Minority Report: 5/10
TL;DR: Nette Idee, Tom Cruise macht die Sache auch gut. Komische Nachbearbeitung, sehr futuristisch.
Der Film behandelt die Idee der
deterministischen Deutungsphilosophie. Demnach sei das Handeln von Menschen vorhersehbar, da determiniert. In Minority Report gibt ein Frühwarnsystem für Mordverbrechen, das diese mit großer Effektivität voraussagen kann. Daher können die Behörden einschreiten und verhaften die Täter noch
bevor diese die eigentliche Tat überhaupt begangen haben. Einer der Polizisten wird plötzlich selbst Ziel der Vorhersagung und stößt auf einige knifflige Verschwörungsaspekte zur Methode selbst.
Der Film verdeutlicht die Thematik des Determinismus unglaublich gut. Manchmal mögen Entscheidungen des Protagonisten etwas sinnlos erscheinen, wenn man selbst nicht an einen Determinismus glaubt. Der Rest des Films ist mittelmäßig, die Dramatik kommt nicht zu kurz, auch etwas Action ist zu sehen, generell aber alles durchschnittlich. Besonders die Nachbearbeitung fand ich grausam, der Film trägt einen störenden und irritierenden, bläulichen Schein.
Der Film ist sicherlich ein Sci-Fi-Film. Ich gebe zu, dass dies nicht wirklich mein favorisiertes Genre ist, dennoch glaube ich objektiv sagen zu können, dass mit Sci-Fi-Elementen übertrieben wurde. Die Möglichkeit mithilfe von Technologie Opfer, Täter sowie Schauplatz von Mordverbrechen vorhersehen zu können erscheint mir schon abgefahren genug. Dazu kamen verwirrende Animationen auf Glasscheiben, die die Darsteller als Bildschirme nutzten, sowie krasse Autos und Autobahnen mit Magnetfeldern (oder so). Auch die Floradarstellung ist etwas übertrieben und erinnert eher an Harry Potter Teil 1.