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Originally Posted by Shiinya
Das geht auch ohne Beleidigungen.
Ich sagte nirgends das Menschen wegen ihrer Hautfarbe, Religion o.ä. weniger wert seien als ich. Alles was ich gesagt habe dass das Leben eines anderen Menschen grundsätzlich weniger wert ist als das eigene. So denkt übrigens fast jeder Mensch - auch wenn es die wenigsten so drastisch ausdrücken.
Da müsste man wohl mal differenzieren was als erfolgreiche Integration zählt. Für mich ist jemand nicht erfolgreich integriert wenn er seine eigene Religion durchboxt(Bau von Moscheen, angepasster Religionsunterricht etc.), immer noch in seiner Sprache durch die Gegend schreit oder seinen Ehepartner unterdrückt/schlägt weil es ja normal ist(alles schon gesehen).
Aber ja. Deutsche die sich nicht benehmen können, kann man meiner Meinung nach auch gerne rausschmeißen. Hier im Topic geht's aber nun einmal um Ausländer/Asylanten - und nicht um Deutsche.
Ich hab extra in Klammern beigefügt das es sich bei dem "verseuchen" um das Aussehen der Heime geht. Das hier geplante war z.B. überhaupt nicht für die Gegend passend, und soweit ich Asylantenheime bisher gesehen habe, würden die meisten nicht in eine eher Reiche Gegend passen.
Die Menschen kann man hier gerne hin stecken, dann aber auch nur wenn sie sich vorher ausreichend integriert haben - deswegen bin ich für die Verteilung in ärmere/normale Gegenden.
Wieso sollte ich so denken? Um eins klar zu stellen, von mir aus kann hier leben wer will, juckt mich recht wenig, aber auch nur wenn sie ausreichend integriert sind(ausreichende Deutschkenntnisse, Job etc.). Jeder der sich nicht integriert wird wieder rausgeworfen(ja auch Deutsche). Das wird es so aber leider nie geben, denn dann würde unser Land wieder schlecht da stehen. Also nehmen wir sie alle auf & haben halt noch mehr Kriminelle, Arme & nicht integrierte Menschen - supi!
Die die es schaffen sich hier zu integrieren zahlen im Endeffekt für die, die es nicht geschafft haben und sind damit eher weniger Gewinnbringend.
Inwiefern man jemandem hilft oder nicht, ist natürlich jedem freigestellt. Mir ging es nur um die Klarstellung, dass das eigene Leben einem selbst grundsätzlich mehr wert ist als das eines anderen(mit Ausnahme vllt. von Geliebten/Verwandten).
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Ich denke nicht so. Du implizierst hier das Herauswerfen von Menschen als eine einfache Tätigkeit, welche jedem, der dir nicht in den Kram passt, gelten sollte. 3 Probleme gibt es mit dem ganzen:
1. Wer sind denn die nicht integrierten und warum sollte man generell auch die wieder zurück schicken, die sich voll integrieren und ihren Beitrag zum Gemeinwohl leisten? Woher willst du differenzieren und dir anmaßen, wer es denn jetzt "verdient hat", in diesem Land zu leben? Und weil du es nicht kannst, schieben wir lieber gleich alle Ausländer wieder ab? Was ist das für eine durchdrehte Logik, stell dir vor hier wäre Krieg und du würdest vom einen feindlichen Land ins nächste kommen. Geil oder? Hauptsache fair und gerecht, an die Menschen wird natürlich nicht gedacht.
2. Wir haben Gesetze, an die auch Ausländer sich zu halten haben und wenn sie das nicht tun, gelten nach wie vor Deutsche Gesetze, die auch dort angewandt werden. Ob jetzt ein deutscher Heinz oder irgendein Ausländer, der hier lebt, ein Gesetz bricht, ist dabei völlig irrelevant. Wir haben also ein Strafmaß für Verbrechen und das greift in beiden Fällen. Wenn du damit unzufrieden bist, dann geh für härtere Strafen demonstrieren oder was weiß ich was. Aber hier generell einfach Menschen als Böse abzustempeln (ich weiß, dass du das nicht bekannt gemacht hast, aber du implizierst es mit jedem weiteren Post) ist nicht die Lösung. Und wenn du dich nun mal dafür aussprichst, dass Asylanten wieder zurück in ihr Land sollen, ungeachtet dessen, was sie leisten, dann brauchst du dich auch nicht wundern, wenn du hier als Rassist oder Nazi beschimpft wirst.
3. Kleines Beispiel für deine Denkweise: Jemand Reiches hat Nahrung in Hülle und Fülle. Er hat so viel, dass er sie nicht mal verbrauchen könnte, wenn er gewollt hätte. Jetzt kommt jemand, der beispielsweise wegen Krankheit oder anderen Umständen, für die er nichts kann, arm geworden ist und ihn nach etwas zu essen fragt. Der Reiche hingegen, der nach wie vor alles am Überfluss hat, reißt ein kleines Stück von einer Brotkrume ab und wirft es ihm hin und geht.
Was glaubst du, wie hat der gehandelt? Du übertreibst maßlos mit deinem Beispiel ums eigene Leben. Hier geht es nicht ums eigene Leben, hier geht es um zahlreiche Leben, die gerettet werden können. Bist du jetzt tot, weil wir mehr Asylanten bekommen haben? Nein, bist du nicht und so einfach wird das auch nicht. Es geht hier nur darum, etwas von dem, was wir ohnehin im Überfluss haben, abzugeben. Uns geht es hier in der westlichen Gegend was den Wohlstand betrifft fast allen gut. Klar gibt es hier auch Probleme, um die man sich kümmern sollte, aber das steht hier gar nicht zur Frage.
Und im Gegensatz dazu kann ich dir nur sagen, dass mir mein Leben weniger wert ist als das von Tausenden, die gerettet werden könnten. Denkt nicht jeder so, ich tue es aber. Nur mit dem Unterschied, dass das hier gar nicht relevant ist, weil hier niemand sich "opfern" muss, um diese Menschen aufzunehmen. Ich könnte hier noch viele weitere Punkte durchgehen, ich glaube sowieso nicht, dass du den Kern meiner Aussage nachvollziehen kannst. Und nein, bevor gleich so etwas wieder kommt: Ich bin nicht Ausländer. Ich bin gebürtiger Deutscher und meiner Meinung nach sollen sie so viele aufnehmen, wie sie können. Wenn die Leute sich dann selbst dazu entscheiden, wieder zurück ins Land zu gehen, wenn die Lage sich beruhigt hat, dann ist das deren Sache. Ich kann doch aber nicht jemandem vorschreiben, wo er zu wohnen oder zu leben hat, vor allem nicht nur, weil er nicht das "Glück" hatte, hier geboren worden zu sein. So eine verquirlte Logik kommt mir leider nicht in den Sinn.