Bevor ich dir meine Empfehlung gebe, will ich einige Dinge klargestellt haben.
Was ist das Studium nicht:
Wenn du dich jetzt fragst wieso du dann studieren solltest, wird es nun interessant.
Was bringt dir das Studium dann?
Das erste was du lernen wirst ist, dass Informatik mehr ist als die reine Softwareentwicklung.
Das ganze ist lediglich meine subjektive Meinung oder die Erfahrungen die ich gemacht habe und ich kann das ganze nicht auf alle Universitäten oder Ausbildungen verallgemeinern. Trotzdem gilt meiner Meinung nach: Wer sich für die Informatik und nicht nur für die Softwareentwicklung interessiert gehört auf die Universität in ein Informatikstudium und selbst die, die sich nur für die Softwareentwicklung interessieren bietet das Studium die Chance mehr kennen zu lernen. Es muss ja kein Master hinterhergehängt werden im Bachelor lernt man genug um im theoretischen und praktischen Bereich gut gerüstet zu sein.
Damit du mal ein kleinen Überblick bekommst, das sind einige der Kurse die ich im Bachelor-Studium hatte:
Ich hatte vor dem Studium, während meines Abiturs, eine schulische Ausbildung zum TAI (Technischer Assistent für Informatik) gemacht (ca. 4 Jahre ohne Berufserfahrung, ingesamt eine schlechtere Ausbildung als der Fachinformatiker). Das was ich dort in an Softwareentwicklung gelernt habe war nicht wenig. Und es hat mich am Anfang auch einige Mühen gekostet das alles zu lernen und zu verstehen. Diese vierjährige Ausbildung hat mir im Studium quasi 1 1/2 Vorlesung erspart, die Vorlesung in der Java vermittelt wurde konnte ich quasi überspringen (war auch nie da gewesen) und in einer der technischen Vorlesungen war mir die Hälfte bekannt. Alles was danach kam war neu. Wie groß sich der TAI von FI unterscheidet kann ich nicht sagen, aber vielleicht hilft dir das einen groben Überblick zu bekommen.
Mir ist eben aufgefallen, dass du dazu tendierst dich selbstständig zu machen. Was spricht denn gegen ein Informatikstudium, in dem du einige Wirtschaftskurse belegst? Damit kannst du sicherlich nicht viel falsch machen (außer die Langeweile mit Wirtschaftsteil :P).
Wenn du noch mehr wissen willst frag nach :)
Was ist das Studium nicht:
- Der Schwerpunkt des Informatik-Studiums ist nicht die Softwareenwicklung! In mehr als der Hälfte aller Veranstaltungen wirst du keinerleich Programme erzeugen, geschweige denn auch nur eine Programmiersprache sehen.
- Du lernst nur bedingt Frameworks kennen und es bereitet dich nicht direkt auf eine Arbeitstelle vor. Wenn du nach dem Studium auf dem Arbeitsmarkt geschmissen wirst hast quasi keine Berufserfahrung. Spätestens nach dem Bachelor ist es sinnvoll sich einen Nebenjob in dem Bereich zu suchen.
- Es ist nicht leicht. Das sollte eigentlich klar sein. Man kommt mit ein wenig Arbeit in alle Thematiken rein, wenn man aber nicht drann bleibt kommt man in den Vorlesungen aber nicht hinterher.
Wenn du dich jetzt fragst wieso du dann studieren solltest, wird es nun interessant.
Was bringt dir das Studium dann?
Das erste was du lernen wirst ist, dass Informatik mehr ist als die reine Softwareentwicklung.
- Du wirst über den Tellerrand hinausschauen. Du lernst im Studium Dinge kennen wie die Funktionale-Programmierung (C/C++, Java oder C# sind nicht das höchste der Gefühle) oder die theoretische Informatik (viele Dinge davon sind auch praktisch anwendbar und unglaublich wichtig).
- Eine unglaublich großeres Ansammlung an Konzepten und Algorithmen. Du bekommst einen riesigen Überblick über ein Haufen interessanter (und in Zukunft relevanter) Themengebiete wie z.B. Evolutionary-Programming, Automatic-Speech-Recognition/Speech-Synthesis, Cognitive-Modeling, Image-Recognition oder auch Handwerkszeug wie Wahrscheinlichkeits-Modelle (z.B. GMMs), Neuronale-Netze (DNN, RNN, ...) bzw. Machine-Learning im Allgemeinen. Gerade diese Dinge werden in der Zukunft vermutlich immer wichtiger und kommen definitiv bei einer Ausbildung zu kurz, außerdem ist das meiner Meinung nach das Interessante an der Informatik :).
- Algorithmisches-Denken. Das ist wohl quasi eines der Schlüsselattribute der Informatik, im Studium wird dies gezielt ausgebildet (unteranderem durch Dinge wie Reduktion, Komplexitätstheorie, Berechenbarkeit und ein haufen Algorithmen).
- Eigenschaften von Problemen/Algorithmen erkennen: Das ist etwas das in der Ausbildung meines Wissens nach etwas zu kurz kommt. Du lernst im Studium das abschätzen der komplexität unterschiedlicher Algorithmen und wie man mit bestimmten Problemen umgeht. Viele Probleme in der Informatik wurden schon mal von jemand anderem gelöst, in Studium lernst du Lösungen zu häufigen Problemen kennen und ansonsten wo man die Lösung herbekommt.
- Du lernst die Fachsprache. Klingt vielleicht ein wenig nebensächlich aber wenn du dir mal ein Konferenz-Paper anschaust wirst du sehen wie wichtig das ist. Auch in der Wirtschaft kann dies wichtig sein wenn man vor einem Problem steht, und nicht immer gibt es einfache verständliche Versionen der Lösung im Netz. Außerdem ist es ganz interessant sich hin und wieder mal ein paar Paper von Themen durchzulesen die einen interessieren.
Das ganze ist lediglich meine subjektive Meinung oder die Erfahrungen die ich gemacht habe und ich kann das ganze nicht auf alle Universitäten oder Ausbildungen verallgemeinern. Trotzdem gilt meiner Meinung nach: Wer sich für die Informatik und nicht nur für die Softwareentwicklung interessiert gehört auf die Universität in ein Informatikstudium und selbst die, die sich nur für die Softwareentwicklung interessieren bietet das Studium die Chance mehr kennen zu lernen. Es muss ja kein Master hinterhergehängt werden im Bachelor lernt man genug um im theoretischen und praktischen Bereich gut gerüstet zu sein.
Damit du mal ein kleinen Überblick bekommst, das sind einige der Kurse die ich im Bachelor-Studium hatte:
- Mathe (Mengenlehre, Analysis, Vektorgeometrie, Aussagenlogik, ...)
- Praktische-Informatik (Java, Algorithmen, Haskell (FP))
- Theoretische Informatik (Sprachtheorie, Komplexität, Berechenbarkeit, ...)
- Technische Informatik (Betriebssysteme (Unix), Logik-Bausteine, Schaltungsminimierung, ...)
- Graph-Algorithmen
- automatische Spracherkennung (super Interessant :))
- ...
Ich hatte vor dem Studium, während meines Abiturs, eine schulische Ausbildung zum TAI (Technischer Assistent für Informatik) gemacht (ca. 4 Jahre ohne Berufserfahrung, ingesamt eine schlechtere Ausbildung als der Fachinformatiker). Das was ich dort in an Softwareentwicklung gelernt habe war nicht wenig. Und es hat mich am Anfang auch einige Mühen gekostet das alles zu lernen und zu verstehen. Diese vierjährige Ausbildung hat mir im Studium quasi 1 1/2 Vorlesung erspart, die Vorlesung in der Java vermittelt wurde konnte ich quasi überspringen (war auch nie da gewesen) und in einer der technischen Vorlesungen war mir die Hälfte bekannt. Alles was danach kam war neu. Wie groß sich der TAI von FI unterscheidet kann ich nicht sagen, aber vielleicht hilft dir das einen groben Überblick zu bekommen.
Mir ist eben aufgefallen, dass du dazu tendierst dich selbstständig zu machen. Was spricht denn gegen ein Informatikstudium, in dem du einige Wirtschaftskurse belegst? Damit kannst du sicherlich nicht viel falsch machen (außer die Langeweile mit Wirtschaftsteil :P).
Wenn du noch mehr wissen willst frag nach :)