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Originally Posted by ~Nein
Keine Ahnung ob du meine Server aktiv gespielt hast, bei mir sind Systeme die Charakter bezogen sind immer stärker als das eigentliche Equipment. Hilft die aber auch nicht wirklich (Ist halt wieder das Gildenproblem die meisten Newschoolserver bestehen gefühlt halt zu 70% aus größeren Gilde (Ist natürlich auch die Schuld von Serverbetreibern, wenn sie kein Gildenlimit etc. haben) aber ich denke da dreht man sich im Kreis. Ich hab den vergleich ja bei Cube gesehen, er hatte bspw. keine größere Gilde, dadurch hast du nicht diesen Playerdrop von heute auf morgen, klar gehen dort Spieler nach und nach, aber ich denke jedenfalls bei mir kann man es meist darauf zurückführen wenn eine Gilde quittet, dass die anderen dann auch nicht mehr solange bleiben, da dann meist oPvP stirbt, was halt viele aus den Gilden hält.
Ich denke das Überschätzt du etwas mit 500 - 700 Usern bei jemanden der 10k Aufrufe hat (Gerade wenn man doch bedenkt wie stark die Metincom in den letzten Jahren kleiner geworden ist) Ich kann halt nur von den Zahlen reden, die mir bekannt sind und das sind halt die Werte die ich von diesen Leuten hatte. Natürlich kann man da auch bestimmt mal Glück haben das man jemanden erwischt wo viele alte Metinhasen in der Community unterwegs sind.
Ich kann nur sagen das ich mein Fazit daraus gezogen habe und das ist nun mal weg von Newschool zu gehen. Ich seh es halt auch irgendwo nicht ein als einer der wenigen in der Metinszene der noch für Customcontent bezahlt (Außerhalb von Plechito & co) das jedes mal zutun für Server die 3 - 6 Monate halten.
Das Problem was halt viele haben das sie auch nur die "Spielersicht" kennen. Du weißt halt nicht wie Anstrengend es war/ist immer auf Leute zu warten die für dich Content erstellen (Sei es Maps/Dev´s oder auch Designer, dass man da teilweise auch die Motivation verliert) Denke das ist tatsächlich auch nen Nachteil an nem Newschoolserver, dass die Contentupdates schon relativ zeitnah kommen müssen, bei nem Old/Middle hast du für Contentupdates auch einfach etwas mehr vorlauf.
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Ja, ich habe tatsächlich nicht so viel Erfahrung mit Newschool, aber ich denke trotzdem nicht, dass das grundsätzlich eine Gildenproblematik ist. Es kann ja eigentlich nicht Sinn eines Servers sein, dass dieser am Ende hauptsächlich als Schlachtfeld für ein paar einzelne große Gilden fungiert und der Erfolg des Servers davon abhängt, ob diese bleiben oder gehen.
Für mich ist das eher ein Zeichen dafür, dass insgesamt zu wenig Promo bzw. zu wenig neuer Spielerzufluss vorhanden war. Mit ausreichend Promo und konstant neuen Spielern wären einzelne große Gilden deutlich weniger relevant für die langfristige Spielerzahl. Ich würde deshalb auch nicht unbedingt am Gildenlimit etwas verändern. Am Ende war es ja auch irgendwo Glück, dass man diese großen Gilden überhaupt auf den Server bekommen hat - die hätten genauso gut auf einem anderen Server anfangen können.
Andererseits ist genau diese abrupte Spielerinaktivität das Problem. Große Gilden können so etwas natürlich auslösen, aber normalerweise entsteht diese Abwärtsspirale meiner Meinung nach dadurch, dass sich das Farmen irgendwann immer weniger lohnt:
a) Spieler verlassen den Server und damit sinkt die Nachfrage.
b) Das Equipment verliert zunehmend an Wert, unter anderem durch Yangseller oder Hardcore-Farmer, die extrem schnell vorankommen und ihren Fortschritt natürlich auch öffentlich präsentieren.
c) Spieler hören auf, weil sie sehen, dass viele andere Spieler ebenfalls aufhören - dadurch entsteht schnell der Eindruck, dass der Server keine Zukunft mehr hat (Kettenreaktion)
→ das alles kann man mit verschiedenen Methoden unterbinden.
Und ja, deine/eure Server (nicht alle davon) habe ich zumindest angezockt. Ihr hattet durchaus Systeme, die charakterbezogen waren. Gleichzeitig gab es für meinen Geschmack aber weiterhin zu viele Uppstufen beim Equipment. Genau da könnte man beispielsweise anders vorgehen und zusätzliche Uppstufen erst nach einigen Monaten durch einen Patch hinzufügen, anstatt von Anfang an den kompletten Fortschritt offenzulegen.
Bei den 500-700 Spielern sehe ich es weiterhin anders. Gerade Newschool-Server haben teilweise sowieso nur noch relativ wenig mit dem ursprünglichen Metin2 zu tun. Sie haben viele QoL-Elemente und Mechaniken, die auch einen normalen 08/15-Gamer ansprechen könnten. Deshalb finde ich es durchaus plausibel, dass ein Streamer/YouTuber, der regelmäßig um die 10.000 Aufrufe erzielt, einige Hundert Leute dazu bringen könnte, das Spiel zumindest auszuprobieren. Man müsste das Ganze vom Marketing her nicht einmal zwingend als "Metin2" präsentieren - die rechtliche Thematik mal komplett außen vor gelassen.
Den Rest kann ich aber nachvollziehen, gerade was den Aufwand für Custom-Content und die Abhängigkeit von Entwicklern, Designern usw. betrifft. Ich würde nur noch ergänzen, dass es auch andersherum ein Problem gibt: Als Admin kann man die Spielersicht ebenfalls nie vollständig kennen. Wenn man Monate oder Jahre an einem Server arbeitet, entsteht zwangsläufig eine gewisse Betriebsblindheit. Dinge, die für einen selbst logisch, motivierend oder gut durchdacht erscheinen, können von Spielern völlig anders wahrgenommen werden.
Man muss sich die Frage stellen, welche Merkmale beim durchschnittlichen Spieler das Gefühl hervorrufen, dass ein Server langlebig und weiterhin aktiv ist. Dazu gehören für mich beispielsweise: kein permanenter "BP"-Spam im Chat, kein für jeden offensichtlich einsehbarer extremer Spielfortschritt einzelner Spieler, auch nach einem Monat noch regelmäßig neue "Willkommen"-Nachrichten bei der Charaktererstellung und vor allem dauerhaft lebendige Anfängermaps. Es muss für den einzelnen Spieler der Eindruck entstehen, dass weiterhin konstant neue Spieler dazukommen und der Server nicht bereits seinen Höhepunkt überschritten hat.
Aber ich will dich damit jetzt auch nicht belehren - am Ende ist es natürlich deine Entscheidung. Es entsteht bei Spielern nur irgendwann der Eindruck eines fast schon "vorsätzlichen Serverabsturzes". Damit will ich dir ausdrücklich nichts unterstellen, sondern das ist einfach eine Spielererfahrung, die sich über die Jahre in der Mt2-Szene entwickelt hat.
Und falls du dich weiterhin auf die MT2-Szene fokussieren willst, könnte man sogar die bekannten Bot-Anbieter für Werbung ansprechen. Da reicht vermutlich schon ein kleiner Betrag für etwas Promo. Lass deren Bots am ersten Tag funktionieren und implementiere anschließend den entsprechenden Schutz. So erreichst du über deren Community zusätzliche Aufmerksamkeit, ohne das Botting langfristig zu dulden.