Um mal eine etwas objektivere Meinung einzubringen, irgendwie scheinen hier nur Hater oder Fanbois zu sein:
Mit Cataclysm hat sich grundsätzlich nicht so viel geändert, wie es zu BC oder wotlk Zeiten der Fall war. Ich finde Cataclysm spielt sich momentan ähnlich wie gegen Ende wotlk. Der Farmaufwand wurde, wie bereits in wotlk, von Erzen, Pflanzen oder Rufpunkten eher auf Punkte verlagert, die dazu dienen sich auszurüsten.
Faktisch sind diese Punkte mit den Marken aus wotlk gleichzusetzen. Nun gibt es jedoch nurnoch 4 Markentypen, die für die NPCs wirklich relevant sind:
Gerechtigkeit - aus 5er Inis und oldschool raids
Tapferkeit - aus Raids und als Belohnung für den Abschluss einer 5er hero, hat ein wöchentliches Cap
Ehre - Normales PvP
Eroberung - Arena, Rated BG, gewonnene random BGs
Über diese Punkte, sowie dem normalen Loot, setzt sich dein Farmaufwand zusammen.
Weitergehender Aufwand ist völlig optional und beschränkt sich vornehmlich auf das Sammeln von Erfolgen oder Spaßitems.
Der Anschluss an die raidende Spielerschaft ist so leicht wie nie zuvor. Die 3 neuen Instanzen des letzten Patches brachten Items der Qualität des vorhergehenden Raids bei sehr einfachen Bossen.
Im Anschluss an diese Ausrüstung kann man im sogenannten LFR, Looking for Raid oder auch Raidfinder eine Gruppe suchen. Der Raidfinder bietet etwas höherwertigere Beute, bietet dabei jedoch kaum eine Herausforderung. Der momentane Endcontent ist, ähnlich wie die Eiskronenzitadelle, mit einem buff belegt, der den Normalmodus stark vereinfachte und den heroischen Modus für viele Gilden machbar machte.
Raiding im moment ist demzufolge leicht möglich, bietet einem alten Hasen jedoch eventuell zu wenig Herausforderung und Abwechslung.
PvP:
Das Spielen zufälliger Schlachtfelder geht gut von der Hand. Mit Catacylsm kamen lediglich ein Arathi und ein Warsong "Klon" hinzu. Spielprinzip war das gleiche, die Landschaft jedoch unterschiedlich.
Die Qualität des random PvP hat sich kaum verändert. Die Leute spielen großteils furchtbar wie eh und je. Momentan sind vor allem Heiler, Schurken und Magier im random PvP sehr stark.
Die Arena ist momentan lt. Blizz auf 3on3 balanced. Nach dem Sammeln von Ausrüstung in Schlachtfeldern sollte es nicht allzu schwierig sein, hier Anschluss zu finden.
Das 2on2 Bracket ist nicht mehr wirklich balanced, verständlicherweise wenn der Fokus nicht in diesem Bereich liegt.
Neu in Cataclysm kamen die rated-BGs also Schlachtfelder mit Wertung wie Arenaspiele. Sie sind sehr spaßig und erfordern taktische Überlegenheit, auch wenn viele Aspekte noch immer durch bestimmte Klassenwahlen dominiert werden. (z.B. Flaggenträger-Krieger)
Die Klassen:
Durch Cataclysm haben sich die Klassen etwas weiter angenähert. Vieles spielt sich relativ ähnlich. Das kann zwar frustrierend sein, weil man so schwerer Abwechslung findet, bietet jedoch die Option sich schnell in die Rollen anderer Spieler einzufinden.
Grundsätzlich wurde das Talentsystem etwas strenger geregelt. Du entscheidest dich für einen Baum und erhälst durch diese Wahl einige passive Fähigkeiten, sow eine Kernfähigkeit deiner Spezialisierung. So erhalten Frostmagier z.B. das Wasserlementar, Arkanmagier den Arkanbeschuss.
Du kannst nun erst deinen talentbaum wechseln, wenn du deine erste Wahl komplettiert hast, also genug Punkte inverstiert hast um theoretisch das Ultimate geskillt zu haben.
Ab Stufe 80 erhältst du den neuen Wert "Meisterschaft", der in der Regel einen Kernaspekt deiner Klasse verstärkt. So erhöht er bei Frost-DKs den Frostschaden oder fügt den Heilzaubern eines Heiligpriesters einen kleinen HoT hinzu. Beides steigt mit steigender Mastery.
Ich finde, dass der Spielfluss in der Regel flüssiger geworden ist und viele Unsinnigkeiten nun nicht mehr bestehen (Zauberränge) dafür die einzelnen Klassen etwas von ihrer Einzigartigkeit eingebüßt haben und sich grundsätzlich genähert haben.
Questing:
Die klassische Welt samt Dungeons wurde überarbeitet. Man erkennt Altes zwar meist wieder, aber alles fühlt sich... sinnvoller an. Zwar gibt es immer noch viele "bring mir 10 Basiliskenohren"-Quests, davon ab wurde jedoch vieles verbessert und flüssiger gemacht.
Das Questing geht grundsätzlich besser, auch die Führung durch das Gebiet wurde schöner, sowie die Storys besser und unterhaltsamer. Dafür haben die Spieler jedoch ein Stück weit Freiheit verloren. Viele Questgebiete werden in einer Art "Schlauch" abgearbeitet mit gewissen Kernquests, die gemacht sein MÜSSEN um zum nächsten Questhub zu kommen. Dieser zwang beschränkt sich allerdings nahezu komplett auf das jeweilige Gebiet.
Ich denke ich habe so die wichtigsten Aspekte angesprochen. Alles in allem könnte man sagen, dass WoW grundsätzlich im Niedrigstufigen Bereich unterhaltsamer und Abwechslungsreicher wurde und die Charakterentwicklung eindeutiger und bedeutsamer vorangeht.
Im Hochstufigen bereich ist es wotlk sehr ähnlich geblieben, auch wenn ich den allgemeinen Schwierigkeitsgrad noch etwas niedriger ansiedeln würde.
Mein Tipp:
Leveln geht sehr gut. Schau dir mal MoP an in Lets Plays und Theorie usw. und überlege, ob du das spielen willst. Cataclysm ist nahezu vorbei, du wirst wahrscheinlich vor dem nächsten addon nicht mehr den ganzen Content sehen können.
Wenn ich rein von Cataclysm ausgehe würd ich sagen, dass es für Wenigspieler und Spieler, die schnell etwas erreichen wollen optimal ist.
Für Vielspieler und Spieler der alten Garde, die noch an Classic hängen ist es eher weniger Empfehlenswert.
EDIT:
Möchte nur kurz Anmerken, dass Crypz Argument völliger Unfug ist.
Es ist zwar richtig, dass die Stats enorm gestiegen sind, dafür ist natürlich auch der Schaden der Gegner gestiegen. Ob man nu 100 hp hat und der gegner drückt 10 Schaden oder 100k hp und der Gegner drückt 10k Schaden macht keinerlei Unterschied. 10% = 10%