Hallo NFNx,
gerne gratuliere ich dir zunächst.
Deine Information ist richtig, lt. Statistik verlieren viele Gewinner ihren Gewinn relativ früh wieder -wobei die Dauer wirklich unterschiedlich ist- und verschulden sich zumeist noch, weshalb diese Personen am Ende sogar weniger Geld haben als zuvor. Quellen hierzu finden sich zu Genüge.
Der Grund ist eigentlich ganz einfach: Der Normalbürger glaubt, Reiche würden sich alles leisten. Fakt ist jedoch, dass Reiche reich sind, weil sie reich bleiben; und eben nicht alles sofort für Konsumgüter ausgeben. Wer ein gewisses Netzwerk genießt der weiß, dass wohlhabende Menschen auch heute noch mit ihrem iphone 4S und 5 zufrieden sind und sich eben kein neues kaufen, weil es nicht notwendig ist.
Hast du jedoch plötzlich ganz viel Geld, möchtest du erstmal deinen Lebensstandard anheben- und dieser finanziert sich nicht durch einen einmaligen Gewinn.
Aber du möchtest ja Vorschläge, wie du das Geld nun verwenden möchtest: Und das ist schon mal ein erster Schritt, der ziemlich vernünftig ist.
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Eine vernünftige Anlagestrategie sieht es vor, deine Investitionen zu verteilen, um das Risiko zu minimieren. Dabei ist zu berücksichtigen, woran du persönlich glaubst.
Da du bereits den Erwerb von Grundstücken und Häusern erwähnt hast möchte ich dir die Empfehlung aussprechen, dass -sofern es dich interessiert- es in Berlin hin und wieder ein Seminar gibt (4 Tage für ca. 3500 Euro) für Personen, welche groß mit Grundstücken auftrumpfen wollen. Dort sitzen wahre Profis und erklären dir, wie du geeignete Wohnhäuser findest, welche Konditionen du mit der Bank aushandeln kannst, welche Modernisierungsmaßnahmen du treffen musst, .. . Die geben dir alles vor und ich kann es von meinem Netzwerk her empfehlen; das ist schon solide, aber eben nicht jedermanns Sache.
Crowdsourcing aus Investorsicht würde ich empfehlen, aber da dies Wagniskapital ist, nur mit einem kleinen Teil (spontan würde ich 11 % wählen, aber das musst du ja für dich entscheiden).
Für Aktien gibt es ebenfalls Experten; allerdings würde ich auch hier einen Mix vornehmen und nicht alles von einem Berater verwalten lassen.
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Ein subjektiver, konkreter Vorschlag meinerseits?
Du nimmst 50.000 Euro und legst diese für einen Bausparvertrag an. Damit sicherst du dir die extrem niedrigen Zinsen, die aktuell vorherrschen.
Weitere 50.000 legst du auf einem Tagesgeldkonto an; das wird dein Notgroschen für irgendwann sein, an den du flexibel dran musst = Keine wirkliche Anlage.
Plane 65.000 Euro für dein Studium ein; hier sind Gebühren für eine etwaige Privatuni, Auslandssemester sowie Unterhaltungskosten enthalten (Quelle: Mein VWL-Prof). Das Netzwerk, welches du hier aufbaust, ist unbezahlbar (!).
Völlig egal, was du dir kaufen möchtest: Investiere in dich selber. Buche dir NLP-Kurse, Fremdsprache, möglichst viele Kurse für soft skills (nicht nur englisch und Körpersprache, sondern auch Business Knigge (richtig essen), ... das wird in deinem Alter die größte Auswirkung auf dein Leben haben und mehr wert sein als 500.000 Euro für Konsumgüter.
Mama und Papa etwas geben (wäre mir persönlich viel wert; falls sie Kredite laufen haben, wie das im wahren Leben eben so ist, sollen die damit abbezahlt werden, um ihre Liquidität zu fördern. Das gibt Lebensqualität zurück).
Und den Rest in Aktienfonds stecken (2 verschiedene Berater!), als Wagniskapital (ca. 40.000 Euro) und Investitionen in Sachanlagen nutzen.
Hintergrundwissen zu mir: Großes Netzwerk, Jung-Unternehmer, 3,5 Jahre Wirtschaftsrecht studiert, StudiumPlus in Richtung Mittelstandsmanagement, Privatinvestor.
Bitte denke daran, dass dies hier eine laienhafte Umschreibung mit vielen Schätzungen ist, eine konkrete Umsetzung muss akribisch gut geplant werden.
Viel Glück! :)