Das Ich hingegen, kann ich nicht definieren. Ich weiß nicht was es ist und welche genaue Vorstellung ich davon haben soll.
Ok, du trennst also in der Tat zwischen Ich und Persönlichkeit.
Das halte ich nicht für sinnig, denn wenn du etwas willst, sagst du ja nicht "Mein Charakter will das gerade, ich weiß nichtmal wieso und eigentlich sehe ich das anders". Du sagst "Ich will", eben weil deine Persönlichkeit und du dasselbe seid. Du als Ganzes bist das Produkt deiner Vergangenheit und nicht nur der Teil deines Gehirns, der dich kontrolliert.
Quote:
Nebenbei Smith, wenn du einen Text von jemand anderen benutzt. Dann gib es doch bitte als Zitat an. Oder hast du zwanghaften profilierungsdrang und benutzt deine nicht eigene Geistigeschöpfung verkaufst diese aber als deine?
Ich habe jedes Zitat als solches gekennzeichnet und mit Namen versehen, selbst das indirekte von Cartwright.
Dass ich dieselbe Argumentation wie Philipp Hübl verwende, heißt noch lange nicht, dass ich seinen Text verwende, zudem habe ich ja ebenfalls auf ihn verwiesen. Witzig, erst bezeichnest du meine Argumentation als Nonsense und als du liest, von wem sie ebenfalls verwendet wird, unterstellst du mir Ideendiebstahl. Wenn das ja ohnehin Nonsense ist, sollte das ja nicht ins Gewicht fallen, damit kann ich mich wohl kaum profilieren.

Gegenfrage: Weshalb bist du so krampfhaft darauf fixiert, mich auf persönlicher Ebene bloßzustellen?
09/07/2013 18:14 magazo#45
Quote:
Originally Posted by MrSm!th View Post


Wir entscheiden zwar nach unserem Willen, aber wir entscheiden nicht, was wir wollen. Das war für ihn der Aspekt, der uns unfrei macht.

Da bleibe ich dann lieber dabei, dass man frei ist, wenn man frei entscheiden kann, eben nach dem eigenen Willen.
Was man will mag vorgegeben sein oder auch nicht, das lässt sich niemals herausfinden und erst recht nicht für andere voraussagen, insofern spielt es keine Rolle.
Was wir wollen entscheiden wir nicht, das stimmt so weit. Denn auf Grund unseres geformten Ich wollen wir Dinge oder nicht und das hat nichts mit voraussagen zu tun. Eben weil wir geformt wurden haben wir gewisse verhaltensmuster usw.
Das freie handeln gibt es einfach nicht.
Quote:
Originally Posted by MrSm!th View Post
Ok, du trennst also in der Tat zwischen Ich und Persönlichkeit.
Die Persönlichkeit ist ein Teil des Ich.

Quote:
Originally Posted by MrSm!th View Post
Ich habe jedes Zitat als solches gekennzeichnet und mit Namen versehen, selbst das indirekte von Cartwright.
Dass ich dieselbe Argumentation wie Philipp Hübl verwende, heißt noch lange nicht, dass ich seinen Text verwende, zudem habe ich ja ebenfalls auf ihn verwiesen. Witzig, erst bezeichnest du meine Argumentation als Nonsense und als du liest, von wem sie ebenfalls verwendet wird, unterstellst du mir Ideendiebstahl. Wenn das ja ohnehin Nonsense ist, sollte das ja nicht ins Gewicht fallen, damit kann ich mich wohl kaum profilieren.

Gegenfrage: Weshalb bist du so krampfhaft darauf fixiert, mich auf persönlicher Ebene bloßzustellen?
Inwifern hast du denn "nur" die selbe Argumentation? Hast du seinen Text genommen und ihn umgeschrieben :p.
Ich versuche niemanden bloßzustellen, es geht mir darum das ich dich für einen Wichtigtuer halte. Jemand der im Internet :D, mit Fachbegriffen usw. um sich wirft. Jeder kann Fachbegriffe bei google eingeben. :rolleyes:
Allein deine FEC, Profilierung^10.