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Originally Posted by coco***
Was QuiBids braucht sind: Verschärfte Maßnahmen gegenüber Betrügereien um so den Schutz der ehrlichen Bietern gewährleisten zu können!
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In welcher Hinsicht ist Quibids denn transparenter als andere Seite? Die Tatsache, dass die Benutzerzahl noch recht gering im Vergleich zu anderen Seiten macht das Beobachten zwar einfacher (was du wohl als transparenter verstehst), aber das gleiche Muster lässt sich über kurz oder lang 1 zu 1 genau so auf anderen Seiten beobachten.
Ich schließe mich Ricardo2000's Aussage an in der es heißt: "Stellt sich eben die grundsätzliche Frage wollen die Betreiber ein faires System oder wollen Sie nur das Geld der User."
Gemäß der beschriebenen Systemstrukur aus dem doyoo-Artikel, mit dem bislang alle Pennyauktionsseiten funktionieren beantwortet sich diese Frage eigentlich von selbst. Quibids gibt es in den USA seit 2009, d.h. die Betreiber werden definitiv mit der von Dir beschriebenen "Problematik" vertraut sein. Durch einfache Korrelationsanalysen im Data Mining Verfahren, welches für den Betreiber ein Leichtes sein sollte, da dieser Zugriff auf sämtliche Daten hat (inkl. IP-Adressen, Adress- und Namensdaten etc.), lassen sich statistisch relevante(!) Daten erheben, welche Benutzer wirklich in Verbindung stehen könnten, anstatt sich auf Beobachtungen und Protokolle eines "Laien" zu beruhen und dies als Basis für weitere Maßnahmen zu verwenden. Man könnte/sollte auch davon ausgehen, dass ein erfolgreicher und professioneller Betreiber wie Quibids sich solcher Methoden durchaus bewusst ist und Vermutung auch nahe liegt, dass diese auch verwendet werden, um unternehmensschädigenden Kunden den gar aus zu machen oder im schlimmsten, aber leider auch naheliegenstem Fall selbst zu betrügerischen Maßnahmen greift, sodass der Kunde bzw. eine oder mehrere Kundengruppen am Ende als Betrogener da steht. Ganz gemäß dem Motto: Nichts gibt größeres Vergnügen, als Betrüger zu betrügen. Und ein neuer Teufelskreis ist damit geschaffen, wo keiner der Seiten (Kunde/Unternehmen) eine wirklich reine Weste hat.
Somit liegt es in der Hand des Kunden dem Unternehmen zu vertrauen bzw. in der Hand des Unternehmens, vertrauen aufzubauen. Stimmt's?
Leider Falsch! Ziel des Kunden ist es dargebotene Auktionsartikel möglichst günstig zu erwerben. Ziel des Unternehmens ist es, dass die Auktionsartikel so hoch wie möglich auslaufen. Da besteht ein ganz klarer Interessenkonflikt. Schärfere Maßnahmen können gemäß dem Motto "Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser." nur durch eine 3. neutrale Instanz umgesetzt werden. Eine Instanz, die die Interessen von Kunden und die des Unternehmens wahrt.
Dies könnte entweder die Politik, der Verbaucherschutz oder ein unabhängiger Centauktionsprüfer (Achtung Marktlücke an alle selbstständigen Berater oder die, die es werden wollen! :D) sein, der regelmäßig seinen "TÜV-Stempel" einer Auktionsseite verpasst.
Weder der Appell an den Betreiber noch der an die Powerbieter wird jemals diese Problematik zufriedenstellend lösen.
Sicherlich wird es unter den Powerbietern, die du hier schlichtweg als Betrüger bezeichnest das ein oder andere schwarze Schaf(e) geben, die aktive oder stille (lässt sich auch gut beobachten) Absprachen vornehmen und so der "ehrliche" Einzelkämpfer-Kunde um sein Geld gebracht wird.
Zum Thema Ehrlichkeit könnte man eine neue Grundsatzdiskussion anfangen. Sieht du dich als ehrlichen Kunden an? Wie weit reicht diese Ehrlichkeit? Auch soweit, dass du deinen 3-4 Freunden denen du die Seite empfohlen hast und die sich nun auch angemeldet haben keine Kommunikation stattfindet, welche sich der Kategorie "Bietabsprachen" zuordnen lassen würden? Also jetzt mal ehrlich.... :)
Meine persönliche Antwort hierzu findet sich in einem Zitat von Nicolas Chamfort wieder: ""Das Menschengeschlecht, von Natur aus schlecht, ist durch die Gesellschaft noch schlechter geworden. Jeder Mensch bringt die Fehler mit 1. der menschlichen Natur, 2. des Individuums, 3. des Standes, dem er im sozialen System angehört. Diese Fehler verschlimmern sich mit der Zeit, und jeder Mensch faßt älter werdend, verletzt durch die Fehler der andern und unglücklich durch seine eigenen, eine Verachtung gegen die Menschheit und die Gesellschaft, die notwendig zum Nachteil beider ausschlägt.""
Egal wie "ehrlich" deine Antwort lauten würde, bringt sie absolut Keinem etwas. Genau so wenig trägt es wenig zur Lösung bei hier bestimmte Kunden(gruppen) oder das Unternehmen an sich verantwortlich machen zu wollen.
Dir als "Geschädigten" könnte man ebenfalls unterstellen ein erfolgloser Betrüger zu sein, der versucht für weniger Konkurrenz zu sorgen, um endlich auch mal ein Stück vom Kuchen zu bekommen. Betrogene Betrüger schimpfen dem Sprichwort nach bekanntlich am lautesten. :D
Und zum Thema "ehrlicher Kunde" als konträre Behauptung:
Fehlt die Gelegenheit zum Stehlen, glaubt der Dieb, er sei ehrlich. :D
Ich als bekennender Powerbieter (so jetzt ist es raus :cool: ) würde jedenfalls eine Instanz zur Kontrolle und Überwachung von Pennyauktionsseiten, die sowohl die Interessen des Kunden auch auch die des Unternehmens beachtet sehr befürworten und Hand in Hand mit meinen Konkurrenten vor die Barrikaden gehen, um dies zu Realisieren. Ganz ehrlich! ;)
@Watino bitte halt uns auf dem Laufenden im Bezug auf deine bevorstehende Kommunikation mit der Verbraucherzentrale. Ich kann dir jetzt schon sagen, dass die Vorlage deiner "Beweise" beim Betreiber der Seite, aufgrund des derzeitigen Systems, schlicht und weg nix bringen wird, da ich vor Jahren auch mal in deiner Haut gesteckt habe. Du wirst wahrscheinlich einen Standardtext als Antwort erhalten. Aber einige Erfahrungen muss man halt doch mal selbst gemacht haben, um sinnvollere Wege einzuschlagen. :pimp: