Eden ist ziemlich hart, aber inhaltlich, weniger von den einzelnen szenen, wobei es auch sehr brutale bilder gibt. ist auf jeden fall ab 18. das ist ok, da es jüngere wahrscheinlich ohnehin schwer haben zu begreifen, wegen den ganzen politischen und sozialen geschehnissen, die teilweise ziemlich komplex sind und man sich schon ein bisschen dafür interessieren muss, damit man es schon in jungen jahren begreift, was da geht.
ansonsten wird getötet und gefickt und das nicht zu knapp, allerdings nie so, dass es sich penetrant in den vordergrund drängen würde, die "adult"-parts sind wichtig für die erzählung und die figuren und nicht irgendwie "gewalt-exhibitionismus" oder dergleichen.
horror eher weniger auch wenn ein paar szenen vorkommen die mit etwas fantasie in die richtung gehen (ein paar wenige cyborg szenen haben bisschen horror touch, was bewusst so gewählt wurde)
ajo, eden ist einfach einer der inhaltlich klügsten und ausgereiftesten mangas mit unglaublichem tiefgang, dafür, dass er erst 12 bände umfasst und sehr viele (extrem gut gezeichnete-) charaktere vorweist.
appleseed ist ein science-fiction manga vom macher von Ghost in the Shell, ziemlich philosophisch und soziologisch geprägt. naja, Eden auch, aber bei appleseed ist es noch etwas tragender.
sonst hab ich nur mangas, die eher weniger hart sind. richtig horror mangas, im sinn japanischer horror filme oder dergleichen habe ich keinen einzigen und kenn auch keinen, aber falls du einfach mangas suchst die etwas anspruchsvoller und auch etwas härter sind, dann würd ich dir auf jeden fall Eden empfehlen, vorausgesetzt du kannst damit leben, dass der manga streckenweise ziemlich sozialkritisch und politisch wird. der autor ist auch nicht gerade "neutral" eingestellt, da er ein bekennender globalisierungsgegner ist, bspw. und sich auch stark für ethnische minderheiten einsetzt, bspw. uiguren. er verweist auch immer wieder auf autoren wie noam chomsky (anarchosyndikalist und einer der wichtigsten nordamerikanischen politologen und einer der wichtisten menschen im bereich der linguistik und semantik)
was bei eden am härtesten ist, denke ich ist definitiv, dass charaktere, die man 2 bände lang kennen lernt, plötzlich sterben, sobald man das gefühl hat, sie langsam zu kennen. ich kenne leute die den manga aufgrund dieser literarischen härte zur seite gelegt haben. mir selbst hat das relativ gut gefallen, da es gänzlich westlicher erzählung widerspricht, was mangas diesbezüglich sehr spannend macht.
edit: mir kam eben noch in sinn: Noise (sozusagen 1. teil von...) oder Blame!
beides sehr geiler zeichungsstil aber inhaltlich total wirr und strange, düster und depressiv. auch ziemlich hart. mir hats noch gefallen, allerdings vor allem von den zeichnungen, inhaltlich ists ziemlich freaky :)